Ernüchterung bei den Borussen

Niederlage in Berlin - Yann Sommer: »Das tut weh«

von Ernüchterung nach Pleite

Yann Sommer musste in Berlin gleich viermal den Ball aus dem Netz holen - kein schöner Tag (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Nach einem ordentlichen Saisonstart musste die Borussia nun die erste Saisonniederlage einstecken. Vor allem in der Defensive ließ die Leistung in Berlin zu wünschen übrig. Nach der Partie suchte Torhüter Yann Sommer nach Erklärungsansätzen für den Rückschritt.

In den vergangenen drei Spielen war Yann Sommer das I-Tüpfelchen auf einer ordentlichen defensiven Leistung der Borussia. Mehrmals konnte der Schweizer mit Paraden glänzen, doch auch der gesamte Abwehrverbund machte über weite Strecken einen guten Job. Gegen die Hertha folgte dann jedoch der Leistungseinbruch.

»Wir haben es heute defensiv als Mannschaft nicht gut gemacht«, so der Keeper nach der ernüchternden 2:4-Niederlage in Berlin. »Die vier Gegentore sind viel zu einfach gefallen. Das tut weh.« Mehr als drei Mal musste der Schweizer Nationalkeeper zuletzt im April in München beim 5:1 gegen die Bayern hinter sich greifen.

Wie Sommer wirkte auch die gesamte Mannschaft bedrückt und ratlos nach dem Schlusspfiff. »So direkt nach dem Spiel habe ich nicht wirklich eine Erklärung dafür«, sagte der Goalie, der mit drei Glanzparaden seine Mannschaft vor einer höheren Klatsche bewahrte.

»Es war zu einfach für Hertha, zwischen die Linien zu kommen«, analysierte er. »Jede Flanke war eine Großchance für sie. Wir waren zu weit auseinander, kamen wenig in die Zweikämpfe rein. Defensiv haben wir das heute einfach nicht gut gemacht und das ist sehr schade.«

»Wir haben einfach keine Lösung gefunden«

Dabei waren die Berliner zwar kein leichter Gegner, aber sicherlich auch nicht unschlagbar. »Hertha hat sehr viel Qualität und Selbstvertrauen. Es war nicht einfach gegen die zu verteidigen, trotzdem haben wir es heute einfach nicht gut gemacht.«

Zur Pause gab es einen Doppelwechsel und auch das System wurde im Verlauf der zweiten Halbzeit modifiziert, doch der Plan ging nicht auf. »Es ist uns nicht gelungen, im Spiel unsere Fehler zu korrigieren«, gestand Sommer. »Wir haben einfach keine Lösung gefunden.«

Für das kommende Spiel am Mittwoch gegen Frankfurt sollten die Borussen aber eine Lösung parat haben, sodass man anstatt von einem Leistungseinbruch nur noch von einem Ausrutscher sprechen muss.

 


von Nadine Basten

 

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