Der Deal ist so gut wie perfekt: Borussias Sportchef Rouven Schröder bestätigte am Donnerstag die Medienmeldungen, wonach Borussia vor der Verpflichtung von Herold steht. Der Vertrag ist allerdings noch nicht unterschrieben, und auch der übliche Medizincheck muss noch absolviert werden. Allerdings sind sich die Borussen bereits mit dem Spieler und dem Karlsruher SC über die Modalitäten einig.
David Herold wurde am 20. Februar 2003 in Mindelheim geboren. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er in der vielleicht renommiertesten Akademie des deutschen Fußballs: Von der U17 bis zur U23 durchlief er sämtliche Nachwuchsstufen des FC Bayern München. Um Spielpraxis zu sammeln, ging er leihweise zum SCR Altach nach Österreich, wo er sich für höhere Aufgaben empfahl.
Vom Bayern-Campus in die Zweite Liga
Im Sommer 2024 wechselte Herold vom FC Bayern II zum Karlsruher SC. Aus einer zunächst untergeordneten Rolle wurde schnell eine Stammposition, und Herold entwickelte sich in Karlsruhe zu einem der konstantesten Akteure der 2. Bundesliga. Die Ablöse soll unterhalb der ursprünglich auf 3,5 Millionen Euro festgeschriebenen Ausstiegsklausel liegen – der genaue Betrag ist bislang nicht öffentlich.
In der Saison 2025/26 war Herold beim KSC nicht wegzudenken. Besonders beeindruckend ist seine Laufleistung – im Schnitt legte er 11,86 Kilometer pro Spiel zurück, womit er ligaweit unter den Top 3 landete. Nur Soufiane El-Faouzi (Schalke, 12,55 km) und Maël Corboz (Bielefeld, 12,33 km) übertrafen diesen Wert. Mit 97 Flankenversuchen zählt er zudem zu den offensivstärksten Außenverteidigern der Liga.
Stärken und Baustellen
Herolds größte Trumpfkarte ist seine Laufstärke, kombiniert mit einer ausgesprochen kämpferischen Mentalität. Der frühere U20-Nationalspieler verfügt aber auch über eine saubere Technik und erfüllt damit das Profil eines Linksverteidigers mit Ambitionen. Trotz aller Qualitäten gibt es Bereiche, an denen der 23-Jährige noch arbeiten muss. Herold zeigt gelegentlich Schwächen in der Balance zwischen offensivem Engagement und defensiver Absicherung – wenn er hoch steht, können gegnerische Konter gefährlich werden. In der Zweikampfführung liegt ebenfalls noch Potenzial, das er in der Bundesliga unbedingt heben muss.
Die Lücke auf links wird geschlossen
Für Gladbach schließt Herold eine wichtige Lücke. Die linke Abwehrseite war nach dem Winterabgang von Luca Netz nominell mit Lucas Ullrich nur einfach besetzt, was im dichten Bundesliga-Spielbetrieb ein Risiko darstellte. Mit einem Spieler, der Physis, Dynamik, Spielintelligenz und eine solide Zweitliga-Saison mitbringt, haben die Fohlen nun Konkurrenz und Absicherung auf dieser Position.
von Redaktion TORfabrik.de

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