Rose bestätigt Verpflichtung von Lazaro

Rose: »Können nun noch mehr im Detail arbeiten«

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Marco Rose am Dienstag beim Training in Harsewinkel (Foto: TORfabrik.de)

Das Trainingslager von Borussia Mönchengladbach in Harsewinkel ist in vollem Gange. Zwar fehlt noch Valentino Lazaro, doch auch so zeigt sich Marco Rose bislang zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung.

Die Klosterpforte in Harsewinkel ist nicht unbedingt vergleichbar mit dem Tegernsee und dem mondänen Luxushotel, in dem die Borussen sonst während der Sommervorbereitung residieren. Aber die idyllische Anlage hat zweifelsohne ihren Reiz – und ihre Vorteile. »Die Wege sind kurz, das Essen ist gut und im Hotel haben wir unseren eigenen Trakt«, sagt Marco Rose. Auch die Trainingsplätze sind in einem sehr guten Zustand.

Zudem dürfte auch das Ambiente Rose und seinem Trainerteam entgegen kommen. Während sich die Verhältnisse am Tegernsee in den letzten Jahren immer mehr in Richtung Volksfest am Trainingsplatz entwickelt hatten, ist es in Harsewinkel beschaulich und ruhig. Hier fällt es nicht schwer, den Fokus auf das Wesentliche zu richten - und das ist die Arbeit auf dem Platz.

»Wir sind sehr professionell im Training unterwegs«

»Wir sind sehr professionell im Training unterwegs«, gab Christoph Kramer am Dienstag in der Mittagspause zu Protokoll. »Wir müssen uns in den fünf Wochen Vorbereitung viel erarbeiten«, so Kramer weiter. »In der Saison haben wir fast alle drei Tage ein Spiel, da brauchen wir körperlich und spieltaktisch einfach eine gute Grundlage«. Insoweit ist es ein Vorteil, dass Marco Rose und seine Mitstreiter nicht wie im Vorjahr bei null beginnen, sondern auf das Erreichte aufbauen können.

»Aufgrund dessen, dass wir inzwischen schon seit einem Jahr zusammenarbeiten und viele Dinge schon ineinandergreifen, können wir nun noch mehr im Detail arbeiten«, erklärt Rose. »Das tut uns gut.« Die Entwicklung, die vor einem Jahr angestoßen wurde, ist längst noch nicht abgeschlossen. »Von Anfang an habe ich gesagt, dass es ein kompletter Fußball sein soll – mit Ball und gegen den Ball, in beiden Umschaltphasen. Daran arbeiten wir stetig.« Dazu gehört auch, dass der Trainer seine ursprünglichen Ideen ein wenig den Umständen angeglichen hat.

»Wir sind sehr gegnerorientiert und bereiten uns auf diesen sehr gut vor«

»Es hat sich nichts an meiner Herangehensweise oder Idee vom Fußball geändert. Aber natürlich passt man sich als Trainer daran an, was der Kader und die Spieler hergeben, die man zur Verfügung hat. Die Veränderung ist daher, dass wir im Laufe der vergangenen Saison weniger in der Raute gespielt haben, sondern in anderen Grundordnungen, die meiner Meinung nach besser zum Kader passen.«

»Marco Rose ist ein Trainer, der im taktischen Verständnis sehr gut aufgestellt ist«, lobt Christoph Kramer die Herangehensweise des Coaches. »Wir haben beispielsweise nur einmal mit derselben Aufstellung gespielt, auch die Grundformation hat oft gewechselt. Wir sind sehr gegnerorientiert und bereiten uns auf diesen sehr gut vor. Das hat uns gutgetan und stark gemacht. Wir haben nun mehr Tempo in unserem Spiel und schnellere Balleroberungen. Darüber hinaus hat Marco Rose auch mental noch einige Sachen mit in die Mannschaft hineingebracht.«

Rose bestätigt die Verpflichtung von Lazaro

Darauf soll nun aufgebaut werden – mit dem um zwei ‚Rose-Spieler‘ ergänzten Kader. Hannes Wolf ist schon da (Rose: »Er hat sich bisher hervorragend eingefügt ins Team«), Valentino Lazaro wird kommen. Der Österreicher absolvierte am Dienstag den Medizincheck in Gladbach und dürfte kurzfristig zum Team stoßen. Auch wenn die offizielle Vollzugsmeldung am Dienstag noch nicht erfolgte, bestätigte Marco Rose, dass Borussia seinen Ex-Schützling für ein Jahr von Inter Mailand ausleihen wird.

Dass sich Lazaro trotz anderer hochkarätiger Interessenten für Gladbach entschieden hat, ist ein weiteres Zeichen für das neue Standing der Fohlen. »Mit Borussia verbinden die Leute nun nicht mehr die Relegation, sondern die europäischen Plätze«, sagt Christoph Kramer. »Wir müssen aus wirtschaftlichen Gründen auch keinen Spieler mehr abgeben und die Spieler selbst wollen auch nicht gehen, weil sie wissen, dass sie hier guten Fußball spielen können.«

Rose hofft auf Bénes, Zakaria, Thuram und Plea zum Saisonstart

Auf dem Weg, wieder guten Fußball spielen zu können, sind László Bénes (Bandverletzung im Sprunggelenk), Marcus Thuram (Operation am Sprunggelenk) und Denis Zakaria (Knie-Operation), die in Harsewinkel ihr Aufbautraining fortsetzen. Alassane Plea (muskuläre Verletzung) arbeitet derzeit im Borussia-Park. Marco Rose hofft, dass die Rekonvaleszenten zum Saisonstart zur Verfügung stehen. »Ich bin sehr optimistisch, dass sie am ersten Spieltag zumindest wieder einsatzfähig und eine Option für uns sind.«

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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