Yukhym Konoplia wird Borussia Mönchengladbach mindestens zwei Monate fehlen und daher werden die Borussen auf der Position des Rechtsverteidigers nochmals nachlegen. Wie Sky berichtet, wird Daiki Hashioka die Japan-Fraktion in Gladbach vergrößern. Der 27-Jährige von Slavia Prag soll für ein Jahr mit Kaufoption ausgeliehen werden.
Wie Sky meldet, haben sich Borussia und Slavia entsprechend geeinigt. Hashioka soll am Donnerstag den Medizincheck in Gladbach absolvieren und alsdann den Vertrag unterschreiben. Er dürfte dann spätestens ab Sonntag mit der Mannschaft im Trainingslager in Rottach-Egern auf dem Platz stehen.
Ausbildung bei den Urawa Red Diamonds
Daiki Hashioka gehört zu jenen japanischen Defensivspielern, deren Werdegang exemplarisch für den europäischen Aufstiegsweg asiatischer Talente steht. Am 17. Mai 1999 im Tokioter Vorort Urawa geboren, wurde der heute rund 184 Zentimeter große Rechtsverteidiger bei den Urawa Red Diamonds ausgebildet, einem der traditionsreichsten Klubs Japans. Zwischen 2017 und 2021 sammelte er dort in der ersten japanischen Liga 74 Pflichtspieleinsätze und steuerte vier Treffer bei, ehe der Verein mit ihm das Finale der AFC Champions League erreichte und 2018 den Kaiserpokal gewann.
Den Sprung nach Europa wagte Hashioka Ende 2021, als er zunächst leihweise und ein Jahr später fest zum belgischen Erstligisten Sint-Truidense VV wechselte. In gut zwei Jahren an der Beneleylaan entwickelte er sich zu einer festen Größe im belgischen Oberhaus und kam auf über 80 Ligaeinsätze, bei denen er sowohl offensiv als auch defensiv überzeugte. Diese konstanten Leistungen öffneten ihm im Januar 2024 die Tür zur Premier League: Luton Town verpflichtete ihn für die entscheidende Rückrunde im Abstiegskampf, den die Hatters am Ende jedoch nicht gewinnen konnten. Trotz des Falls in die Championship blieb Hashioka gefragt und bestritt insgesamt rund 20 Pflichtspiele für den englischen Klub.
Nationalspieler, aber nicht bei der WM
Im Sommer 2025 folgte der nächste Karriereschritt nach Mitteleuropa: Slavia Prag sicherte sich seine Dienste und band ihn mit einem Vertrag bis 2029 langfristig an sich. Um weiter regelmäßig Spielpraxis zu sammeln, schickte ihn der tschechische Meister anschließend auf Leihbasis zurück nach Belgien zum KAA Gent, wo er auf seiner angestammten rechten Abwehrseite auflief. Auch auf internationaler Bühne hat sich Hashioka etabliert: Sein Debüt in der japanischen A-Nationalmannschaft feierte er Ende 2019, ergänzt durch einen Kadereinsatz bei den Olympischen Heimspielen 2021 in Tokio, und bringt es inzwischen auf knapp ein Dutzend Länderspieleinsätze. Für die WM 2026 wurde er allerdings nicht nominiert.
von Redaktion TORfabrik.de

