Sonntagsspiel in Hamburg

Augen zu und durch

von von Marc Basten
Tony Jantschke im Duell mit Bobby Wood beim Pokalspiel (Foto: Stuart Franklin / Bongarts / Getty Images)

Tony Jantschke im Duell mit Bobby Wood beim Pokalspiel (Foto: Stuart Franklin / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach unterbricht nach Teil 2 der ›Schalke-Trilogie‹ das Programm und spielt zur Abwechslung mal wieder im Hamburger Volksparkstadion (Sonntag, 17.30 Uhr). Es wird ein Kraftakt.

Niemandem ist entgangen, dass den Gladbacher Borussen am Donnerstag auf Schalke in der Endphase der Sprit auszugehen drohte. Doch mit etwas Glück und einem starken Yann Sommer retteten die Fohlen das Unentschieden. Nötig wäre jetzt etwas Zeit, um den Tank aufzufüllen, doch die sieht der Spielplan nicht vor.

Am Samstag nach dem Abschlusstraining machte sich der Fohlentross auf zur nächsten Dienstreise. Das Ziel ist, wie schon vor elf Tagen, das Hamburger Volksparkstadion. Der ›Dreierpack‹ in Meisterschaft und Europa League gegen Schalke wurde vom Pokalspiel in Hamburg eingeleitet und wird jetzt mit dem Meisterschaftsspiel an der Elbe unterbrochen.

Im Pokal zeigten die Borussen, dass sie in Hamburg bestehen können. Nichtsdestotrotz war es eine knappe Angelegenheit und die wird es mit Sicherheit auch am Sonntag werden. Die Vorzeichen haben sich dabei nur um Nuancen verschoben. Der Erfolg im Pokal und die Spiele gegen Schalke geben den Borussen Selbstvertrauen, sie haben allerdings auch mächtig ›Körner‹ gekostet. Der HSV konnte das Ausscheiden verarbeiten und will nun ausgeruht die wichtigen Punkte im Abstiegskampf holen.

Auf Schalke wirkte das Gerüst instabiler

Auch wenn Dieter Hecking das Thema Belastung bewusst kleinredet, ist es damit nicht vom Tisch. Auf Schalke, wie erwähnt, waren am Ende die Verschleißerscheinungen offensichtlich. Ein Freund der großen Rotation ist Hecking nicht, die erzwungenen Umstellungen am letzten Donnerstag zeigten, warum. Erstmals musste er mit Christensen (verletzt) und Kramer (gesperrt) gleich zwei Spieler der Achse ersetzen, wodurch das zuletzt so feste Gerüst deutlich instabiler wirkte.

In Hamburg wird Christoph Kramer wieder zur Verfügung stehen, bei Andreas Christensen wird es vermutlich noch nicht reichen. An der Achse wird Hecking daher freiwillig nichts weiter ändern wollen. Rotation wird wahrscheinlich wieder nur auf den offensiven Außenbahnen stattfinden - also in bewährter Manier.

Aytekin pfiff auch das 3:2 in Leverkusen

Für die Borussen geht es daher im Volkspark nach dem Motto ›Augen zu und durch‹ zur Sache. Die guten Ergebnisse beflügeln und sollten dem einen oder anderen über die müden Beine hinweghelfen. Gleichwohl wird niemand in den Schongang zurückschalten können. Die Grundlage der Serie in den letzten Wochen war immer ein Maximum an Laufbereitschaft und mannschaftlicher Geschlossenheit. Das muss auch weiterhin abgerufen werden - so schwer es auch fallen mag.

Geleitet wird die Partie in Hamburg von Deniz Aytekin, der unter der Woche das schon jetzt legendäre 6:1 von Barcelona gegen Paris pfiff. Der Referee ist nicht unbedingt als Gladbach-Freund bekannt, seine Ansetzung könnte dennoch ein gutes Omen sein. Zuletzt spielte Borussia unter seiner Leitung in Leverkusen - das 3:2 nach 0:2 Pausenrückstand war das Signal für die anschließende und immer noch anhaltende Erfolgsserie. Aytekin pfiff damals stark. Eine Wiederholung - inklusive eines Gladbacher Auswärtssieges - wäre angebracht.

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