Es war in den letzten Tagen kaum mehr ein Geheimnis, nun ist es offiziell: Rocco Reitz verlässt Borussia Mönchengladbach am Saisonende und schließt sich RB Leipzig an. Der 23-jährige Mittelfeldspieler, der seit seinem sechsten Lebensjahr für die Borussia spielt, beendet damit eine 17-jährige Zugehörigkeit zum Klub. In Leipzig unterschreibt er einen Vertrag bis 2031.
Die Ablöse bewegt sich inoffiziellen Angaben zufolge inklusive Bonuszahlungen jenseits der 20-Millionen-Euro-Marke – und damit unter der im Vertrag festgeschriebenen Ausstiegsklausel von 25 Millionen Euro. Für Gladbach hat die frühe Einigung dennoch einen entscheidenden Vorteil: Der Sockelbetrag soll als Einmalzahlung fließen, was die Planungssicherheit für die kommende Transferperiode deutlich erhöht.
Sportchef Rouven Schröder ordnet den Deal in der Klubmitteilung entsprechend ein: »Die Ablösesumme, die wir für Rocco erhalten werden, ist die höchste, die Borussia je für einen selbst ausgebildeten Spieler generieren konnte. Der frühe Zeitpunkt der Einigung hilft uns sehr bei unseren Planungen.« Gleichzeitig hat Schröder keine Zweifel daran, dass Reitz bis zum letzten Spieltag alles geben wird: „Dass Rocco bis zum Ende der Saison alles in seiner Macht stehende tun wird, um unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen, darüber kann es angesichts seines Charakters und seiner Vita keinen Zweifel geben.«
Reitz selbst beschreibt den Abgang als eine alles andere als einfache Entscheidung: »Natürlich kann ich verstehen, dass der eine oder andere meinen Entschluss, den Verein zu verlassen, nicht nachvollziehen kann. Diese Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Ich kann versprechen, dass ich mich in jedem verbleibenden Spiel mit allem, was ich habe, zerreißen werde – vor allem im Derby jetzt am Wochenende.«
Auf Leipziger Seite ist die Freude über den Transfer groß. Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer bezeichnet Reitz als »unseren absoluten Wunschspieler für das zentrale Mittelfeld« – eine Position, die durch den bevorstehenden Abgang von Xaver Schlager neu besetzt werden muss. Schäfer betont dabei nicht nur die athletischen Qualitäten des Neuzugangs – Sprints, intensive Läufe, Topgeschwindigkeit, ligaweit stets unter den Besten –, sondern hebt auch seine Spielübersicht, Mentalität und Führungsstärke hervor. Als »Bindeglied zwischen Defensive und Offensive« soll Reitz eine zentrale Rolle im Leipziger Spiel übernehmen.
von Redaktion TORfabrik.de

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