Gegneranalyse

Gegneranalyse | Forechecking: FC Augsburg

von Gegneranalyse | Forechecking: FC Augsburg

Augsburgs Trainer Manuel Baum ist mit seiner Mannschaft in einer prekären Situation (Foto: Christian Kaspar-Bartke / Bongarts / Getty Images)

Nach dem erfolgreichen Start in die Rückrunde steht am Samstag das erste Heimspiel im Jahr 2019 an. Dabei kommt mir dem FC Augsburg ein Gegner an den Niederrhein, der aktuell in einer Krise steckt.

Für den FCA war der Start in das neue Jahr alles andere als ein Erfolg. Wollte man doch im Winter neue Kraft tanken und an einigen Stellschrauben drehen, damit der Tabellenfünfzehnte in der Rückrunde einiges besser machen kann. Am vergangenen Wochenende musste man jedoch feststellen, dass auch das erste Spiel im neuen Jahr alte Probleme offenbarte.

Das Heimspiel gegen die Fortuna aus Düsseldorf endete mit einer 1:2-Niederlage. Was dabei vor allem auffiel, war die fehlende defensive Stabilität. Gerade das Abwehrverhalten ist in diesem Jahr die Achillesferse der Augsburger. Zwei Kontergegentore führten zum Sieg der Düsseldorfer und ließen eine Diskussion über das grundsätzliche Defensivverhalten aufkommen.

Trainer Manuel Baum weiß was er verändern muss, doch ist dies in der Theorie deutlich einfacher als in der Praxis. Hinzu kommen verletzungsbedingte Ausfälle gerade von Defensivspielern. Im Spiel gegen Düsseldorf verletzte sich nun auch noch Rechtsverteidiger Raphael Framberger. Der junge Abwehrspieler zog sich einen Kreuzbandriss zu und fällt für den Rest der Saison aus. Für das Spiel gegen die Fohlen steht zudem ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Abwehrchef Jeffrey Gouweleeuw. Dafür steht Mittelfeldspieler Rani Khedira nach abgesessener Gelbsperre wieder zur Verfügung.

Auch wenn die Augsburger die letzten neun Partien nicht gewinnen konnten, so sind sie erfahrungsgemäß ein sehr unangenehm zu bespielender Gegner, gerade auch für die Fohlenelf. Ausschlaggebend dafür ist das System und die Spielweise von Trainer Baum. Die Grundformation ist ein 4-2-3-1, das sehr offensiv ausgelegt ist bzw. durch ein hohes Pressing geprägt wird. Gerne wird die Grundformationen auch mal zu einem 4-3-3, um den Gegner situativ noch mehr unter Druck setzen zu können.

Grundsätzlich ist Augsburg besser, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt

Die Herangehensweise der Augsburger hat in den letzten Spielen nicht wirklich gegriffen. Zu Beginn der Saison ließ man trotz guter Leistung noch viele Punkte unglücklich liegen, zuletzt waren die Niederlagen oft selbst verschuldet. Gerade im Spiel gegen Düsseldorf wurde deutlich, dass vor allem das hohe Pressing und das Hinterherjagen nach jedem Ball einfach zu viel Energie kostet und die Augsburger somit zum Ende der Partie alle Körner verbraucht haben. Dies führte auch zu den späten Kontergegentoren gegen Wolfsburg und Düsseldorf.

Doch es gibt nicht nur Probleme beim Team von Manuel Baum. Natürlich verfügt der FC Augsburg auch über Stärken und darf keinesfalls unterschätzt werden. Mit dem Österreicher Michael Gregoritsch und dem Isländer Alfred Finnbogason hat der FCA zwei Offensivspieler, die immer für gefährliche Aktionen und Tore sorgen können. Mit Linksverteidiger Philipp Max haben die bayerischen Schwaben einen Spieler, der seit Jahren ein top Vorlagengeber ist. Max ist auch immer wieder beteiligt, wenn es um Standardsituationen geht. Seine Flanken finden regelmäßig Abnehmer in der Mitte und führen nicht selten zu Toren nach Eckbällen oder Freistößen.

Auch wenn das Team von Trainer Dieter Hecking der klare Favorit ist, ein Spaziergang wird das Spiel gegen Augsburg mit Sicherheit nicht. Der FCA ist grundsätzlich besser, als es der aktuelle Tabellenplatz aussagt und für Borussia wird es darauf ankommen, konzentriert und mit der nötigen Geduld zu Werke zu gehen.

Voraussichtliche Aufstellung FC Augsburg:

Kobel - Schmid, Danso, Hinteregger, Max - Baier, Khedira - Hahn, Gregoritsch, Richter – Finnbogason

 


von Niklas Kirchhofer

 

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