Borussia tritt bei Schalke 04 an

Aller guten Dinge sind drei

Created by von Marc Basten und Nadine Basten
André Schubert freut sich auf Schalke (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

André Schubert freut sich auf Schalke (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Zweimal hat Borussia Mönchengladbach in dieser Saison Schalke 04 bereits geschlagen. Am Freitag (20.30 Uhr) soll in der ausverkauften Gelsenkirchener Arena der dritte Streich folgen.

Gerne erinnert man sich bei Borussia Mönchengladbach an den vergangenen Oktober, als es zunächst im Borussia-Park und drei Tage später in der Gelsenkirchener Arena den „Schalker-Doppelpack“ gab. Dem 3:1 in der Liga im Heimspiel folgte ein 2:0 auswärts im Pokal. Nur die schlimme Verletzung von André Hahn trübten die Blau-Weißen Feiertage der Fohlenelf.

Was also sollte dagegen sprechen, dass am Freitagabend der dritte Streich gegen Schalke folgt? »Wir dürfen nicht vergessen, dass wir damals im Pokal in der ersten Halbzeit nur mit viel Glück einen Rückstand vermeiden konnten«, sagte André Schubert am Mittwoch. »Auch unter dem Aspekt betrachten wir das Spiel am Freitag«.

Für Schubert zählt daher viel mehr das Hier und Jetzt. »Wir wollen an unsere Leistung gegen Frankfurt anknüpfen, auch wenn Schalke nochmal eine andere Hausnummer als die Eintracht ist«.

Zudem reitet sein Team nicht mehr auf der Erfolgswelle des Herbstes, sondern hat aktuell eine miese Punktbilanz auf gegnerischen Plätzen. In den letzten sechs Auswärtsspielen gab es nur zwei Remis und vier Niederlagen. »Es wäre natürlich schön, wenn wir mal wieder aus der Fremde was mitnehmen würden«, sagte Schubert.

Wobei er von einer grundsätzlichen Problematik nichts wissen will. »Wir haben zuletzt auch auswärts gut gespielt, uns dafür aber nicht belohnt«, so der 44-Jährige. Deshalb ist die Marschrichtung auf Schalke klar: »Ich erwarte, dass wir genauso mutig wie in den letzten Wochen spielen. Es gilt, die Fehler weiter zu minimieren, dem Gegner es möglichst schwer zu machen Tore zu erzielen und darüber hinaus weiter so gut nach vorne zu spielen wie bisher«.

Dass die Partie in der Gelsenkirchener Arena richtungsweisende Bedeutung hat, ist den Beteiligten klar. »Es ist ein sehr wichtiges Spiel bei einem unmittelbaren Konkurrenten«, so Schubert. »Die Spiele werden nicht mehr und du musst schauen, dass du dich gut positionierst. Dennoch wird am Wochenende nicht entschieden, auf welchem Tabellenplatz wir am Ende der Saison stehen«.

Gleichwohl könnte ein Erfolg auf Schalke (aktuell einen Punkt hinter Borussia) vor der Oster-Länderspielpause und dem dann folgenden Topspiel gegen Hertha (momentan drei Punkte vor Borussia) entscheidenden Rückenwind geben.

Dass es in Gelsenkirchen ein kompliziertes Spiel werden wird, ergibt sich schon alleine aus der Tatsache, dass Schalke auch in dieser Saison nur in einer Sache beständig ist: In seiner Unbeständigkeit. Quasi wöchentlich wechselt die Einschätzung zwischen Trümmertruppe und Überfliegern. Trainer André Breitenreiter pendelt ebenso zwischen den Extremen. Mal ist er der ideale, weil so bodenständige, Mann für den Klub aus dem Pott, kurz darauf werden offen Diskussionen über einen Nachfolger geführt. Weil Breitenreiter doch eher der 80er-Jahre Trainer mit Paderborner Provinzgeruch sei und nicht der moderne Visionär.

So ist Schalke, wie schon Frankfurt am letzten Wochenende, für die Gladbacher eine Art Wundertüte. »Ich bin gespannt, wie sich der Gegner aufstellt«, sagte André Schubert. Genauso gespannt darf man sein, mit welcher Einstellung Schalke das Spiel angehen wird.

Bei der Gladbacher Aufstellung dürfte sich der Überraschungsfaktor derweil in Grenzen halten. Es gibt kaum einen Grund für Schubert, etwas zu verändern. Zumal die zuletzt angeschlagenen Xhaka und Nordtveit am Mittwoch wieder trainieren konnten. »Granit hatte keine Probleme mehr mit dem Oberschenkel«, vermeldete Schubert. Bei Nordtveit müsse man schauen, »ob es eine Reaktion auf die Trainingsbelastung gibt«. Beide sollten normalerwiese Freitag bereit sein.

Das gilt mit Einschränkungen auch für André Hahn. Zwanzig Minuten sollten drin sein, sagte sein Trainer am letzten Wochenende. Ein Kurz-Comeback (ausgerechnet) gegen Schalke wäre eine feine Sache.

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