Noch vor dem 2:0-Sieg gegen St. Pauli war es Sportchef Rouven Schröder, der die Personalie Rocco Reitz auf Nachfrage ins Licht rückte – obwohl der Fokus eigentlich auf dem direkten Duell im Abstiegskampf lag. Doch nachdem RB Leipzig offensichtlich vorgeprescht ist, musste Schröder Stellung beziehen – und seine Worte lassen wenig Spielraum für Interpretationen.
»Rocco hat für uns einen eminent wichtigen Wert, es ist aber noch nichts entschieden«, sagte Schröder. Einen Satz später wurde er dann doch sehr konkret: »Dass Rocco im nächsten Jahr noch bei uns ist, ist sehr, sehr unwahrscheinlich. Davon kann man ausgehen, weil wir uns als Verein auch orientieren und absichern müssen.«
Transparenz statt Hinhalten
Schröder machte bereits vor dem Spiel keinen Hehl daraus, dass eine baldige Entscheidung im Sinne aller Beteiligten wäre. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das noch ewig lang hinzieht. Es ist wichtig, dass eine Entscheidung getroffen wird. Dafür stehen wir auch: transparent mit den Dingen umzugehen.« Eine gewisse Emotionalität sei dabei natürlich vorhanden – in der Kabine sei es aber kein Thema. »Totale Professionalität – das gehört zum Job dazu.«
Das klingt nach einem geordneten Abschied im Sommer, nicht nach einem hektischen Deal unter Wert oder einem erzwungenen Bruch. Schröder signalisiert damit: Wir lassen Rocco ziehen – aber wir haben bei den Bedingungen das Heft des Handelns in der Hand.
Gegen St. Pauli noch gesperrt – ab jetzt wieder gefragt
Gegen St. Pauli selbst war Reitz dann ohnehin kein Thema auf dem Rasen: Der Mittelfeldspieler fehlte gesperrt, Yannik Engelhardt rückte als Ersatz in die Startelf. Borussia gewann das Duell mit dem direkten Konkurrenten trotzdem verdient mit 2:0. Mit nun 28 Punkten ist der Druck etwas kleiner – doch die Aufgabe für Reitz bis zum Sommer bleibt dieselbe: alles dafür tun, dass er Borussia als Erstligist verlässt. Kommende Woche wartet bereits das Derby, und da wird es auch auf Rocco Reitz ankommen.
von Redaktion TORfabrik.de

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