Nach dem letzten Test

»Wir haben signalisiert, dass wir wettkampffähig sind«

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Ein echter Härtetest für Borussia gegen Real Sociedad (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Die Testspielphase für Borussia Mönchengladbach ist vorbei. Trainer Daniel Farke zeigte sich zufrieden mit dem letzten Härtetest gegen Real Sociedad San Sebastián, auch wenn seine Mannschaft spielerisch unterlegen war.

Borussia Mönchengladbach unter Daniel Farke kann verteidigen. Das war die wichtigste Erkenntnis am Samstagnachmittag im Borussia-Park, wo die Fohlen das letzte Vorbereitungsspiel gegen Real Sociedad bestritten. In den ersten Tests gegen Drittligisten agierten die Borussen meist sehr offensiv und offenbarten hinten das eine oder andere Problem. Gegen die Spanier zeigten die Gladbacher, dass sie durchaus auch kompakt gegen den Ball arbeiten können - was im letzten Jahr nur selten der Fall war.

Fußballerisch war es allerdings recht dünn, was die Borussen zeigten. »Wir haben gegen eine Mannschaft auf europäischem Topniveau gespielt«, sagte Daniel Farke anschließend. »Auf diesem Level ist es dann nicht immer der fließende Fußball, der die Leute reihenweise von den Sitzen hebt. Aber taktisch war es ein sehr gutes Spiel.« Die Borussen mussten sich aus Drucksituationen befreien und vor allem geschlossen in der Defensive arbeiten.

In der Bundesliga »wird nicht der Friedensnobelpreis verliehen«

»Der Gegner hatte sehr viel Ballbesitz und da musst du dann auch ein bisschen Leidensfähigkeit mitbringen. Bei so einer starken Mannschaft hast du immer Phasen, in denen du einfach gut verteidigen musst. Das haben wir in der ersten Halbzeit sehr gut gemacht«. Natürlich war auch Farke nicht entgangen, dass sein Team nur wenig Spielanteile hatte. »Wir hätten in der Spieleröffnung mehr Ballbesitz kreieren können und waren in ein, zwei Szenen etwas naiv. Ansonsten haben wir es im Umschalten nach vorne gut gemacht und den Elfmeter fantastisch herausgeholt«.

Der Coach monierte, dass es zu Beginn der zweiten Halbzeit keinen weiteren Elfmeter gegeben hat, nachdem Thuram erneut im Strafraum zu Fall gekommen war. »Dann führst du 2:0 und das Spiel ist durch. Und beim Gegentor war es eindeutig hohes Bein«. Dass seine Spieler gegen die kompromisslosen Spanier etwas zu brav waren, ist Farke nicht entgangen. »Darauf müssen wir in der Bundesliga achten. Dort wird nicht der Friedensnobelpreis verliehen, sondern man muss den Wettbewerb annehmen.«

»Wir brauchen noch die eine oder andere Alternative, um unseren Kader zu verstärken«

Die zweite Halbzeit empfand der Trainer als »zäh«. Weil Friedrich und Plea fehlten und zudem Kramer und Elvedi angeschlagen raus mussten, lief es etwas anders als geplant. »Einige mussten an ihr Limit gehen, die eigentlich gar nicht so lange spielen sollten«, so Farke. »Aber dann musst du Resilienz zeigen«, sagte der 45-Jährige und brachte damit einen seiner Lieblingsbegriffe in der Analyse unter. »Das Wichtigste ist, dass wir signalisiert haben, dass wir wettkampffähig sind«.

Allerdings gilt es vorzusorgen, denn die Wettbewerbsfähigkeit steht keineswegs auf einem festen Fundament. Ausfälle wie jetzt von Friedrich oder Plea sind nicht so einfach zu kompensieren. »Fakt ist, dass wir unsere besten Spieler so schnell wie möglich zurück brauchen«, so Farke. Vor allem Plea fehlte gegen Real Sociedad spürbar. »Wenn man sich im Kader umschaut, ist es nicht so, dass wir zig Alternativen haben, ihn adäquat zu ersetzen. Wir wissen um unsere finanziellen Möglichkeiten und sind realistisch. Aber unsere Optionen in der Offensive sind nicht so groß gesät, darum brauchen wir noch die eine oder andere Alternative, um unseren Kader zu verstärken«.

 

von Nadine Basten und Marc Basten

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