Nachdreher zum Wolfsburg-Spiel

Borussia meldet sich zurück: »Alles ist noch drin«

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Teamwork: Ibrahima Traoré und Lars Stindl freuen sich über das 3:0 gegen Wolfsburg (Foto: Poolfotos/Fohlenfoto/Norbert Jansen)

Borussia Mönchengladbach hat sich nach zwei Niederlagen in Folge mit einem souveränen 3:0 über den VfL Wolfsburg zurückgemeldet im Rennen um die Champions League. Die Gladbacher sind angriffslustig, auch wenn es personell keine guten Nachrichten gibt.

Zufrieden waren die Protagonisten im Borussia-Park, nachdem die Fohlenelf den Tabellensechsten aus Wolfsburg klar und deutlich mit 3:0 in die Schranken gewiesen hatte. »Heute gibt es sicherlich nicht viel meckern«, sagte Trainer Marco Rose. »Es war eine starke Leistung meiner Mannschaft.« Nachdem es zuletzt zweimal in Folge schief gegangen war und sich das Team für teilweise mehr als gute Leistungen nicht belohnen konnte, präsentierten sich die Fohlen gegen die Wölfe erstaunlich stabil.

»Wir waren fokussiert«, lobte Rose und stellte damit heraus, was in den letzten beiden Wochen in Summe gefehlt hatte. Wie viel es ausmacht, seine Chancen konsequent zu nutzen, wurde gegen Wolfsburg deutlich. Das frühe 1:0 brachte den bis dahin durchaus selbstbewusst aufspielenden Gast aus dem Tritt und sorgte gleichzeitig bei den Borussen für Rückenwind. »Wir wollten heute die Chancen eiskalt nutzen und das haben wir getan«, freute sich Kapitän Lars Stindl.

»Aggressives Gegenpressing« und Wirkungstreffer zum richtigen Zeitpunkt

Wolfsburg war zumindest über weite Strecken der ersten Halbzeit ein Gegner auf Augenhöhe. »Wir wussten, dass sie viel über die Wucht kommen«, berichtete Matthias Ginter. »Darauf haben wir uns eingestellt.« Neben dem frühen Führungstor war die geschlossene Arbeit gegen den Ball der Schlüssel zum letztlich ungefährdeten Triumph. »Wir standen sehr gut und haben in der Defensive wenige Fehler gemacht«, lobte Yann Sommer seine Vorderleute. »So ist es schwierig für den Gegner, zu Chancen zu kommen.«

»Wir haben Wolfsburg zu Fehlern gezwungen, indem wir ein sehr aggressives Gegenpressing gespielt haben«, so Sommer weiter. »Wir haben sie viel Laufen gelassen.« Und dazu im entscheidenden Moment nachgelegt. Das 2:0 durch Jonas Hofmann nach einer halben Stunde war ein echter Wirkungstreffer für die Gäste. Danach fehlte den Wolfsburgern in den entscheidenden Momenten das Zutrauen und die Borussen finalisierten die Partie im Stile einer Topmannschaft. Nach dem überfälligen 3:0 durch Stindl konnte der restliche Teil des Abends ohne Druck abgewickelt werden.

Saison-Aus für Thuram - Platz 5 wäre »eine Enttäuschung«

»Es war ein rundum gelungener Tag«, freute sich Matthias Ginter. »Wir hatten eine gute Tagesform - jeder Einzelne und als Mannschaft. Und wir haben zu Null gespielt«. »Als Mannschaft haben wir heute ein Ausrufezeichen gesetzt«, ergänzte Lars Stindl. Das war besonders unter dem Aspekt bemerkenswert, dass wichtige Spieler fehlten und auch weiter fehlen werden. Nach Denis Zakaria ist auch für Marcus Thuram die Saison gelaufen - dem Franzosen droht sogar eine Operation am Sprunggelenk. Auch bei Alassane Plea sieht es so aus, als ob es in den verbleibenden anderthalb Wochen nicht mehr reichen wird.

Deshalb war es wichtig, dass andere in die Bresche gesprungen sind. »Bei uns geht es nur über das Team und über das Gemeinsame«, sagte Marco Rose. »Das war eine richtig steile Teamleistung.« Und diese wird noch zweimal benötigt, wenn es was werden soll mit der Champions League. »Alles ist noch drin«, sagte Lars Stindl und Doppeltorschütze Jonas Hofmann ergänzte: »Heute haben wir gezeigt, dass uns der fünfte Platz nicht ausreicht.« Das bekräftigte auch Matthias Ginter: »Vor der Saison hätte man vielleicht den fünften Platz unterschrieben, aber so wie die Saison verlaufen ist, wäre es doch schon eine Enttäuschung. Deshalb tun wir alles um Vierter zu werden.«

 


von Marc Basten und Nadine Basten

 

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