Aus der Traum

Over and out

von von Marc Basten
Augen zu und durch (Foto: Scott Halleran / Getty Images)

Augen zu und durch (Foto: Scott Halleran / Getty Images)

Der Traum von der Copa America ist für Fabian Johnson und die US-Boys ausgeträumt. Im Halbfinale unterlag die Klinsmann-Elf klar und deutlich gegen Argentinien.

Dass die US-Boys überhaupt das Halbfinale bei der Copa America im eigenen Land erreicht haben, darf durchaus als Erfolg gewertet werden. Dass die Bäume aber auch im Land der einstmals unbegrenzten Möglichkeiten nicht in den Himmel wachsen, mussten Jürgen Klinsmann und Co. am Dienstagabend in Texas feststellen.

Obwohl das NRG Stadium in Houston mit 70 858 Zuschauern ausverkauft war und die Heimmannschaft eine angemessene Unterstützung erhielt, blieben sie am Ende gegen Vizeweltmeister Argentinien komplett chancenlos. Da konnte auch der Gladbacher Borusse Fabian Johnson nichts retten, der auch in dieser Partie über die gesamte Spielzeit auf dem Feld stand.

Im Viertelfinale gegen Ecuador agierte Johnson ausnahmsweise als Rechtsverteidiger, in den anderen Begegnungen und auch im Halbfinale gegen Argentinien, lief er als linker Verteidiger auf. Nationalcoach Jürgen Klinsmann, der vor einiger Zeit noch Johnsons mangelnde ›Opferbereitschaft‹ kritisiert hatte, war im Vorfeld voll des Lobes über den Borussen. Sowohl die Flexibilität als auch die konstant stabilen Leistungen des 28-Jährigen hatten es dem ehemaligen deutschen Teamchef angetan.

Die USA waren hoffnungslos unterlegen

Doch auch Johnson konnte nichts daran ändern, dass die USA gegen Argentinien hoffnungslos unterlegen waren. Bereits in der dritten Minute gelang den Südamerikanern durch einen Kopfball von Ezequiel Lavezzi die Führung. Diesen herben Dämpfer verdauten die US-Amerikaner nicht und nach einer guten halben Stunde war die Sache durch. Lionel Messi erhöhte mit einem wunderbaren Freistoß auf 2:0 (32.). Ganz nebenbei darf sich Messi mit seinen nun 55 Länderspieltoren Rekordschütze der Argentinier nennen.

Die Klinsmann-Truppe bekam auch in der Folgezeit kein Bein an den Boden. Eine nennenswerte Torgelegenheit vermochten sich die Gastgeber nicht zu erspielen, so dass Argentinien die einseitige Partie relativ locker abwickeln konnte. Im zweiten Durchgang sorgte Gonzalo Higuaín dafür, dass sich die Überlegenheit der Südamerikaner auch im Ergebnis widerspiegelte. Der Stürmer des SSC Neapel traf in der 49. Minute zum 3:0 und markierte drei Minuten vor dem Abpfiff den 4:0 Endstand.

Mit dieser deutlichen Niederlage ist für Fabian Johnson das Turnier allerdings noch nicht beendet. Bevor er in den wohlverdienten Urlaub starten kann, steht am Samstag in Glendale noch das Spiel um Platz drei auf dem Programm. Die USA treffen dort auf den Verlierer der Partie Chile gegen Kolumbien.

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