Nachdreher zum Frankfurt-Spiel

»Drei Punkte und drei Tore - das ist gut für den Kopf«

von Nachdreher zum Frankfurt-Spiel

Thorgan Hazard vollstreckte ohne Schnörkel zum 2:0 gegen die Eintracht (Foto: Dean Mouhtaropoulos / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach besiegte Eintracht Frankfurt verdient, daran gab es am Mittwochabend im Borussia-Park keine Zweifel. Die Wechsel in der Anfangsformation zahlten sich aus.

Am Ende feierten die Gladbacher Borussen mit einer gewissen Erleichterung vor der Nordkurve den dritten Dreier im dritten Heimspiel. »Der Sieg heute war verdient«, sagte Thorgan Hazard anschließend. »Wir haben gut gespielt, das Spiel kontrolliert und es war wichtig, dass wir nach der Niederlage in Berlin gewonnen haben. Drei Tore und drei Punkte - das ist gut für den Kopf.«

Dass die Niederlage in der Hauptstadt Spuren hinterlassen hat, war der Mannschaft zu keiner Phase der Partie anzumerken. Vier Wechsel hatte Dieter Hecking in der Anfangsformation vorgenommen, die sich letztlich auszahlten. Christoph Kramer war bei seinem Startelfdebüt motiviert bis in die Haarspitzen und machte ein starkes Spiel, genauso wie Florian Neuhaus. »Wir wollten das, was wir in Berlin nicht gut gemacht haben, heute besser machen«, sagte Neuhaus. »Ich denke, das ist uns gelungen. Wir standen sehr kompakt und haben vorne unsere Chancen bekommen.«

Die Borussen hatten die Sache von Beginn an im Griff und eigentlich störten neben dem zwanzigminütigen ›Protest-Getriller‹ im eher spärlich gefüllten Borussia-Park nur die fehlenden Tore im ersten Durchgang. »Schon vor Pause hatten wir drei, vier gute Möglichkeiten, in Führung zu gehen«, sagte Dieter Hecking. Doch da fehlte noch die Konsequenz im Abschluss.

»Wenn es so kommt, wie es der Trainer in der Halbzeit verlangt, ist es schön«

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als die Borussen die Schlagzahl deutlich erhöhten. In der Pause hatte Hecking die Vorgabe ausgegeben, die Frankfurter Abwehr zu stressen und »fünf, sechs Angriffe im höchsten Tempo nacheinander durchzuspielen.« Das setzten seine Mannen auf beeindruckende Art und Weise um und erzwangen so folgerichtig den Führungstreffer. »Wenn es so kommt, wie es der Trainer in der Halbzeit verlangt, ist es schön«.

»Das war ein tolles Tor von Alassane Plea, der zeigt, was ein Stürmer im Strafraum machen muss: Nicht lange überlegen - einfach draufhalten. Aus einem unmöglichen Winkel den Ball reinzuhauen, macht nicht jeder«, lobte Hecking. »Die Position war nicht einfach, aber ich habe es versucht und es hat funktioniert«, freute sich Plea über seine Torpremiere im Borussia-Park.

»Das Tor hat uns viel, viel Luft gegeben«, sagte Hecking. Seine Mannschaft hatte richtig Oberwasser und legte das 2:0 nach. Ein sehr aufmerksamer Hofmann, ein handlungsschneller Neuhaus und ein Hazard, der (endlich) nicht lange fackelte, sorgten für den Zwei-Tore-Vorsprung. »Schon in der ersten Halbzeit hatte ich eine gute Gelegenheit im Strafraum, habe mich aber gegen einen Schuss entschieden. Danach habe ich mir gesagt, dass ich bei der nächsten Situation auf jeden Fall schieße«, sagte Hazard.

»Letztendlich haben wir aber eine gute Antwort darauf gegeben«

Dass es danach doch nochmal eng war, lag an dem »blöden Gegentor« (Hecking), das aufgrund eines Missverständnisses zwischen Sommer und Beyer entstand. »Jordan hätte einfach durchziehen und nicht auf den Torwart warten sollen«, sagte Hecking. »Aber das ist so ein bisschen seiner Unerfahrenheit geschuldet.«

»Wir haben die Eintracht damit wieder ins Spiel zurückgeholt«, so Hecking weiter. »Dann haben sie noch mal die zweite Luft bekommen, obwohl wir ihnen mit dem 2:0 eigentlich den Zahn gezogen hatten«, ergänzte Christoph Kramer. »Es wurde dann ein paar Minuten unruhig. Letztendlich haben wir aber eine gute Antwort darauf gegeben«.

Der Kopfballtreffer von Nico Elvedi beseitigte alle Zweifel am verdienten Sieg der Gladbacher Borussia über den Angstgegner aus Frankfurt. Wobei nicht unterschlagen werden darf, dass bei den Hessen von der gefürchteten Aggressivität aus der Kovac-Ära nicht viel zu sehen war. Das war über weite Strecken sehr zahn- und harmlos, was die Eintracht auf den Platz brachte. Im letzten Jahr gab es in den beiden Partien zwischen Borussia und Frankfurt 12 Gelbe Karten - am Mittwoch keine einzige.


von Marc Basten und Nadine Basten

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