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Gegneranalyse | Forechecking: Hertha BSC

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Tayfun Korkut - sein letztes Spiel als Hertha-Trainer? (Foto: Maja Hitij / Getty Images)

Am Samstagabend kommt Hertha BSC zum Kellerduell in den Borussia-Park. Die Berliner sind der Klub, der sich im Moment sogar noch desaströser präsentiert als die Borussia. Trainer Korkut steht vor dem Aus.

 

Der „Big City Club“ Hertha kommt nicht in ruhige Fahrwasser. In dieser Saison konnte man zum Beginn der Saison Punkte einfahren, doch mit zunehmender Dauer rutschte die Hertha immer weiter in den Tabellenkeller. Nach 25 Spielen stehen die Berliner aktuell auf dem Relegationsplatz.

Trainer Tayfun Korkut ist seit November letzten Jahres als Nachfolger von Pal Dardai im Amt. Der 47 Jahre alte Coach konnte bisher nur zwei Siege einfahren - und das in 12 Partien! Auch in den letzten Wochen ist nicht mal ein Ansatz für einen positiven Trend zu erkennen. Die letzten vier Partien gingen allesamt verloren. Lediglich am 21. Spieltag konnte man einen Punkt im Heimspiel gegen Bochum einfahren.

Krisen-Duell am Niederrhein

Aktuell sind die Hertha und die Borussia die beiden schlechtesten Teams der Liga und das zeigt sich auch in der Tabelle: Lediglich vier Punkte trennen die beiden Kontrahenten. Warum man dort unten reingerutscht ist, macht der Blick auf die Gegentore deutlich. Hertha (58) und Borussia (51) weisen eine Bilanz auf, die ein Absteiger hat. In der Liga hat nur Greuther Fürth mehr Treffer kassiert. Ohne Frage ist die Partie am Samstagabend eine richtungsweisende für beide Mannschaften.

Auch wenn man es kaum glauben mag, so ist die Situation in Berlin noch komplizierter als die in Gladbach. Während die Borussen noch ein kleines Polster zur Abstiegszone haben, steht die Hertha schon mit einem halben Bein in der zweiten Liga. Die Rückrundentabelle unterstreicht dies mit dem letzten Platz der Berliner.

Große defensive Schwäche

Trainer Korkut steht vor einer großen Menge an Baustellen in seiner Mannschaft. Vor allem aber im Spiel gegen den Ball und bei der Defensivleistung besteht der größte Handlungsbedarf. Auch die Kompaktheit fehlte in den letzten Partien. Tayfun Korkut versucht einiges, um den negativen Trend zu brechen. Doch von Spiel zu Spiel wird die Situation schwieriger und in Berlin die Alarmsignale immer deutlicher. In der Hauptstadt geht man davon aus, dass Korkut bei einer weiteren Niederlage in Gladbach entlassen wird.

Auch taktisch hat Korkut bereits einiges ausprobiert. Bisher sieht es jedoch so aus, dass der Negativlauf nicht mit der taktischen Ausrichtung zu tun hat, sondern vielmehr mit der mannschaftlichen Leistung gegen den Ball. Nach der Gegentorflut der letzten Spiele ist eine erneute Umstellung von der Vierer- auf eine Fünferkette in Gladbach gut möglich.

Schwolow nicht mit nach Gladbach

Im Schlüsselspiel in Mönchengladbach muss die Hertha aller Voraussicht nach weiterhin auf Torhüter Alexander Schwolow verzichten. Der Stammkeeper ist nach überstandener Coronavirus-Infektion scheinbar noch nicht bei voller Fitness. Auch Leader Kevin Prince Boateng fehlt Korkut in Gladbach aufgrund von muskulären Problemen. Auch Stürmer Jovetic plagen ähnliche Probleme. Ein Einsatz am Samstag ist fraglich. Es ist gut möglich, dass Korkut beim Wechsel der Formation auch das Personal stellenweise austauschen wird.

Sollte Stevan Jovetic ausfallen, würde der beste Torschütze der Berliner fehlen. Mit sechs Treffern ist der 32-Jährige gefährlichster Angreifer in Berlin. Obwohl die Herthaner gewaltig taumeln, so verfügen sie dennoch über genügend Spieler, die individuell so schlecht nicht sind. In Gladbach sollte man höchst wachsam sein, denn ein Serdar, Darida (mit fünf Assists der beste Vorlagengeber), Richter oder Belfodil könnten durchaus den Unterschied ausmachen.

Voraussichtliche Aufstellung Hertha BSC:

Lotka - Pekarik, Stark, Kempf, Plattenhardt - Ascacibar - Darida, Serdar - Richter, Jovetic, Belfodil


von Niklas Kirchhofer

 

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