Michael Lang vor dem Absprung

»Michi trifft am Ende die Entscheidung für seine Zukunft«

von Michael Lang vor dem Absprung

Michael Lang blieb gegen Chelsea nur die Zuschauerrolle (Foto: TORfabrik.de)

Michael Lang blieb im letzten Testspiel vor dem Pflichtspielauftakt nur die Zuschauerrolle. Der Schweizer blieb außen vor, obwohl auf seiner Position Stefan Lainer am Rande eines Platzverweises wandelte.

Lange dürfte die Zeit von Michael Lang bei Borussia Mönchengladbach nicht mehr andauern. Der Schweizer, im letzten Sommer als erfahrener Rechtsverteidiger mit dem Zeug zum Führungsspieler geholt, steht nach nur einem Jahr vor dem Absprung. Schon unter Dieter Hecking lief es im zweiten Halbjahr alles anders als rund für den 28-Jährigen, unter Marco Rose gibt es nun noch weniger Chancen auf Einsatzzeiten.

Der neue Trainer setzt auf einen anderen Typ Spieler, was mit der Verpflichtung von Stefan Lainer als Rechtsverteidiger unterstrichen wurde. Gleichzeitig teilte der Coach Michael Lang mit, dass es für ihn schwer werden würde, in der neuen Saison zum Zuge zu kommen. Lang wurde erklärt, dass man ihm keine Steine in den Weg legen würde, wenn er noch in dieser Transferperiode einen Wechsel in Betracht ziehen würde.

»Die Personalie haben wir schon relativ deutlich kommuniziert«

Dem Vernehmen nach gibt es mehrere Interessenten, die sich mit dem Schweizer Nationalspieler beschäftigen. Doch ein richtig attraktives Gesamtpaket soll noch nicht dabei sein, wie es heißt. Michael Lang hat noch einen bis 2022 datierten Vertrag in Mönchengladbach und der ist auch im internationalen Vergleich nicht so schlecht dotiert. Das bedeutet, dass Lang sich nicht einfach dem nächstbesten Klub anschließen wird.

Derweil trainiert der Schweizer voll mit und es ist nicht zu erkennen, dass er sich hängen lässt. Das bestätigte auch Marco Rose. Ansonsten hat sich an der Auffassung des Coaches allerdings nichts geändert. »Die Personalie haben wir schon relativ deutlich kommuniziert«, sagte der 42-Jährige am Samstag. »Michi trifft am Ende die Entscheidung für seine Zukunft.«

Lang blieb auch dann außen vor, als Lainer vor dem Platzverweis stand

Im letzten Vorbereitungsspiel gehörte Michael Lang neben Ersatzkeeper Tobi Sippel und Andreas Poulsen zu den Profis im Aufgebot, die nicht zum Einsatz kamen. Und das, obwohl Rechtsverteidiger Stefan Lainer am Rande eines Platzverweises wandelte. Der Österreicher war für ein hartes Einsteigen an der Außenlinie zurecht mit Gelb verwarnt und leistete sich im weiteren Verlauf ein Revanchefoul, das im Ligabetrieb höchstwahrscheinlich Gelb-Rot zur Folge gehabt hätte. Doch obwohl die Alarmsirenen schrillten, verzichtete Marco Rose auf eine ‚Schutzauswechslung‘ von Lainer und ließ Lang außen vor. Es ist wirklich nur schwer vorstellbar, dass Michael Lang eine Rolle spielen könnte, wenn er tatsächlich am Niederrhein bleibt.

 


von Marc Basten und Nadine Basten

 

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