Nachdreher zum Spiel gegen den VfL Bochum

»Dann reißen wir uns gegenseitig die Köpfe ab«

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Fast hätten Jonas Hofmann und die Borussen die Punkte doch noch mit Danny Blum und dem VfL Bochum teilen müssen (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach konnte gegen den VfL Bochum den von Trainer Adi Hütter geforderten Pflichtsieg einfahren. Dass es am Ende selbstverschuldet knapp wurde, trübte die Freude über den Erfolg merklich.

Am Ende war es doch eher ein Krampfspiel bei Dauerregen an diesem letzten Tag im Oktober im Borussia-Park. Borussia Mönchengladbach gewinnt knapp mit 2:1 gegen den VfL Bochum. Es war kein Fußballfest wie am Mittwoch im Pokal gegen die Bayern – in der zweiten Halbzeit sogar eher das Gegenteil. Aber die Pflicht wurde erfüllt, die drei Punkte bleiben in Gladbach. Dennoch stellte Trainer Adi Hütter anschließend klar: »Wir dürfen heute nicht zufrieden sein«.

Die Kritik des Trainers bezog sich vor allem auf die Leistung in der zweiten Halbzeit. Im ersten Durchgang brachten die Borussen den Rückenwind des Pokal-Triumphes auf den Platz. »Wir haben hervorragend ins Spiel gefunden und hochverdient zur Halbzeit 2:0 geführt«, sagte Jonas Hofmann, der fünf Minuten vor dem Pausenpfiff mit dem zweiten Tor des Abends die Weichen auf Heimsieg gestellt hatte.

»Wir waren nicht mehr so agil, nicht mehr so spielfreudig«

Auch nach Wiederanpfiff hatten die Borusse gegen sehr harmlose Bochumer alles im Griff, doch im weiteren Verlauf bröckelte die Souveränität Stück für Stück weg. »Wir waren nicht mehr so agil, nicht mehr so spielfreudig«, räumte Hofmann ein. »Einfache Fehler und Ballverluste haben dazu geführt, dass wir das Spiel etwas aus der Hand gegeben und nicht mehr so dominiert haben.« Die Borussen machten es den Bochumern etwas sehr einfach. »Über Außen haben wir heute viel zu viel zugelassen«, monierte Matthias Ginter. »Da war die Abstimmung nicht so, wie in den letzten Spielen.«

»Vielleicht auch, weil wir ein anderes System gespielt haben, das weiß ich nicht«, so Ginter. Hütter hatte vom 3-4-2-1 auf ein 4-2-3-1 umgestellt. Das konnte aber nicht der alleinige Grund sein, warum der Trainer anschließend eine ganze Mängelliste für die Vorstellung nach der Pause aufzählen musste: »Zu wenig griffig, zu wenig giftig, zu wenig Torchancen herausgespielt und zum Schluss auch noch Torchancen zugelassen – das war nicht gut.«

»Die Riesenchance für Bochum war total unnötig«

»Wir haben es nicht geschafft, den Sack früh zu zu machen und hinten raus müssen wir froh sein, dass Yann Sommer den Ball noch gehalten hat«, sagte Hütter. In der dritten Minute der Nachspielzeit hatte der VfL die große Ausgleichschance durch Milos Pantovic, doch Sommers Knie rettete den Fohlen die drei Punkte. »Wenn wir hintenraus den Ausgleich kassieren, dann reißen wir uns gegenseitig die Köpfe ab«, meinte Hofmann und Ginter erinnerte an die letzte Saison: »Die Riesenchance für Bochum war total unnötig. Wir haben so schon viele Punkte verschenkt und jetzt wäre es fast wieder so weit gewesen. Heute hatten wir am Ende das Glück, aber zu oft sollte uns das nicht passieren.«

»Nach dem großen Spiel am Mittwoch ist es heute nicht einfach gewesen«, sagte Adi Hütter. »Wir haben viele Sachen nicht so gut gemacht, aber wir freuen uns trotzdem über den Sieg. Die Jungs sind auf dem richtigen Weg und ordnen das Spiel heute auch dementsprechend ein.«

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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