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Schmerzvolles Länderspiel für Embolo

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Breel Embolo - starkes Länderspiel mit schmerzhaftem Ende (Archivfoto: TORfabrik.de)

Beim Aufeinandertreffen der Schweiz mit Deutschland in der Nations League machte Breel Embolo ein starkes Spiel, doch zwanzig Minuten vor Schluss musste er verletzt vom Platz. Ausgerechnet Matthias Ginter hatte ihn erwischt.

Dass Corona den Spielplan in der Fußballwelt durcheinandergebracht hat, ist keine Neuigkeit. Während auf der einen Seite die ‚alten‘ Wettbewerbe erst vor ein paar Wochen beendet wurden, geht es jetzt im Frühherbst wieder los mit der neuen Saison. Inklusive eines gequetschten Spielplans mit extremen Belastungen - vor allem für die Nationalspieler.

Denn die Länderteams spielen ja bekanntlich noch in dieser eigenartigen Nations League. Deren Sinnhaftigkeit war schon vor Corona nicht zu erkennen – und jetzt erst recht nicht. So wurden die Profis in diesen Tagen aus der Vorbereitung ihrer Vereine gerissen und mussten Pflichtländerspiele bestreiten. Die Gladbacher Sommer, Elvedi und Embolo trafen dabei in Basel auf den Kollegen Ginter, zudem durften sich Lang und Neuhaus auf der zur Ersatzbank umfunktionierten Tribüne begrüßen.

Ginter mit Assist – Sommer fehlten ein paar Zentimeter – Elvedi hatte den Siegtreffer auf dem Fuß

Elvedi und Ginter – Borussias Innenverteidigerduo – spielten jeweils in der Dreierkette ihres Teams auf der rechten Seite. Elvedi machte ein solides Spiel, zeigte sich einige Male präsent im Laufduell gegen Timo Werner und hatte im zweiten Durchgang aus dem Spiel heraus sogar die Großchance zum Schweizer Sieg – doch er verzog freistehend. Sein Pendant Ginter zeigte sich vor allem in der ersten Halbzeit aktiv auf dem Weg nach vorne und bereitete - mit etwas Glück – den Führungstreffer der DFB-Elf durch Gündogan vor.

Bei diesem Tor sah wiederum Yann Sommer zwischen den Pfosten des Schweizer Gehäuses nicht so gut aus – ihm fehlten beim platzierten, aber nicht harten Schuss von Gündogan schlichtweg zehn Zentimeter Körperlänge. Ansonsten war der Goalie aber immer zu Stelle, wenn es brenzlig wurde – was vor allem vor der Pause der Fall war. Nach dem Wechsel brachte die Mannschaft von Jogi Löw nur noch wenig Konstruktives auf den Platz.

Embolo mit starkem Spiel und bitterem Ende

Dagegen machte Breel Embolo sowohl vor dem Seitenwechsel als auch danach auf sich aufmerksam. Der Borusse war der auffälligste Schweizer Offensivspieler und bereitete den Ausgleich vor. Embolo beschäftigte die deutschen Abwehrspieler mit seiner Körperlichkeit, gefiel aber auch mit gutem Passspiel. Einige Male kreuzten sich seine Wege mit denen von Matthias Ginter – was zwanzig Minuten vor Schluss richtig schmerzhaft enden sollte.

Embolo war in Höhe der Mittellinie mit Ball unterwegs und Ginter grätschte dazwischen. Dabei traf er zwar den Ball, erwischte aber auch Embolo am Unterschenkel, der sich zudem das Sprunggelenk verdrehte. Das Einsteigen von Ginter wurde zurecht als Foul geahndet, war jedoch keinesfalls brutal oder bösartig. Eine unglückliche Aktion – allerdings mit Konsequenzen. Für Embolo war das Spiel gelaufen und auch wenn noch keine Diagnose bekanntgegeben wurde, könnte sich das auf den Pflichtspielstart am kommenden Wochenende auswirken. Es wäre eine bittere Pointe dieser fragwürdigen Länderspiele, wenn ausgerechnet ein Gladbacher die Gladbacher Personalprobleme im Angriff verschlimmert hätte.

 


von Marc Basten

 

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