Nachdreher zum Spiel gegen Borussia Dortmund

»Der Schiedsrichter war Wahnsinn heute«

von Nachdreher zum Spiel gegen Borussia Dortmund

Im Bild: Lars Stindl und Christoph Kramer (BMG), Sascha Stegemann und Mats Hummels (BVB) - Foto: TORfabrik.de

Erneut gibt es bei Borussia Mönchengladbach Ärger mit dem Schiedsrichter. Gegen Dortmund verweigerte Sascha Stegemann den Fohlen einen klaren Elfmeter. So war es auch im Hinspiel.

Die Gladbacher Borussen waren bereits zur Pause erbost und nach dem Schlusspfiff und der verlorenen Partie gegen den BVB erst Recht. Der nicht gegebene Elfmeter kurz vor der Pause, als Dan-Axel Zagadou Jonas Hofmann über die Klinge springen ließ, erhitzte die Gemüter.

Schon in realer Geschwindigkeit im Stadion war zu erkennen, dass Zagadou nur in den Mann ging und Hofmann zu Fall brachte. Die Fernsehbilder aus verschiedenen Perspektiven verstärkten den Eindruck zusätzlich. Aber Schiedsrichter Sascha Stegemann wollte nichts gesehen haben und bekam dabei die Unterstützung von Kollege Zwayer im Kölner Keller.

»Klarer kann man es nicht erkennen, dass er nur in mich reingeht«

»Ich habe den Schiri gefragt«, erzählte Jonas Hofmann später. »Er hat mir gesagt, dass ihm ins Ohr geflüstert wurde ‚Check completed‘. Ich weiß nicht, was die gecheckt haben, aber die Szene auf keinen Fall.« Das Foulspiel war eindeutig, wie Hofmann mit Nachdruck bestätigte. »Klarer kann man es nicht erkennen, dass er nur in mich reingeht. Ich setze gerade zum Sprint an und will durchlaufen. Ich weiß auch, dass ich nicht mehr zum Ball komme, aber wir wissen alle, dass der Ball nicht dabei sein muss, um einen Elfmeter zu pfeifen.«

»Durch den Schiedsrichter wurde uns zum Teil ein Punkt geraubt«, sagte Hofmann. Doch es war nicht nur diese eine Aktion, in der Sascha Stegemann und sein Team einen seltsamen Eindruck hinterließen. »Der Schiedsrichter war Wahnsinn heute«, fand Matthias Ginter klare Worte. Stegemann und seine Kollegen hätten sich »unmöglich aufgeführt«, sagte der Nationalspieler.

»Es war keine Linie zu erkennen«, warf Ginter dem Unparteiischen vor. Tatsächlich ließ Stegemann in einer intensiven Partie einerseits sehr viel laufen, gewichtete aber ähnliche geartete Zweikämpfe oft unterschiedlich. Die Balance fehlte, was sich letztlich in den zehn Gelben Karten widerspiegelte, die Stegemann zeigte.

Auch im Hinspiel verweigerte Stegemann Gladbach einen glasklaren Elfmeter

»Wir waren heute gut, aber nicht gut genug, um die Dortmund und die Schiedsrichter zu schlagen«, fällte Ginter ein klares Urteil. Der Ärger war verständlich, zumal die Kombination Stegemann & Dortmund eine Vorgeschichte hat. Im Hinspiel haute Hummels den einschussbereiten Herrmann im Strafraum von hinten um und auch damals verweigerte Stegemann den Gladbachern im Zusammenspiel mit dem VAR den glasklaren Elfmeter.

Zwar haben sich die Gladbacher in dieser Saison nicht gerade als Meisterschützen vom Elfmeterpunkt präsentiert, so dass ein Strafstoß nicht automatisch mit einem Tor gleichgestellt werden darf. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Sascha Stegemann mit seinen Fehlentscheidungen einen maßgeblichen Anteil daran hatte, dass der BVB beide Spiele gewonnen hat.

 


von Redaktion TORfabrik

 

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