Gegneranalyse

Gegneranalyse | Forechecking: TSG Hoffenheim

Created by Gegneranalyse

TSG-Coach Christian Ilzer (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Am 17. Spieltag der Bundesliga reist Borussia Mönchengladbach am Mittwochabend zur TSG Hoffenheim. In Sinsheim wartet ein Gegner, der mit breiter Brust ins neue Jahr startet und seine Heimserie weiter ausbauen will. Für die Fohlen wird es ein Abend, an dem Intensität, Mut und Konzentration gefragt sind.

Hoffenheim geht mit 27 Punkten von Rang sechs in diesen Spieltag und hat sich vor der Winterpause klar im oberen Tabellendrittel festgesetzt. Vier Bundesliga-Heimspiele in Folge gewann die TSG, jedes davon mit mindestens drei eigenen Treffern. Dazu kam das 0:0 in Stuttgart, das zeigte, dass diese Mannschaft nicht nur Spektakel kann, sondern auch Widerstand. Acht ungeschlagene Spiele aus den letzten neun Partien unterstreichen die Entwicklung. Hoffenheim wirkt stabil, selbstbewusst und klar in seiner Ausrichtung.

Hohe Intensität und klarer Plan

Trainer Christian Ilzer hat der TSG eine deutliche Handschrift verpasst. Hoffenheim spielt mit hoher Intensität, viel Laufarbeit und einem klaren Fokus auf vertikale Aktionen. Meist organisiert aus einer 4-3-3-ähnlichen Grundordnung, die sich je nach Spielphase verschiebt. Ziel ist es, früh Druck aufzubauen, zweite Bälle zu gewinnen und nach Ballgewinnen sofort Tempo aufzunehmen. Der Weg zum Tor ist dabei oft direkt und konsequent.

Auffällig ist vor allem das Zusammenspiel aus Pressing und Nachsetzen. Hoffenheim läuft nicht blind an, sondern sehr gezielt. Die Abstände zwischen den Linien sind eng, das Gegenpressing aggressiv. Gerade zuhause entsteht daraus ein Rhythmus, der viele Gegner früh unter Druck setzt. Ilzers Ansatz ist kein Ballbesitzfußball um seiner selbst willen, sondern Kontrolle durch Aktivität und Dynamik.

Ilzer muss noch basteln

Ganz ohne Fragezeichen geht Hoffenheim dennoch nicht in die Partie. Der gesperrte Hajdari wird aller Voraussicht nach von Ozan Kabak ersetzt, der gemeinsam mit Robin Hranac die Innenverteidigung bilden dürfte. Offen ist, ob Grischa Prömel rechtzeitig fit wird, ebenso wie Bernardo, der zuletzt angeschlagen war. Sollte Prömel passen müssen, könnte Andrej Kramaric eine Position weiter zurückrücken und das Zentrum verstärken. Auf der linken Seite sind David Prass oder Gendrey mögliche Optionen. Ilzer hat mehrere Varianten im Kopf, endgültige Entscheidungen fallen wohl erst kurz vor Anpfiff.

Das Hoffenheimer Spiel lebt aktuell von einer starken Zentrale. Leon Avdullahu bringt die nötige Aggressivität und Laufstärke, um das intensive Gegenpressing umzusetzen. Wouter Burger sorgt für Stabilität und Struktur im Aufbau, während Prömel, sofern einsatzfähig, als verbindendes Element enorm wichtig ist. Eine Reihe weiter vorne bleibt Andrej Kramaric der Fixpunkt, der das Spiel lenkt und jederzeit Torgefahr ausstrahlt. Im Angriff setzen Tim Lemperle und Fisnik Asllani auf Bewegung statt Statik. Beide arbeiten viel gegen den Ball, suchen die Tiefe und machen Hoffenheim schwer ausrechenbar.

 

Voraussichtliche Aufstellung TSG Hoffenheim

Baumann – Coufal, Hranac, Kabak, Prass – Avdullahu, Prömel, Burger – Kramaric – Lemperle, Asllani

 


von Niklas Kirchhofer

Copyright © 2000- 2026 TORfabrik.de [Marc Basten] Nachdruck und Weiterverbreitung,
auch auszugsweise, nur mit Genehmigung.

TORfabrik.de ist ein offiziell eingetragenes Magazin bei der
Deutschen Nationalbibliothek (ISSN 1610 - 4919)
Herausgegeben von Marc Basten, Altenkleusheimer Str. 12, 57462 Olpe

Unterstützt durch unseren Sponsor & Partner: tops.net GmbH & Co. KG