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Gegneranalyse | Forechecking: Werder Bremen

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Werder-Coach mit Borussen-Vergangenheit: Horst Steffen (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Am 20. Spieltag der Bundesliga reist Borussia Mönchengladbach zum SV Werder Bremen ins Weserstadion. Für die Gastgeber fällt die Partie in eine Phase mit schwankenden Leistungen, in der es darum geht, wieder mehr Stabilität in den eigenen Saisonverlauf zu bringen. Der Abstand zu den Abstiegsrängen bleibt dabei ein zentrales Thema.

Werder Bremen wartet seit mehreren Ligaspielen auf einen Sieg und befindet sich aktuell im unteren Tabellenbereich. Niederlagen gegen Dortmund, Leverkusen und Hoffenheim sowie ein Unentschieden gegen Frankfurt haben den Druck erhöht. Auffällig ist weniger ein grundsätzlicher Leistungsabfall als vielmehr die fehlende Konstanz. Ordentliche Phasen sind vorhanden, werden jedoch zu selten über ein gesamtes Spiel getragen.

Strukturiert und vertikal

Werder agiert unter Trainer Horst Steffen überwiegend in einer 3-4-1-2-Grundordnung. Die Dreierkette bildet das defensive Fundament, davor sichern zwei zentrale Mittelfeldspieler die Abstände. Die Flügel sind klar besetzt und übernehmen sowohl defensive als auch offensive Aufgaben. Gegen den Ball verteidigt Bremen meist in einem kompakten mittleren Block mit dem Ziel, das Zentrum zu schließen und den Gegner auf die Außenbahnen zu lenken.

Mit Ball setzt Werder auf direkte und vertikale Abläufe. Der Zehner fungiert als Verbindungsspieler zwischen Mittelfeld und Angriff, während die beiden Spitzen früh die Tiefe suchen. Längere Ballbesitzphasen spielen eine untergeordnete Rolle. Stattdessen liegt der Fokus auf schnellen Verlagerungen, zweiten Bällen und klaren Laufwegen in die Schnittstellen.

Begrenzte Alternativen

Die personelle Lage ist vor allem in der Defensive angespannt. Mehrere Ausfälle haben die Alternativen eingeschränkt, weshalb zuletzt häufiger angepasst werden musste. Die Rückkehr von Marco Friedl sorgt für mehr Stabilität und Führung in der letzten Linie. Im Mittelfeld ist die Besetzung weitgehend konstant, die personelle Tiefe jedoch begrenzt, was die taktische Flexibilität einschränkt.

Im Zentrum zählt Jens Stage zu den stabilsten Akteuren, der mit Laufarbeit und Präsenz wichtige Räume schließt. Romano Schmid übernimmt als offensiver Verbindungsspieler zunehmend Verantwortung und prägt das Übergangsspiel. In der Spitze bringt Justin Njinmah mit Tempo und Tiefenläufen Dynamik, insbesondere in Umschaltsituationen.

 

Voraussichtliche Aufstellung SV Werder Bremen:

Backhaus – Malatini, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Lynen, Deman, Agu – Schmid – Njinmah, Mbangula

 


von Niklas Kirchhofer

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