Ein Spiel Sperre

Rocco Reitz bei seinem wohl letzten Derby dabei

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Rocco Reitz (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Rocco Reitz wird Borussia Mönchengladbach am Freitag gegen den FC St. Pauli gesperrt fehlen. Das DFB-Sportgericht verzichtete jedoch erwartungsgemäß auf eine längere Sperre für Borussias Kapitän. Im Derby am übernächsten Wochenende ist Reitz wieder dabei.

Ein Spiel Sperre – so hat das DFB-Sportgericht im Fall Rocco Reitz entschieden. Der Mittelfeldspieler war am Freitag in München wegen einer vermeintlichen Notbremse vom Platz geflogen, wobei die Beurteilung des Zweikampfs in der Gesamtbetrachtung durchaus strittig war. Doch Schiedsrichter und VAR hatten die Situation als Foul und Verhinderung einer Torchance gewertet – und so gab es Elfmeter für die Bayern und die Rote Karte für Reitz.

Auch weil Musiala den Elfmeter verwandelt hatte, blieb das Sportgericht bei einer Sperre von einem Spiel – das ist das Mindestmaß, sofern nicht nachträglich anerkannt wird, dass die Rote Karte völlig unberechtigt war. Für Reitz bedeutet das, dass er am Freitagabend im Abstiegskracher gegen St. Pauli nur Zuschauer ist, aber im Derby in Köln wieder auflaufen kann.

Der „Bilderbuch-Borusse" ausgerechnet zum RB-Konstrukt?

Derweil mehren sich die Anzeichen, dass die Partie in Müngersdorf das letzte Derby für den Ur-Gladbacher Reitz sein wird. Erstaunlich viele Informationen werden derzeit an die Medien durchgestochen, wonach sich Reitz mit RB Leipzig über einen Wechsel im Sommer einig sei. Dass der Gladbacher in seinem Vertrag eine Ausstiegsklausel verankert hat, gilt ebenfalls als gesicherte Tatsache. Warum das Thema bereits jetzt hochkocht, ist nicht ganz klar – für Reitz und die Borussia ist das jedenfalls alles andere als ideal.

Für Reitz ist die Situation belastend, weil viele Fans enttäuscht reagieren, dass es den „Bilderbuch-Borussen" ausgerechnet zum RB-Konstrukt zieht. Dass nun von RB-Seite lanciert wird, die festgeschriebene Ablöse drücken zu wollen, bringt auch die Verantwortlichen von Borussia in die Bredouille. Dass Gladbach finanzielle Probleme hat und den Verkauf von Reitz praktisch nicht vermeiden kann, ist bekannt. Gleichzeitig muss man trotz dieser geschwächten Position Stärke zeigen und darf sich nicht über den Tisch ziehen lassen. Dass dies nun öffentlich behandelt wird, kommt angesichts der ohnehin angespannten Lage von Borussia zur Unzeit.

 

von Redaktion TORfabrik.de


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