Nachdreher aus dem Borussia-Park

Farkes gelungene Premiere: »Eine fantastische zweite Halbzeit«

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Nach dem Spiel hüpfte Daniel Farke gemeinsam mit den Spielern vor der Nordkurve (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach ist mit einem Sieg in die neue Saison gestartet, die Bundesligapremiere für den neuen Trainer Daniel Farke ist gelungen. Der Coach ließ es sich nicht nehmen und feierte anschließend mit den Spielern gemeinsam vor der Kurve.

Borussia Mönchengladbach schlägt die TSG Hoffenheim verdient mit 3:1, der Start in die Bundesliga ist gelungen und Trainer Daniel Farke darf sich nun auch offiziell als Bundesligatrainer bezeichnen. Natürlich stand der 45-Jährige am Samstag unter besonderer Beobachtung und daher fiel es auch auf, dass er nach dem entscheidenden 3:1 durch Nico Elvedi schnurstracks in die Kabine sprintete und kurz darauf wiederkam.

Da war wohl der Druck auf die Blase etwas groß geworden, doch den genauen Grund behielt Farke für sich. »Ein paar Geheimnisse muss man sich als Trainer bewahren«, sagte Farke augenzwinkernd. »Dann kriegt man so einen Hang des Mystischen und Magischen. Deshalb - kein Kommentar«. Ansonsten sparte der 45-Jährige aber nicht mit Worten, sein erstes Bundesligaspiel zu beschreiben.

Ein »nervöser Beginn« irritierte Farke

Bevor Farke nämlich gemeinsam mit den Spielern vor der Kurve jubeln durfte, war es ein durchaus intensiver Nachmittag im stimmungsvollen Borussia-Park. Dem Trainer gefiel die Anfangsphase nicht besonders, als seine Mannschaft »zu nervös« gewesen sei. Ungewöhnlich viele Ballverluste hatte Farke ausgemacht. »Am Ende hatten wir eine fast 90%ige Passquote, aber ganz bestimmt nicht in der ersten Viertelstunde«. Da machten die laut Farke »extrem gut eingestellten Hoffenheimern« den Borussen das Leben schwer und ließen kaum geordnete Gladbacher Kombinationen zu.

Doch dann änderte sich die Statik des gesamten Spiels mit der Gelb-Roten Karte für Stefan Posch und dem Führungstreffer der Hoffenheimer kurz darauf. Ein unnötiger Ballverlust vorne, eine etwas zu sorglose Verteidigung und schließlich auch noch Pech, weil die Hereingabe in den Strafraum abgefälscht wurde, führten zum überraschenden Rückstand - und das in Überzahl. Hoffenheim stellte auf ein 5-3-1 um und zog sich weit zurück. »Das hilft dir in der Spieleröffnung und in der Restverteidigung, gibt dir aber nicht mehr Räume, um Chancen zu kreieren«, so Farke.

»Über die inhaltlichen Dinge haben wir in der Kabine intensiv gesprochen«

Nach Einschätzung des Coaches sei die Mannschaft anschließend »zu gierig« gewesen. »Unsere Reaktion war zu sehr ergebnisgetrieben«. Farke lobte zwar den Willen, die Überzahl ausnutzen und das Spiel direkt drehen zu wollen, »aber wir haben die Situationen nicht geduldig genug vorbereitet«. Tatsächlich gab es in dieser Phase kaum mal eine Ballzirkulation über mehr als fünf Stationen. Irgendwie war es dann auch folgerichtig, dass der Ausgleich nach einer Standardsituation fiel. Ecke Hofmann, Kopfballablage Itakura und Fallrückzieher Bensebaini - das kann man mal so machen.

Nach der Pause gefiel dem Trainer dann auch die fußballerische Herangehensweise seiner Mannschaft deutlich besser. »Über die inhaltlichen Dinge haben wir in der Kabine intensiv gesprochen«, so Farke. »Und die Jungs haben es dann perfekt umgesetzt und Chance um Chance kreiert. Da fällt das nächste Tor fast zwangsläufig. Wir haben eine fantastische zweite Halbzeit gespielt«. ’Fantastisch’ ist vielleicht etwas zu hoch gegriffen, aber natürlich muss man anerkennen, dass die Mannschaft permanent Druck aufgebaut hat und der Sieg letztlich hochverdient war. Und so konnte Daniel Farke am Ende auch entspannt und ohne Druck vor der Kurve jubeln.

 


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