Vor der Partie im Olympiastadion

Hecking: »Idealerweise gewinnen wir in Berlin«

von Vor dem Spiel bei der Hertha

Dieter Hecking bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor der Partie in Berlin (Foto: TORfabrik.de)

Am vierten Spieltag trifft Borussia Mönchengladbach am Samstag (15:30 Uhr) im Berliner Olympiastadion auf die punkt- und torgleiche Hertha. Der Sieger der Partie könnte dann endgültig von einem gelungenen Saisonstart sprechen.

Sieben Punkte nach drei Spieltagen, fünf Tore und zwei Gegentore. Diese Statistik teilen sich Borussia und Hertha BSC und damit auch den vierten Tabellenplatz. »Sie machen es richtig gut«, lobte Borussias Trainer Dieter Hecking den Hauptstadtclub vor der Partie am Samstag. »Sie haben eine sehr gute Stabilität innerhalb des Kaders. Sie haben sich verjüngt und an Schnelligkeit gewonnen. Außerdem haben sie eine sehr gute defensive Stabilität, daraus lässt sich ihr Erfolg skizzieren.«

Trotz der Parallelen der beiden Teams, will sich Hecking nicht mit der Hertha vergleichen. »Dass wir unser Spiel durchbringen ist für mich wichtiger, als auf den Gegner zu schauen. Meine Mannschaft steht immer im Vordergrund, deshalb vergleiche ich mich ungerne mit anderen Mannschaften.«

»Du musst Vertrauen in deine Qualitäten haben«

Die Marschroute für Samstag ist also klar auf die eigene Leistung bezogen. »Wir müssen unsere Spielidee durchbringen«, so Hecking. »Hertha wird natürlich versuchen, uns vor Aufgaben zu stellen. Aber du musst von dir überzeugt sein, Vertrauen in deine Qualitäten haben und auch das Vertrauen zu haben, schwierige Phasen in einem Spiel zu überstehen. Wenn wir das alles haben, können wir dem Gegner sehr gefährlich werden. Idealerweise gewinnst du dann in Berlin.«

Mit einem möglichen Sieg würde Borussia mit zehn Punkten aus vier Spielen einen mehr als erfolgreichen Saisonstart hinlegen. Die Statistik spricht dabei für sie, denn die Fohlenelf hat acht der letzten neun Bundesligaspiele gegen die Hertha gewonnen. Leichter wird die Aufgabe in Berlin dadurch zwar nicht, könnte aber etwas Zuversicht bringen.

Zuversicht bringt auch die aktuelle Situation im Kader. Lars Stindl und Raffael sind auf dem Weg der Genesung und könnten – wenn auch wahrscheinlich noch nicht gegen Berlin – bald wieder eine Alternative werden. Michael Lang und Julio Villalba sind nach ihren Verletzungen wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Lang könnte am Samstag erstmals im Kader stehen.

Vertrauen für Tobi Strobl

So könnte das Hauen und Stechen um die Plätze in der Startelf und auch um die Plätze im 18-er Kader bald einen Höhepunkt erreichen. Sinnbildlich für dieses Luxusproblem ist nach wie vor die Personalie Tobias Strobl, der sich nach ordentlichen Leistungen in der Vorbereitung, im DFB-Pokal und in der Bundesliga seinen Stammplatz erkämpft hat. »Wenn der Spieler das Vertrauen durch gute Leistungen zurückgibt, spielt er sich ein Stück weit fest«, so Hecking.

Es ist also gut möglich, dass Strobl auch am Samstag wieder in der Startelf stehen wird, aber auch auf fast allen anderen Positionen hat Hecking weiterhin die Qual der Wahl. »Der Kader bietet mir mittlerweile auch Möglichkeiten an. Beispielsweise dadurch, dass wir jederzeit auch auf das 4-4-2-System zurückgreifen können und so für den Gegner unausrechenbar sind«, so Hecking.


von Nadine Basten

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