29. Spieltag: Greuther Fürth - Borussia Mönchengladbach

2:0! Borussia holt den ‘Rettungs-Dreier’ in Fürth

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Alassane Plea stellte früh die Weichen auf Auswärtssieg in Fürth (Foto: Daniel Kopatsch - Getty Images)

Borussia Mönchengladbach hat einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim Tabellenletzten Greuther Fürth gewannen die Fohlen durch die Tore von Marcus Thuram und Alassane Plea (Foulelfmeter) verdient mit 2:0 und sind damit so gut wie gerettet.

Borussias Trainer Adi Hütter musste in Fürth auf Ramy Bensebaini (Oberschenkelprobleme) verzichten. Für den Algerier rückte Joe Scally in die Startelf. Zudem blieb Lars Stindl gegenüber dem letzten Spiel gegen Mainz zunächst auf der Bank - für den Kapitän begann Marcus Thuram.

Die Borussen, bei denen Thuram zentral vorne spielte und Embolo mit Plea dahinter, starteten sehr konzentriert und ballsicher in die Partie. Bereits nach zwei Minuten kam Neuhaus nach einem schönen Spielzug im Strafraum zum Abschluss - der leicht abgefälschte Ball flog knapp am Tor vorbei. Im Anschluss an die darauf folgende Ecke probierte es Thuram mit einem Flugkopfball aus elf Metern, der in den Armen des Fürther Keepers landete.

Thuram vollstreckt nach Zuspiel von Plea

Die Borussen waren das klar bessere Team und kamen durch zügiges vertikales Spiel zu weiteren Gelegenheiten. Plea passte auf Thuram, der im Strafraum zwei Haken machte, dann aber aus kurzer Distanz an Keeper Linde scheiterte (6.). Wenig später wurde ein Schussversuch von Neuhaus nach Kopfballablage Thuram im letzten Moment geblockt.

Erst nach und nach bekamen die Gastgeber aus Fürth mehr Zugriff auf die Partie und konnten das Geschehen etwas offener gestalten. In diese Phase hinein gelang den Borussen dann doch noch der verdiente Führungstreffer. Koné passte auf Plea, der einen Steckpass an die Strafraumgrenze spielte. Lainer ließ den Ball geschickt durch, Thuram war im richtigen Moment gestartet und vollendete mit einem platzierten Schuss ins Eck (18.).

Der VAR greift ein - Plea verwandelt Elfmeter

Die Führung brachte weiteres Selbstvertrauen, was sich in einem schönen Hacken-Zuspiel von Neuhaus auf Lainer ausdrückte. Der Österreicher dribbelte in den Strafraum, wo er im Duell mit zwei Gegenspielern zu Fall kam. Schiedsrichter Stieler ließ weiterlaufen, doch nach der nächsten Unterbrechung meldete sich der VAR. Stieler sah sich die Szene am Monitor an und entschied auf Elfmeter für die Fohlenelf. Plea trat an und traf sicher flach ins rechte Eck - auch wenn der Torwart in der richtigen Ecke war (24.)

Kurz darauf hätte Koné nach Doppelpass mit Thuram nachlegen können, doch der Schuss des Franzosen auch achtzehn Metern strich - noch leicht abgefälscht - haarscharf am Tor vorbei (28.). Danach gingen es die Borussen ruhiger und teilweise etwas arg lässig an. Fürth kam ein wenig auf und hatte durch Griesbeck im Anschluss an eine Ecke eine gute Gelegenheit - beim Kopfball des Abwehrspielers fehlte nicht viel (30.). Ansonsten gab es noch zwei, drei Torannäherungen des Tabellenletzten, als die Borussen nicht konsequent genug verteidigten - aber richtig gefährlich wurde es nicht.

Fürth zu harmlos - Thuram ‘klaut’ Neuhaus das Tor

Zu Beginn der zweiten Halbzeit übernahmen die Fürther die Initiative, ohne dabei zu echten Tormöglichkeiten zu kommen. Die Borussen boten durchaus das eine oder andere an, aber den Gastgebern fehlte es am Punch im Abschluss. Die Gladbacher ihrerseits kamen erst nach einer Stunde zu einer nennenswerten Offensivaktion, als Plea es nach Doppelpass mit Scally von halblinks versuchte - aber sein Schuss war nicht platziert genug.

In der Folgezeit kamen die Borussen wieder zu mehr Ballbesitzphasen und gewannen zusehends die Kontrolle über das Geschehen auf dem Platz. Nach einem starken Pass von Plea fand Thuram bei seinem Flachschuss von halbrechts in Fürths Keeper Linde seinen Meister (68.). Fünf Minuten später erzielte Neuhaus das vermeintliche 3:0, aber weil Thuram abseits des Balles ein Foul begangen hatte, wurde der Treffer einkassiert.

Ein vorentscheidender Schritt in Richtung Klassenerhalt

Doch da Hrgota im Gegenzug den möglichen Anschlusstreffer verpasste, blieb Thurams überflüssige Aktion ohne Einfluss auf den Spielausgang. Beyer hatte nach einer flachen Freistoßhereingabe des eingewechselten Stindl noch eine gute Schussmöglichkeit aus der Distanz, verzog jedoch knapp (77.). Danach wickelten beide Teams die restliche Spielzeit nur noch ab - am verdienten Sieg der Borussen gab es keine Zweifel mehr. Mit dem Dreier in Fürth haben die Gladbacher einen vorentscheidenden und großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

 

Kurzstatistik zum Spiel:

Greuther Fürth: Linde - M. Bauer, Griesbeck, Viergever - Asta (66. Ngankam), L. Itter (86. Abiama), Christiansen, Green (78. Nielsen), Tillman (78. Rasche) - Leweling, Hrgota (86. Pululu)

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Ginter, Elvedi, Beyer - Lainer (88. Herrmann), Koné (88. Benes), Neuhaus (75. Kramer), Scally - Plea (75. Stindl), Thuram (82. Hofmann), Embolo

weiter im Kader: Sippel (ETW), Noß, Bennetts

Tore: 1:0 Thuram (18.), 2:0 Plea (24./FE)

Schiedsrichter: Tobias Stieler

Gelbe Karten: Tillmann -

Zuschauer: 14.000

 


von Marc Basten

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