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Gegneranalyse | Forechecking: Eintracht Frankfurt

von Gegneranalyse

Ex-Borusse Martin Hinteregger traf am Donnerstag gegen Lüttich in der Europa League (Foto: Ales Grimm / Bongarts / Getty Images)

Schlag auf Schlag geht es für die Fohlenelf weiter. Nach dem Punktgewinn in Rom kommt am Sonntag mit der Eintracht aus Frankfurt ein unangenehmer Gegner an den Niederrhein.

Tabellarisch gesehen liegen zwischen den Frankfurtern und der Borussia sieben Plätze. Schaut man auf die Punkte, so sieht man schnell, dass beide Vereine sehr nah beieinander liegen. Auch das Team von Trainer Adi Hütter spielt eine gute Saison und hat nach acht Spieltagen 14 Zähler auf dem Konto – zwei weniger als die Borussia als Spitzenreiter. Auch in der Europa League sind die Hessen gut dabei: Nach dem 2:1 gegen Lüttich am Donnerstag haben sie sechs Punkte und sind als Zweiter ihrer Gruppe dem FC Arsenal auf den Fersen.

Auch in dieser Saison scheint es der Eintracht zu gelingen, eine gute Balance zwischen Europa, Pokal und Liga zu schaffen. Im Vergleich zum Vorjahr hat Trainer Hütter wenig verändert, zumindest was das System angeht. Personell glich die Sommerpause in Frankfurt allerdings einem Schlussverkauf. Die gesamte offensive Power verließ die Eintracht. Jovic wechselte zu den Königlichen nach Madrid, Rebic flüchtete nach Mailand und Sebastien Haller schloss sich West Ham United an.

Hütter gelingt Umbruch

Mit dem eingenommenen Geld ist Frankfurt verantwortungsvoll umgegangen. Sportdirektor Bobic konnte die drei Angreifer qualitativ ersetzen. Bas Dost, André Silva und Daichi Kamada sind die drei Neuzugänge für den Offensivbereich. Trainer Hütter gelang es schnell, die neuen Spieler zu integrieren. Doch nicht nur die Neuzugänge sorgen dafür, dass kaum noch jemand über die ‚Büffelherde‘ des Vorjahres spricht. Auch Spieler wie Gonçalo Paciência oder Dejan Joveljic sorgen dafür, dass eine neue Zeitrechnung begonnen hat.

Aber Frankfurt hat in den letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es nicht die individuelle Klasse ist, die zum Erfolg führt, sondern die Mannschaft als Einheit großes erreichen kann. Zur Einheit bei der Eintracht gehören auch Leistungsträger wie ‚Libero‘ Hasebe, Filip Kostic und Publikumsliebling Martin Hinteregger. ‚Hinti‘ ist nicht mehr der einzige Ex-Borusse, der in Frankfurt spielt. Mit Djibril Sow holte Bobic einen Wunschspieler von Adi Hütter an den Main. Nach anfänglichen Problemen wegen Verletzungen ist Sow mittlerweile bei der Eintracht angekommen.

Bewährtes System

Nachdem Hütter im letzten Jahr eine gewisse Zeit brauchte, um sein System zu finden, greift er in diesem Jahr auf die gewohnte Ordnung mit Dreierkette zurück. Mal ist es ein 3-4-1-2, dann wieder ein flaches 3-5-2. Die Eintracht präsentiert sich stabil, die letzte Niederlage datiert vom vierten Spieltag. In den letzten vier Partien gab es zwei Siege und zwei Unentschieden. Der souveräne 3:0-Heimerfolg gegen Leverkusen vor einer Woche sowie der Arbeitssieg in der Europa League lassen die Frankfurter mit breiter Brust an den Niederrhein fahren.

Personell gibt es für das Spiel in Gladbach einige Fragezeichen für Adi Hütter. Wie bei der Fohlenelf sind einige angeschlagene Spieler zu beklagen. Bas Dost (Adduktorenprobleme) und André Silva (Achillessehnenreizung) sind fraglich. Klar ist, dass Keeper Kevin Trapp weiterhin ausfallen wird. Der Torhüter laboriert an einer Schulterverletzung. Hinzu kommen die Verletzten de Guzman, Marco Russ, Lucas Torro und Almamy Toure.

Voraussichtliche Aufstellung Eintracht Frankfurt:

Rönnow - Hinteregger, Hasebe, Ndicka - Fernandes - Durm, Sow, Rode, Kostic - Dost, Paciencia

 


von Niklas Kirchhofer

 

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