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Gegneranalyse | Forechecking: TSG Hoffenheim

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Sebastian Hoeneß - ein neuer Trainer mit bekanntem Namen (Foto: imago images)

Am Samstag kommt die TSG Hoffenheim zum letzten Bundesligaspiel des Jahres 2020 in den Borussia-Park. Nach zwölf Spieltagen haben die Kraichgauer genau so viele Punkte und stehen auf dem 13. Tabellenplatz.

Keine Frage, bei der TSG hat man inzwischen andere Ansprüche, als im Niemandsland der Tabelle herum zu pendeln. Auch die Verpflichtung von Trainer Sebastian Hoeneß sollte dafür sorgen, dass sich Hoffenheim im oberen Tabellendrittel festsetzt. Doch die bisher erzielten Ergebnisse passen nicht immer zu den gezeigten Leistungen.

Platz 13 nach zwölf Spieltagen ist ein ernüchternder Zwischenstand. Doch Hoffenheim verlor die Hälfte aller Spiele, was zwar oft unnötig war, aber eben die Bilanz ordentlich verhagelte. Dem gegenüber stehen drei Unentschieden und drei Siege. Gerade der Erfolg am zweiten Spieltag gegen Meister FC Bayern München ließ die Hoffnungen auf eine Top-Saison extrem steigen. Doch danach holte man aus zehn Spielen nur noch einen Sieg - gegen den FC Augsburg. Am vergangenen Spieltag musste Trainer Hoeneß eine weitere Niederlage einstecken. Im Heimspiel gegen RB Leipzig zeigte man eine ordentliche Leistung und war sogar zeitweise auf Augenhöhe mit dem Team von Julian Nagelsmann. Punkte konnte man jedoch keine holen.

Positive Faktoren und defensive Unsicherheiten

Doch die mäßige Punktausbeute sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hoffenheim eigentlich gut aufgestellt ist. Gerade in der Offensive verfügt die TSG über gefährliche Akteure. Christoph Baumgartner ist einer von zwei Schlüsselspielern in vorderster Front. Der junge Österreicher ist sowohl torgefährlich als auch ein guter Kombinationsspieler. Diese Beschreibung passt auch auf Stürmer Andrej Kramaric. Der Kroate ist daneben auch noch bester Torschütze seines Teams mit insgesamt sieben Treffern. Dabei sind Kramaric und Baumgartner keine klassischen Zentrumsstürmer. Vielmehr sind sie extrem flexibel, weichen gerne auf die Außenbahn aus und können auch spielerische Akzente setzen. In der Offensive greift das Team von Hoeneß gerne auch auf Flanken zurück, zudem suchen die Außenbahnspieler oftmals den Weg zur Grundlinie.

Gegen den Ball tun sich die Kraichgauer schwer. Zwar attackieren sie häufig früh, erzwingen so Ballverluste beim Gegner und schalten dann extrem schnell um auf Offensive. Doch wenn nicht die gesamte Mannschaft an einem Strang zieht, birgt diese Variante eben auch große Gefahren. So entstehen immer wieder Räume und gehörige Abstände zwischen den Ketten.

Umstellung auf Viererkette

In der Defensive herrscht teilweise große Unsicherheit. Gegen Leipzig waren vor allem Linksverteidiger Sessegnon und auch Innenverteidiger Adams große Schwachpunkte in der Abwehr. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch der Faktor, dass die Defensive oftmals alleine gelassen wird. Doch auch bei langen Bällen hinter die Kette haben die Hoffenheimer stellenweise ihre Probleme. Hier passen oftmals die Positionen auf dem Feld nicht hundertprozentig. Auch die Zuordnung ist nicht immer gegeben und führt zu Lücken und freien Spielern beim Gegner.

Taktisch war die TSG in den letzten Jahren vor allem durch Ex-Trainer Julian Nagelsmann geprägt. Inzwischen hat Hoeneß jedoch wieder die Formation geändert und während der Hinrunde von Dreier- auf Viererkette gewechselt. Was geblieben ist, ist die Tatsache, dass Hoffenheim das Spiel von hinten heraus eröffnet und den Aufbau gerne spielerisch löst. Manchmal jedoch übertreiben sie diese Spielweise und riskieren so extrem gefährliche Ballverluste tief in der eigenen Spielhälfte.

Hoffenheim wird im 4-2-3-1 erwartet

Gegen die Fohlen ist damit zu rechnen, dass Hoeneß sein Team im 4-2-3-1 spielen lässt. Möglich ist aber auch eine Variante mit einem Zehner und zwei Stürmern. Personell stehen Hoffenheim die zuletzt gesperrten Posch und Grillitsch wieder zur Verfügung. Die beiden Spieler dürften auch in der Startelf stehen. Dagegen könnte Stürmer Dabbur eine Pause bekommen.

Auf der Ausfallliste sind einige namhafte Spieler verzeichnet, wie die Langzeitverletzten Ermin Bicakcic und Benjamin Hübner. Neben den beiden Innenverteidigern muss Hoeneß in der Defensive auf weitere Akteure verzichten. Pavel Kaderabek und Konstantinos Stafylidis stehen ebenfalls im Spiel in Gladbach nicht zur Verfügung.

Voraussichtliche Aufstellung TSG Hoffenheim:

Baumann - Posch, Vogt, Nordtveit, Sessegnon - Samassekou - Rudy, Geiger - Grillitsch - Baumgartner, Kramaric

 


von Niklas Kirchhofer

 

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