33. Spieltag: 1.FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach

4:0! Borussia nutzt die Chance in Nürnberg

von 33. Spieltag: 1.FC Nürnberg - Borussia Mönchengladbach

Borussia Mönchengladbach spielt nach dem 4:0 in Nürnberg nächstes Jahr international (Foto: Christof Stache / Bongarts / Getty Images)

Mit 4:0 (0:0) siegte Borussia Mönchengladbach am Samstag beim 1. FC Nürnberg und hat damit die Europa-League-Qualifikation sicher. Platz 4 ist nach Toren von Drmić, Hazard, Zakaria und einem Nürnberger Eigentor greifbar, weil auch die Konkurrenz mitspielte.

Dieter Hecking nahm in seinem letzten Auswärtsspiel als Trainer der Fohlenelf gleich vier Veränderungen gegenüber dem Remis gegen Hoffenheim vor einer Woche vor: Für Herrmann (Oberschenkelzerrung), Jantschke, Strobl und Plea (alle auf der Bank) begannen Kramer (nach Gelbsperre), Traoré und Drmic.

Borussia kam relativ gut in die Partie und hatte in der 7. Minute eine erste Möglichkeit. Hazard verlagerte auf Traoré, der in den Lauf von Zakaria passte. Der Schweizer lief von halbrechts in den Strafraum und schoss knapp am langen Pfosten vorbei (7.). Zwei Minuten später wurde ein Schussversuch von Drmić im Strafraum nach Vorarbeit von Neuhaus geblockt.

Borussia verfällt in einen gefährlichen Trott

Nach dem soliden Beginn verflachte das Spiel der Fohlenelf zusehends. Nürnberg bekam mehr Zugriff, ohne allerdings gefährlich zu werden. Die Borussen verfielen derweil in den gefährlichen Trott aus fehlendem Tempo, mangelnder Tiefe und Nachlässigkeiten hinten wie vorne. Zum Glück für die Fohlenelf war Nürnberg absolut ungefährlich - nur kurz vor dem Pausenpfiff wurde es einmal brenzlig, als sich Ginter im letzten Moment in einen Schuss von Behrens warf.

Zur zweiten Halbzeit löste Hofmann den verwarnten Neuhaus (5. Gelbe Karte) ab. Nürnberg gab durch Kerk einen eher harmlosen Schuss in die Arme von Sommer ab (47.), während die Borussen augenscheinlich im gleichen Trott weiter zuckelten, wie vor dem Seitenwechsel. Derweil tat sich auf den anderen Plätzen einiges. Stuttgart bog auf die Siegerstraße ein, was wiederum den Nürnberger Abstieg besiegeln würde, egal was der Club gegen Gladbach macht. Gleichzeitig legte Borussias Konkurrenz um Europa eine Fehlzündung nach der nächsten hin, so dass der Weg nach Europa geebnet war.

Josip Drmić wird zum Türöffner

Doch die Borussen machten keine Anstalten, diesen Weg einzuschlagen. Bis zur 56. Minute. Da startete Beyer energisch über rechts und passte auf Hofmann. Der wiederum bediente Drmić mit einem feinen Steckpass, den dieser mit der rechten Pike an Nürnbergs Keeper vorbei ins Eck spitzelte. Ein Treffer, der wahrlich nicht in der Luft lag - Josip Drmić sorgte für den Türöffner.

Als auf der anderen Seite eine abgefälschte Freistoßflanke von Kerk an Freund und Feind vorbei durch den Gladbacher Strafraum tickelte und versandete, war es um Nürnberg geschehen. Kurz darauf spielte Zakaria auf Drmić, der auf Traoré ablegte. Der zog den Ball scharf vors Tor, wo Mühl das Leder aus fünf Metern unglücklich ins eigene Netz bugsierte (63.).

Nach hinten heraus wird es eine klare Sache

Das war schon mehr als eine Vorentscheidung und zwei Minuten später war der Deckel endgültig drauf. Zakaria behauptete den Ball, spielte auf Traoré, der mit starker Bewegung an seinem Gegenspieler vorbeizog. Die Hereingabe schob der freistehende Hazard aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Linie (65.).

Der Widerstand auf Nürnberger Seite war längst gebrochen, die Borussen ließen nun Ball und Gegner laufen. Während die Clubberer bis auf einen Drehschuss von Ishak, der knapp am Tor vorbeiflog (74.), nichts mehr zustande brachten, gelang den Borussen noch der vierte Treffer. Drmić flankte von rechts, Hofmann verpasste in der Mitte, doch am zweiten Pfosten kontrollierte Hazard den Ball und passte klug in den Rückraum zu Zakaria. Der Schweizer nahm aus 16 Metern Maß und schob das Spielgerät mit dem Innenrist überlegt zum 4:0-Endstand ins Eck (80.).

Platz 7 ist sicher, die Champions League ist weiter in Reichweite

Borussia feierte anschließend einen klaren Auswärtssieg, nach dem es in der ersten Stunde ganz und gar nicht ausgehen hatte. Und weil die Konkurrenz mitspielte, ist der Fohlenelf zumindest Platz 7 nicht mehr zu nehmen. Aber auch der sechste Tabellenplatz wird nur bei einer hohen Niederlage gegen Dortmund und einem gleichzeitigen Kantersieg von Wolfsburg gegen Augsburg noch in Gefahr geraten. Viel interessanter ist der Blick nach oben: Zumindest bis Sonntag, wenn Frankfurt gegen Mainz antritt, stehen die Fohlen auf Platz 4.

Kurzstatistik zum Spiel:

1. FC Nürnberg: Mathenia - Bauer, Margreitter, Mühl, Leibold - Erras - Löwen (79. Knöll), Behrens - Misidjan (73. Petrak), Kerk (61. Tillman) - Ishak

Borussia Mönchengladbach: Sommer – Beyer, Ginter, Elvedi, Wendt – Neuhaus (46. Hofmann), Kramer (78. Strobl), Zakaria – Traoré (72. Plea), Drmic, Kramer

weiter im Kader: Sippel (ETW), Jantschke, Lang, Cuisance

Tore: 0:1 Drmić (56.), 0:2 Mühl (ET/63.), 0:3 Hazard (66.), 0:4 Zakaria (80.)

Gelbe Karten: - Neuhaus (5.), Beyer

Schiedsrichter: Frank Willenborg

Zuschauer: 49.923 (ausverkauft)

 


von Marc Basten

 

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