Vorbereitung auf Union

Kramer wieder als Sechser – oder doch nicht?

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Christoph Kramer am Mittwoch vor dem Training im Borussia-Park (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach hat am Mittwochnachmittag die Vorbereitung auf das Spiel bei Tabellenführer Union Berlin am Sonntag (15:30 Uhr) aufgenommen. Stefan Lainer musste passen – der Österreicher wurde positiv auf Corona getestet.

Ein paar Tage war ‘Wunden lecken’ angesagt für die Spieler von Borussia Mönchengladbach. Nach der bitteren englischen Woche mit dem Pokal-Aus in Darmstadt und der letztlich deutlichen Heimniederlage gegen Frankfurt ging es zunächst darum, die Köpfe freizubekommen. Nunmehr richtet sich der Blick auf das Spiel in Köpenick, vor dem die Borussen am Mittwoch bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen erstmals trainierten.

Nicht mit auf dem Trainingsplatz stand Stefan Lainer. Beim Österreicher ist in dieser Saison komplett der Wurm drin. Joe Scally hat ihm den Rang als Rechtsverteidiger abgelaufen, dazu gesellen sich immer wieder kleinere Probleme. Auch gegen Frankfurt stand Lainer kurzfristig nicht im Kader. »Er hat erst mit Magen-Darm flachgelegen und sollte jetzt eigentlich individuell trainieren«, sagte Daniel Farke am Mittwoch im Anschluss an die Trainingseinheit. »Aber jetzt kommt ein positiver Coronatest hinzu und es ist nicht davon auszugehen, dass er relativ zeitnah wieder freigegeben wird fürs Training.«

Eine kleine Resthoffnung bei Jonas Hofmann

Damit wird Lainer für den Sonntag kein Thema sein. Das gilt auch für Yann Sommer, der nach seiner Verletzung aus dem Pokalspiel weiter fehlt. »Sein Sprunggelenk ist noch angeschwollen, was eigentlich ein gutes Zeichen ist, weil es bedeutet, dass die Heilung ganz gut läuft. Möglicherweise kann es schnell abklingen, aber Stand heute sehe ich da eher keine Chance für das Spiel bei Union«. Dagegen besteht bei Jonas Hofmann zumindest noch eine kleine Resthoffnung. Der Nationalspieler konnte nach seiner Schultereckgelenksprengung zumindest wieder ins Lauftraining einsteigen.

»Ein gutes Zeichen« sei das, erklärte Farke. »Aber er hat als Feedback gegeben, dass er schon noch etwas spürt. Mit jedem Tag, der verstreicht, wird es unwahrscheinlicher, dass er schon am Wochenende wieder ein Thema werden könnte. Bisher war noch nicht mal ansatzweise Teamtraining möglich, aber es kann bei diesen Geschichten schnell sein, dass es sich vom Schmerzempfinden gut entwickelt und dass er innerhalb von 48 Stunden Riesenfortschritte macht.« Sollte Hofmann noch ins Mannschaftstraining einsteigen können, wäre ihm der Kaderplatz sicher.

Positionsgetreuer Wechsel oder Umstellung der Grundformation?

Dies auch deshalb, weil die Personalsituation bei der Borussia weiterhin sehr angespannt ist. In Berlin muss zudem Manu Koné passen, der gegen die Eintracht bereits seine fünfte Gelbe Karte sah und gesperrt ist. Damit dürfte Christoph Kramer, der zuletzt als Zehner nominiert war, wieder auf seine angestammte Position als Sechser rücken und erstmals gemeinsam mit Julian Weigl dort spielen. »Das ist natürlich eine Option«, sagte Farke. Festlegen wollte sich der Trainer allerdings nicht.

»Wir haben gegen Frankfurt schon etwas anders agiert und Ramy hat in der letzten Viertelstunde im Zentrum gespielt. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten. Tony Jantschke hat schon mal im Zentrum gespielt, Rocco Reitz ist ein Zentrumsspieler. Es stimmt, dass wir nicht gerade ein Füllhorn an Spielern haben, aber es wäre auch möglich, von der Grundformation her etwas umzustellen. Wir haben jetzt die Trainingswoche, um ein paar Sachen auszuprobieren.« Ob Farke die Karten vor dem Sonntagnachmittag aufdecken wird, bleibt abzuwarten.

 

von Marc Basten

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