14. Spieltag: Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach

1:0! Embolo sichert Arbeitssieg in Bielefeld

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Breel Embolo erzielte das Tor des Tages auf der Bielefelder Alm (Foto: imago images)

Trotz klarer Überlegenheit musste Borussia Mönchengladbach auf der Bielefelder Alm um den ersten Sieg im Jahr 2021 zittern. Breel Embolo erzielte den Treffer des Tages für die Fohlenelf, die zu wenig aus ihren Möglichkeiten machte.

Gegenüber dem Pokalspiel in Elversberg kurz vor Weihnachten veränderte Marco Rose die Startelf auf drei Positionen: Sommer, Neuhaus und Herrmann begannen für Sippel, Bénes und Wolf (alle Bank). Ramy Bensebaini gehörte nach überstandener Covid-19-Infektion erstmals wieder zum Kader und auch der zuletzt angeschlagene Alassane Plea stand im Aufgebot. Marcus Thuram fehlte gesperrt, Valentino Lazaro, der eigentlich für die Startelf vorgesehen war, musste kurzfristig mit Leistenproblemen passen.

Borussia war vom Anpfiff weg die klar bessere Mannschaft auf der Bielefelder Alm. Die Gastgeber zeigten erstaunlich viel Respekt vor den Fohlen und zogen sich weit in die eigene Hälfte zurück. Allerdings ließen sie den Borussen bei der Spielgestaltung sehr viel Raum, so dass der Ball teilweise wie am Schnürchen durch die Gladbacher Reihen lief.

Embolo trifft den Pfosten – Turmhohe Gladbacher Dominanz

Zwangsläufig führte die deutliche Überlegenheit der Borussen zu Möglichkeiten. Schon in der sechsten Minute hätten die Gladbacher in Führung gehen müssen. Nach einem langen Ball von Kramer verschätzte sich ein Bielefelder, Hofmann steckte den Ball fein durch auf Embolo, der mit dem ersten Kontakt mit rechts schoss – und den linken Pfosten traf. Beim Rebound fehlte dem Schweizer die Koordination, so dass er das Leder nicht mehr kontrolliert aufs Tor bekam.

Eine Minute später wurde ein Schuss von Embolo so gerade noch von Pieper mit dem Knie geblockt, kurz darauf fischte Bielefelds Keeper dem nach Embolo-Zuspiel durchgestarteten Herrmann den Ball vom Fuß (12.). Es war teilweise schon absurd, dass die Borussen die turmhohe Dominanz nicht in etwas Zählbares ummünzen konnten. Die Gladbacher ergötzten sich zeitweise regelrecht an ihrer fußballerischen Überlegenheit, aber sie ließen einmal mehr den Punch vermissen.

Borussia um Klassen besser, aber es steht nur 0:0

Nach einer halben Stunde war es erneut Embolo, der nach einem feinen Spielzug über Neuhaus und Hofmann eine Direktabnahme aus guter Position über den Kasten setzte. In mehreren Situationen war zudem die Strafraumbesetzung der Gladbacher so schlecht, dass vielversprechende Kombinationen einfach so verpufften. Eigentlich war ein mehrfacher Klassenunterschied zwischen Borussia und Bielefeld auszumachen – aber es stand weiter 0:0. Und fast wären die Gladbacher sogar richtig bedient gewesen, als Cordova in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs bei der ersten Bielefelder Chance nach einem Konter den Ball nur knapp am Tor vorbeischoss.

Nach dem Seitenwechsel beteiligte sich die Arminia aktiver an der Spielgestaltung, wodurch das Geschehen nicht mehr so extrem einseitig war, wie im ersten Durchgang. Die Borussen blieben zwar das bessere Team, hatten aber sichtlich mehr Mühe mit einem Gegner, der sich wehrte. Es war für die Fohlen längst nicht mehr so einfach, sich Chancen zu erspielen. Einen nennenswerten Abschluss hatte zunächst nur Embolo per Kopf nach Flanke Herrmann, als er nicht genug Druck hinter den Ball bekam (47.).

Endlich schließt Embolo konsequent ab

In der 58. Minute gelang Embolo dann der erlösende Führungstreffer. Gegen aufgerückte Bielefelder spielte Hofmann einen langen Pass in den Lauf von Embolo, der sich im Laufduell gegen Pieper stark durchsetzte und dann (endlich) konsequent und trocken abschloss – der Ball zischte unhaltbar flach ins Eck des Bielefelder Tores. Natürlich fiel bei den Gladbachern – allen voran bei Embolo – eine schwere Last ab. Dennoch gelang es erneut nicht, mit einem zweiten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen.

Herrmann hatte die Gelegenheit nach Zuspiel von Stindl, doch sein schwacher Heber stellte für Ortega kein großes Problem dar (59.). Etwas später nahm Herrmann einen Traumpass von Neuhaus mit dem ersten Kontakt gut mit, doch weil der zweite Kontakt leicht missriet, bekam er keinen kontrollierten Abschluss hin, so dass auch diese Gelegenheit verpuffte (68.). Und weil auch der starke Hofmann im gegnerischen Strafraum nicht zum Abschluss kam, als Pieper mit einem hochriskanten Einsteigen rettete (75.), wurde die Schlussphase für die Gladbacher mal wieder zu einer Zitterpartie.

Zum Glück waren die Mittel der Bielefelder arg beschränkt

Zum Glück für die Borussia waren die Mittel der Bielefelder arg beschränkt, so dass sich die Ostwestfalen trotz aller Bemühungen nur eine wirklich große Chance erspielen konnten. Der eingewechselte Yabo zog nach einer abgewehrten Ecke aus dem Rückraum ab und Ginter lenkte den Ball per Kopf über den Querbalken – der Schuss wäre wohl drin gewesen (83.). Mit wackeligen Knien brachten die Gladbacher schließlich den knappen Vorsprung über die Zeit und konnten den Pflichtsieg in Bielefeld eintüten. Sie hätten es sich allerdings viel einfacher machen können.

Kurzstatistik zum Spiel:

Arminia Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, van der Hoorn, de Medina (71. Lucoqui ) - Prietl (88. Maier), Hartel (71. Schipplock), Doan, Gebauer (52. Yabo) - Klos, Cordova (52. Kunze)

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt (85. Bensebaini) – Kramer, Neuhaus (77. Zakaria) – Herrmann (85. Wolf), Stindl, Hofmann – Embolo (64. Plea)

weiter im Kader: Sippel (ETW), Beyer, Jantschke, Bénes

Tore: 0:1 Embolo (58.)

Gelbe Karten: de Medina, Ortega – Neuhaus

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

Zuschauer: -

 


von Marc Basten

 

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