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Gegneranalyse | Forechecking: FSV Mainz 05

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Erfolgreiche Arbeit in Mainz - Bo Svensson (Foto: Alex Grimm / Getty Images)

Die Fohlen beenden am Sonntagabend den 28. Spieltag mit der Heimpartie gegen den FSV Mainz - eine Vollauslastung des Borussia-Parks wäre erstmals wieder möglich. Der Gast aus Mainz spielt unter Trainer Bo Svensson eine mehr als ordentliche Saison.

Seit seinem Amtsantritt im Januar 2021 hat Trainer Bo Svensson eine gute Entwicklung mit seiner Mannschaft genommen. Zuerst führte er die 05er von einem Abstiegsplatz zum letztlich souveränen Klassenerhalt und in der aktuellen Saison rangiert sein Team im Mittelfeld der Tabelle und galt über weite Strecken als eine der positiven Überraschungen.

Nach 27 Spieltagen rangieren die Rheinhessen auf Platz zehn - 37 Punkte stehen für die Mainzer zu Buche. Vier Zähler liegen also zwischen den Gladbachern und dem kommenden Gegner. Hinzu kommt jedoch noch der Umstand, dass bei den Mainzern noch ein Nachholspiel gegen den FC Augsburg aussteht.

Positive Entwicklung unter Svensson

Mit dem dänischen Trainer und ehemaligen Bundesligaprofi Bo Svensson (u.a. 32 Erstligaspiele für Borussia Mönchengladbach) hat Mainz 05 einen absoluten Glücksgriff getätigt. Der noch junge Coach überzeugte von Beginn an und rettete die Mainzer nicht nur vor dem Gang in die zweite Liga, sondern entwickelte das Team geradlinig weiter. Das Ergebnis sieht man in dieser Saison. Zwar gibt es immer wieder kleine Rückschläge, doch durch eine hohe Intensität und enorme Laufbereitschaft schafft es Mainz immer wieder, auch enge Spiele für sich zu entscheiden.

Svensson lässt einen extrem giftigen Fußball spielen, was Mainz zu einem sehr unangenehmen Gegner macht. Es ist nicht so, dass der Mainzer Fußball nur auf Physis und Zerstörung ausgelegt ist, aber die Basis der 05er ist schon, den Gegner zu bearbeiten und ihm den Spaß am Spiel zu verleiden. Und dann geht es mit Tempo, Wucht und durchaus auch fußballerischer Qualität nach vorne.

Auswärtsschwäche ein Problem

Die Basis für die sorgenfreie Saison der Mainzer sind die Heimspiele, wo man regelmäßig Fußballfeste feiert, wie zuletzt gegen Arminia Bielefeld. Doch in fremden Stadien funktioniert die Mainzer Spielweise nicht wie gewünscht. Von 12 Auswärtsspielen konnte man nur zwei gewinnen, in Freiburg ergatterte man ein Remis und neun Partien gingen verloren. Nur Greuther Fürth hat eine noch schlechtere Auswärtsbilanz (1 Punkt). Diese Statistik ist für die Mainzer definitiv noch ausbaufähig.

Warum Mainz in der Fremde nicht richtig zündet, ist nicht schlüssig zu erklären. An der Taktik kann es jedenfalls nicht liegen. Svensson macht keinen Unterschied, ob zu Hause oder auf fremden Platz gespielt wird. Der Mainzer Trainer schickt sein Team fast immer mit Dreierkette auf den Platz. Zwar gibt es stellenweise ein paar Anpassungen im System, die Grundformation bildet jedoch meistens ein 3-1-4-2. Durch diese Ausrichtung macht Mainz enorm viel Druck über die Außenbahn und kommt immer wieder zu Flankenbällen. Mit den physisch starken Stürmern Burkardt und Onisiwo stehen zumeist zwei gefährliche Angreifer im Zentrum als Abnehmer bereit, wobei Jonathan Burkardt sich auch gerne fallen lässt und oft aus dem Rückraum kommt.

Wenig Veränderung

Nicht verletzungsbedingt, sondern aufgrund der 5. Gelben Karte muss Svensson im Mittelfeld auf Dominik Kohr verzichten. Für den Ex-Leverkusener kehrt Neu-Nationalspieler Anton Stach zurück in die Startelf. Neben dem Langzeitverletzten St. Juste gibt es keine weiteren Ausfälle zu beklagen. Lediglich hinter dem Schweizer Widmer - Torschütze im Hinspiel - steht noch ein kleines Fragezeichen.

In der Offensive der Rheinhessen stechen in dieser Saison zwei Spieler hervor. Jonathan Burkardt ist mit neun Treffern bester Torschütze, Karim Onisiwo mit acht Vorlagen der beste Vorbereiter in Mainz. Doch auch neben den beiden Stürmern gibt es einige Spieler, die sich positiv entwickelt haben. Anton Stach zum Beispiel durfte unter der Woche bei Hansi Flick in der Nationalmannschaft sein Debüt feiern. Aber auch Silvan Widmer oder Kapitän Moussa Niakhaté überzeugen fast durchgängig mit starken Leistungen.

Voraussichtliche Aufstellung FSV Mainz:

Zentner - Bell, Hack, Niakhaté - Widmer, Barreiro, Stach, Aaron - Burkardt, J.-S. Lee - Onisiwo


von Niklas Kirchhofer

 

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