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Gegneranalyse | Forechecking: RB Leipzig

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Julian Nagelsmann nach der Pleite in Manchester (Foto: imago images / Andrew Yates Sportimage)

Am 6. Spieltag kommt RB Leipzig zum nächsten Topspiel nach Mönchengladbach. Zwar verlor das Team von Julian Nagelsmann unter der Woche deutlich in der Champions-League, doch in der Bundesliga ist man vor dem Spieltag Tabellenführer.

Während Gladbach in der Königsklasse einen Punkt im Spiel gegen Real Madrid holte, geriet RB Leipzig, der Halbfinalist der Vorsaison, ordentlich unter die Räder. Bei Manchester United setzte es nach hintenraus eine fette 0:5-Klatsche, wobei die Truppe von Trainer Nagelsmann eigentlich über längere Strecken ordentlich in der Partie war.

Klammert man diese heftige Niederlage aus, so hat Leipzig bislang einen sehr guten Start in die Saison hingelegt. Das zeigt auch der Blick auf die Tabelle: Nach fünf Spieltagen steht RB mit dreizehn Punkten noch vor dem FC Bayern an der Spitze. Lediglich beim Gastspiel in Leverkusen ging man nicht als Sieger vom Platz und musste sich mit einem Punkt zufriedengeben. Auch die Tordifferenz zeigt einen Top-Wert: Leipzig kassierte erst drei Gegentore - Borussia im Vergleich schon acht. Demgegenüber stehen zwölf erzielte Tore für RB.

Bisher konnte der Abgang von Werner kompensiert werden

Die Truppe von Trainer Julian Nagelsmann beweist auch in dieser Saison, dass sie zur absoluten Spitze in Deutschland gehört. Und das, obwohl man im Sommer, gerade in der Offensive, herbe Abgänge verzeichnen musste. Vor allem Timo Werner fehlt RB, doch bisher konnte man dessen Abgang gut kompensieren. Allerdings sind es weniger die drei offensiven Neuverpflichtungen Alexander Sörloth, Hee-chan Hwang und Justin Kluivert, die sich hervortun. Es sind die etablierten Offensivspieler Yussuf Poulsen und der wiedererstarkte Emil Forsberg, die für Furore sorgen.

Leipzig hat sich auch taktisch unter Nagelsmann nochmal deutlich weiterentwickelt. Je nach Gegner und danach, welche Spieler dem Trainer zur Verfügung stehen, stellt Nagelsmann seine Mannschaft mit Dreier- oder Viererkette auf. Auch im Spiel variiert die taktische Ausrichtung gerne mal. In der Mehrzahl der Partien startete Leipzig im 3-4-2-1. Doch am letzten Spieltag gegen Berlin war die Grundformation ein 4-2-3-1. Für Samstag im Borussia-Park ist die Dreierkette wohl eher eine Option.

Klostermann und Laimer fehlen

Keine Überraschung ist, dass RB über eine Mannschaft mit großer individueller Qualität und hohem Spieltempo verfügt. Trainer Julian Nagelsmann hat eine klare Spielidee und das setzen seine Jungs auf dem Platz gut um. Insbesondere in den Bereichen Pressing, Anlaufen und Gegenpressing konnte sich RB im letzten Jahr nochmal verbessern. Leipzigs Spiel ist geprägt von hoher Intensität, Laufbereitschaft und aggressivem Verteidigen - und somit höchst unangenehm für jeden Gegner.

Zwei Spieler, die RB am Samstag in Gladbach definitiv fehlen, sind Nationalspieler Lukas Klostermann und Mittelfeldmotor Konrad Laimer. Fraglich für das Topspiel sind zudem Nordi Mukiele und Tyler Adams. Auch bleibt abzuwarten, in welcher körperlichen Verfassung das Team nach der Niederlage in Manchester ist. Gut möglich, dass Nagelsmann rotieren muss. Ein Kandidat für eine Pause wäre sicherlich Stürmer Yussuf Poulsen. Die mögliche Alternative im Sturmzentrum wäre der Norweger Alexander Sörloth.

Voraussichtliche Aufstellung RB Leipzig:

Gulacsi - Orban, Upamecano, Halstenberg - Henrichs, Sabitzer, Kampl, Angelino - Forsberg, Olmo - Poulsen

 


von Niklas Kirchhofer

 

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