Gegneranalyse

Gegneranalyse | Forechecking: SC Freiburg

von Gegneranalyse

Am 13. Spieltag der Bundesliga wartet auf die Fohlen ein echtes Spitzenspiel. Zu Gast ist der Tabellenvierte SC Freiburg und die Breisgauer zählen mit Sicherheit zu einer der positiven Überraschungen in dieser Saison.

Die letzte Niederlage der Freiburger ist schon ein paar Tage her. Genauer gesagt verlor man das letzte Spiel im Oktober bei Union Berlin. Neben dieser Niederlage gab es lediglich eine weitere Partie, in der man keinen Punkt mitnehmen konnte. Ausgerechnet im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten Köln verlor man zu Beginn der Saison eines von insgesamt zwei Spielen.

Das Team von Trainer Christian Streich zeigt in dieser Saison die Komponenten aus den letzten Jahren, kombiniert mit einer guten Zielstrebigkeit. Das hat zur Folge, dass der Sportclub nach 13 Spieltagen 22 Punkte auf seinem Konto hat. Die Punktezahl ist die eine Seite, auf der anderen zeigen die Freiburger Woche für Woche, dass sie sich ihre Punkte hart erkämpfen, aber oftmals auch das Spielglück auf ihrer Seite haben. So am letzten Wochenende in Leverkusen, wo man sich am Ende 1:1 trennte.

Freiburger Flexibilität

Christian Streich profitiert in diesem Jahr von einer Mannschaft, die sich immer wieder gut auf neue Gegebenheiten einstellen kann. Einerseits kann Streich das Team so in der Vorbereitung sehr flexibel auf den jeweiligen Gegner einstellen, zudem gelingt es den Freiburgern auch im Verlauf eines Spiels, umzustellen und auf gewisse Entwicklungen zu reagieren.

Gerade auch wenn man auf die Formation der Freiburger blickt, stellt man diese Flexibilität fest. Streichs Mannschaft zeigt hier alle Facetten. Mal wird mit Dreierkette verteidigt, dann klassisch mit Viererkette oder dann aber auch wie in Leverkusen zu sehen, mit fünf Verteidigern. Egal jedoch, welche Variante Streich spielen lässt – Freiburg läuft sehr gerne hoch an, um den Gegner früh zu stören.

Gutes Gesamtpaket

Nicht nur taktisch verfügt der SC Freiburg über viele verschiedene Mittel. Auch in Themen wie Spielaufbau oder Anlaufen variiert Freiburg nach Belieben und nach Spielweise des Gegners. Es ist eben nicht nur die Bereitschaft, weite Wege zu gehen oder kämpferisch alles zu geben. Freiburg verfügt über viele unterschiedliche Möglichkeiten, was sie ein stückweit unberechenbar macht.

Im Aufbau spielen sie gerne den lange Ball. Entweder in die Tiefe, um hinter die Ketten zu kommen oder aber ins Zentrum, um von dort aus die Bälle abzulegen und den Angriff aufzuziehen. Doch zu einer Mannschaft, bei der das Gesamtpakt passt, gehört eben auch, dass man das Spiel phasenweise variiert. So sind die Freiburger durchaus in der Lage, auch mit spielerischen Mitteln zu agieren und sich nach vorne zu kombinieren.

Fehlende Zweikampfstärke

Natürlich gibt es auch kleine Schwachstellen im Freiburger Spiel. Bei Begriffen wie Laufbereitschaft, Einsatzfreude oder Aggressivität, die oft im Zusammenhang mit dem Sportclub gebracht werden, kann man sich kaum vorstellen, dass gerade dies in Leverkusen nicht passte. Beim Unentschieden verlor man einfach zu viele entscheidende Zweikämpfe, um am Ende als Sieger das Feld zu verlassen. Trainer Streich monierte genau das nach dem Spiel und appellierte an seine Mannen, dies in Mönchengladbach tunlichst zu ändern.

Personell muss Freiburg auf einige Spieler verzichten. Für Stammkeeper Schwolow wird es nach Verletzung erneut nicht reichen. Verletzungsbedingt ebenfalls nicht zur Verfügung stehen Lukas Kübler, Florian Kath und Nationalspieler Luca Waldschmidt. Auch der Ex-Borusse Vincenzo Grifo wird am Niederrhein nicht dabei sein können. Der Italiener fehlt aufgrund einer Rotsperre.

Voraussichtliche Aufstellung SC Freiburg:

Flekken - Lienhart, Koch, Heinz - Schmid, Haberer, Höfler, Günter - Höler, Sallai - Petersen

 


von Niklas Kirchhofer

 

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