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Gegneranalyse | Forechecking: TSG Hoffenheim

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Neu in Hoffenheim: André Breitenreiter kommt als Schweizer Meister in den Kraichgau (Foto: Alex Grimm - Getty Images)

Borussia Mönchengladbach empfängt am ersten Spieltag die TSG Hoffenheim. Wie die Borussia hat auch der Gegner aus dem Kraichgau im Sommer einen neuen Trainer verpflichtet.

Das letzte Aufeinandertreffen zwischen den Fohlen und der TSG Hoffenheim ist noch in frischer Erinnerung. Am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison überfuhren der VfL die TSG im Borussia-Park mit 5:1 - unmittelbar danach verkündete Adi Hütter seinen Abgang. Auch für Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß war es das letzte Spiel - er wurde entlassen und durch André Breitenreiter ersetzt, der gerade mit dem FC Zürich überraschend Schweizer Meister geworden war.

Doch nicht nur der Trainer ist neu. Neben zehn Abgängen konnte man auch fünf neue Spieler verpflichten. Darunter mit Ozan Kabak und Grischa Prömel zwei durchaus erfahrene Spieler. Kabak war es auch, der nach seiner Einwechslung am vergangenen Wochenende im Pokal spät in der Verlängerung die Weichen für das Weiterkommen stellte. Lange tat sich der Bundesligist beim Regionalligisten SV Rödinghausen schwer.

Neuer Trainer – alte Spielidee?

Natürlich hat ein neuer Trainer auch immer eine eigene Handschrift. Doch wie auch in Mönchengladbach verfolgt Hoffenheim eine gewisse Spielidee, für die man stehen möchte und die vor allem unter dem ehemaligen Trainer Julian Nagelsmann perfektioniert wurde. Ex-Trainer Sebastian Hoeneß versuchte in der letzten Saison den Schritt weg von der Dreier- hin zur Viererkette. Weil Hoeneß damit wenig Erfolg hatte, ruderte man zurück und dessen Nachfolger Breitenreiter lässt nun wieder in einem flachen 3-5-2 mit drei Innenverteidigern spielen.

Der Spielaufbau beginnt immer bei Torhüter Oliver Baumann und wird dann über die drei Innenverteidiger fortgeführt. Mit Ball schieben die Außenspieler extrem hoch, was zum offensiven Ansatz von Hoffenheim perfekt passt. Diese hohe Ausrichtung führt auch dazu, dass die TSG nach Ballverlust ein sehr hohes Pressing spielt. Im Pokal wurde die erste Pressinglinie jedoch oft überspielt, was dann immer wieder zu großen Lücken und Problemen führt sorgt. Probleme hat Hoffenheim auch dann, wenn es lange Seitenwechsel gibt und die Außenspieler noch zu weit vorne positioniert sind.

Prömel und Kabak sollen für Stabilität sorgen

Damit die neue Saison wieder erfolgreicher wird (letzte Saison Platz 9), hat man im Kraichgau versucht, etwas Bundesligaerfahrung für den Kader zu gewinnen. Mit Grischa Prömel und auch Ozan Kabak ist dies gelungen. Prömel fungiert im Mittelfeld als Dreh- und Angelpunkt während Kabak in der Defensive für Stabilität sorgen soll.

Verzichten muss Breitenreiter von jetzt an auf Nationalspieler David Raum. Der linke Außenverteidiger, der eigentlich stets als verkappter Außenstürmer agiert, wechselte unter der Woche für viel Geld nach Leipzig. Mit Raum verliert Hoffenheim enorm viel Qualität, die zunächst im Kollektiv aufgefangen werden soll.

Kaum Veränderungen zum Pokal

Trainer Breitenreiter wird für den Ligastart kaum Veränderungen an der Startelf im Vergleich zum Debüt im Pokal vornehmen. Lediglich verletzungsbedingt muss der neue Trainer einen Wechsel vornehmen. Kapitän Hübner fällt mit einer Innenbandverletzung am Sprunggelenk aus. Ersetzt wird der Routinier durch Neuzugang Ozan Kabak. Mit Bebou und Bicakcic fallen zwei weitere Spieler aus, die aber auch schon in der Vorbereitung fehlten.

Aufgrund verschiedener Abgänge und auch Ausfälle verpflichtete die TSG unter der Woche mit Stanley Nsoki und Eduardo Quaresma zwei weitere Spieler für die Defensive. Da beide bisher kaum bis gar nicht mit dem Team trainierten, sind beide Akteure für das Wochenende wohl eher kein Thema.

Voraussichtliche Aufstellung TSG Hoffenheim:

Baumann - Posch, Vogt, Kabak - Kaderabek, Samassekou, Skov - Prömel, Baumgartner - Bruun Larsen, Kramaric

 


von Niklas Kirchhofer

 

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