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Gegneranalyse | Forechecking: SC Freiburg

von Gegneranalyse

Christian Streich gibt in Freiburg nach wie vor die Richtung vor (Foto: Robert Hradil / Bongarts / Getty Images)

Bereits am Freitagabend geht es für die Fohlenelf in der Bundesliga weiter. Die Borussen eröffnen den 9. Spieltag mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenelften Freiburg. Die Breisgauer sind im heimischen Stadion so etwas wie der Angstgegner schlechthin für die Gladbacher.

Zuletzt holten die Fohlen 2014 einen Punkt beim Sportclub, der letzte Dreier liegt weit zurück. Im März 2002 traf Arie van Lent zum 1:0-Sieg, seither galt für die Reisen nach Freiburg zumeist: außer Spesen nichts gewesen. Nun folgt also der nächste Anlauf. Doch was erwartet die Borussia da am Freitagabend im Schwarzwaldstadion?

Großartige Dinge in dieser Saison zu verändern hatte Trainer Christian Streich in Freiburg nicht. Zwar verließ den SC mit Caglar Söyüncü ein wichtiger Baustein in der Defensive, doch mit Dominique Heintz konnte man einen Nachfolger finden, der bereits über Erfahrung in der Bundesliga verfügt. Auch in der Offensive hat der Sportclub an Qualität gewonnen. Mit Luca Waldschmidt gelang die Verpflichtung eines quirligen Spielers mit Entwicklungspotential.

Konnten die Neuzugänge bisher in der Saison überzeugen, so tut sich Freiburg insgesamt noch etwas schwer. Zwei Siegen stehen drei Niederlagen und drei Remis gegenüber. Richtig konstant ist das noch nicht. Konstanz gibt es dagegen auf der Trainerbank. Christian Streich hat es auch in dieser Saison wieder geschafft, junge hungrige Spieler im Bundesligakader zu etablieren. Der Stil der Freiburger trägt seine Handschrift. Neben einer hohen Laufbereitschaft ist vor allem auch die starke Moral ein großer Pluspunkt des SC.

Freiburg spielte bislang durchweg im klassischen 4-4-2

Konstanz zeigt sich auch in dem Spielsystem, was Streich in Freiburg spielen lässt. In dieser Saison lief der Sportclub durchweg in einem klassischen 4-4-2 mit Doppelsechs auf. Doch auch das gewohnte Spielsystem konnte bisher nicht dazu beitragen, dass alles funktioniert, was man sich in Freiburg vorgenommen hat. Vor allem im Spielaufbau und in den Abständen zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen hapert es noch. Zwar holte das Team am vergangenen Spieltag einen respektablen Punkt in Berlin, doch die Leistung, insbesondere in Halbzeit eins, war nicht überzeugend.

Eine Stärke der Freiburger liegt bei Standardsituationen. Viele großgewachsene und physisch starke Spieler ermöglichen immer wieder gefährlichen Aktionen bei Eckbällen oder Freistößen. Im Spielaufbau agiert der Sportclub gerne mit langen Bällen. Ziel ist es entweder auf den zweiten Ball zu gehen oder aber abzulegen und die Außenspieler in Szene zu setzen. Dies gelingt jedoch nur selten. Auch versuchen die Defensivspieler, wiederholt ihren Torhüter mit einzubinden. Doch unter Druck verliert die Defensive der Freiburger oftmals die Übersicht.

Gefahr können die Freiburger erzeugen, wenn sie über die Außen aufbauen. Sowohl Christian Günter als auch Lukas Kübler schalten sich immer wieder mit in die Offensive und sorgen durch hohe Hereingaben für gefährliche Angriffssituationen. Doch gerade das Einschalten der Außenverteidiger führt wiederholt zu großen Lücken in der Defensive. Gerade hier sollte es für die Fohlen Raum und Möglichkeiten geben, die eigenen schnellen Leute auf die Reise zu schicken. Dann könnte es endlich was werden mit dem lang ersehnten Auswärtssieg in Freiburg.

Voraussichtliche Aufstellung SC Freiburg:

Schwolow – Kübler, Gulde, Heintz, Günter – Terrazzino, Koch, Höfler, Sallai – Haberer, Petersen


von Niklas Kirchhofer

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