4. Spieltag CL: Borussia Mönchengladbach - Schachtar Donezk

4:0! Borussia lässt Donezk erneut keine Chance

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Nico Elvedi, Lars Stindl, Stefan Lainer, Florian Neuhaus und Breel Embolo feiern einen Treffer gegen Donezk (Foto: imago images / Horstmüller)

Mit einem überzeugenden 4:0 (3:0) Heimsieg über Schachtar Donezk bleibt Borussia Mönchengladbach Tabellenführer in der Gruppe B der Königsklasse. Stindl (FE), Elvedi, Embolo und Wendt trafen zu einem nie gefährdeten Erfolg der Fohlenelf.

Marco Rose nahm gegenüber dem Remis in der Liga gegen Augsburg am Wochenende zwei Veränderungen in der Startelf vor: Valentino Lazaro und Marcus Thuram begannen für Patrick Herrmann (Bank) und Hannes Wolf (erkrankt). Alassane Plea nahm nach überstandener COVID-19-Infektion auf der Bank Platz.

Von Beginn an entwickelte sich ein interessantes und sehenswertes Fußballspiel, weil beide Mannschaften den Ball haben wollten und spielerische Lösungen suchten. Es gab kaum lange Verzweiflungsschläge, sondern meist sehenswerte Kombinationen auf engstem Raum. Auch unter Bedrängnis sah das richtig gut aus – vor allem bei der Fohlenelf.

Thuram forciert den nächsten Elfmeter – Stindl verwandelt eiskalt

So wie in der 5. Minute, als sich Neuhaus ganz stark gegen drei Ukrainer durchsetzte und einen tollen Pass auf den in den Strafraum gestarteten Embolo spielte. Der Schweizer scheiterte aus kurzer Distanz an Torwart-Routinier Pyatov. Kurz darauf spielte Lainer einen schönen Pass auf Startelfdebütant Lazaro, der fast bis zur Grundlinie lief und den Ball dann flach in den Rückraum passte. Neuhaus kam aus zentral zum Abschluss, doch sein Schuss flog am Kasten vorbei (10.).

Sechs Minuten später belohnten sich die Borussen für die engagierte und konzentrierte Anfangsphase. Thuram passte auf links zu Stindl und startete in den Strafraum, während Stindl die Kugel klasse verarbeitete und mit einem Blitz-Steckpass zurück auf Thuram spielte. Kryvtsov setzte zu einer Grätsche an und traf Thuram am Fuß – der Elfmeterpfiff erfolgte prompt. Kapitän Stindl trat an und verwandelte souverän zum 1:0 für die Fohlenelf (17.).

Embolo im Pech – Elvedi trifft per Kopf

Die Führung gab den Borussen noch mehr Stabilität und sie ließen den Ball weiter sehr gefällig durch die eigenen Reihen laufen. Die Gäste versuchten es zwar, kamen aber nicht richtig in die Zweikämpfe. So gelang es den Borussen immer wieder, ihre spielerischen Qualitäten zu zeigen. Am Ende einer feinen Kombination über Lainer und Stindl zirkelte Embolo die Kugel aus 20 Metern an den Außenpfosten (21.), etwas später bereitete Neuhaus mit einer ganz starken Bewegung und einem gut getimten Pass für Embolo vor, der bedrängt von zwei Gegenspielern am Tor vorbei schoss (30.).

Kurz darauf gab es die nächste Chance für Embolo nach Pass von Neuhaus, doch erneut blieb der Schweizer glücklos – sein Schuss wurde zur Ecke geblockt. Diese führte dann zum zweiten Treffer: Stindl trat den Eckball an den kurzen Pfosten, wo Elvedi den Ball wuchtig per Kopf zum 2:0 in die Maschen beförderte (34.). Damit waren die Weichen auf Sieg gestellt, selbst wenn Donezk im ersten Durchgang sogar etwas mehr Ballaktionen hatte als die Fohlen. Doch die Ukrainer blieben vor dem gegnerischen Tor extrem schwach und mussten auf der anderen Seite noch vor dem Seitenwechsel den dritten Gladbacher Treffer ‚fressen‘.

Embolos Fallrückzieher sorgt für mehr als nur eine Vorentscheidung

Wendt brachte in der Nachspielzeit eine Freistoßflanke von rechts an den zweiten Pfosten, wo Bondar vor Ginter an den Ball kam, diesen jedoch per Kopfballbogenlampe in Richtung Embolo beförderte, der am rechten Eck des Fünfmeterraums lauerte. Torwart und Abwehrspieler sprangen Embolo entgegen, doch der Schweizer setzte zu einem artistischen Fallrückzieher an und beförderte die Kugel mit rechts zum 3:0 ins Tor (45.+1).

Das war natürlich schon mehr als nur eine Vorentscheidung. Entsprechend überschaubar ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Donezk kombinierte jetzt einen Hauch druckvoller und weil die Borussen sich weiter zurückzogen als zuvor, kamen die Gäste einige Male um den Strafraum herum in Position. Doch entweder verbaselten sie den letzten Pass oder aber die Gladbacher griffen zu – erst in der 72. Minute hatten die Gäste ihre erste richtige Chance, als Moraes das Außennetz traf.

Wendt schnippelt Freistoßflanke zum 4:0 ins lange Eck

Die Borussen agierten derweil mit angezogener Handbremse und leisteten sich den einen oder anderen einfachen Ballverlust, was jedoch nicht bestraft wurde. Mit dem Dreifachwechsel in der 69. Minute – Plea, Zakaria und Herrmann kamen für Embolo, Neuhaus und Lazaro – kam noch einmal frischer Wind. Die Gladbacher verlagerten das Spiel wieder mehr in die Hälfte der Gäste und sie legten sogar den vierten Treffer nach. Wendt brachte eine Freistoßflanke von rechts mit Schnitt in den Strafraum und da alle Spieler im Zentrum verpassten, prallte der Ball im langen Eck via Innenpfosten zum 4:0 ins Tor (77.).

Der Rest war dann ein besseres Auslaufen, wobei Donezk ganz zum Ende hin doch noch mal ein Lebenszeichen sendete. Ein von Wendt abgefälschter Schuss titschte aufs Tornetz und nach der folgenden Ecke platzierte Matviienko einen wuchtigen Kopfball, den Sommer mit einem überragenden Reflex parierte (89.). Und in der Nachspielzeit konnte sich der Goalie noch mal auszeichnen, als er einen Schuss von Tete über den Kasten lenkte. Am Ende blieb es beim klaren und auch in der Höhe verdienten 4:0-Erfolg für die Borussia, die damit in der Gesamtwertung gegen Schachtar Donzek 6 Punkte bei 10:0 Toren erreicht hat und weiter Tabellenführer der Gruppe B der Champions League bleibt.

Kurzstatistik zum Spiel:

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt – Kramer, Neuhaus (69. Zakaria) – Lazaro (69. Herrmann), Stindl (80. Bénes), Thuram (84. Traoré) – Embolo (69. Plea)

weiter im Kader: Grün (ETW), Sippel (ETW), Jantschke, Lang, Poulsen

Schachtar Donezk: Pyatov - Dodo, Kryvtsov, Bondar, Matviienko - Stepanenko, Marlos (70. Marcos Antonio), Alan Patrick (81. Maycon), Tete, Solomon (59. Fernando) - Junior Moraes

Tore: 1:0 Stindl (17.), 2:0 Elvedi (34.), 3:0 Embolo (45.+1), 4:0 Wendt (77.)

Gelbe Karten: Lazaro, Lainer – Stepanenko

Schiedsrichter: Cakir, Cüneyt (TR)

Zuschauer: -

 


von Marc Basten

 

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