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Gegneranalyse | Forechecking: 1.FC Köln

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Immer auf Touren - FC-Coach Steffen Baumgart (Foto: Ina Fassbender - Getty Images)

Nach der schmerzhaften Niederlage in Bremen geht es für die Fohlen am Sonntag mit dem Derby weiter. Die Gladbacher empfangen den 1.FC Köln, der unter der Woche eine Niederlage auf europäischer Bühne einstecken musste.

Nach einer erfolgreichen letzten Saison und der Qualifikation für die Conference League hatten nicht wenige im Kölner Umfeld mit einer komplizierten Saison 2022/2023 gerechnet. Doch Steffen Baumgart und sein Team zeigen bisher allen Kritikern, dass es auch trotz Doppelbelastung funktionieren kann. Nach acht Partien stehen die Domstädter einen Platz besser da als die Fohlen. 13 Punkte und dazu vier Punkte nach drei Partien in Europa zeigen, dass der Kölner Saisonstart mehr als nur ordentlich verlaufen ist.

Und trotzdem knirscht es ein bisschen im Gebälk. Vor allem nach der Niederlage am Donnerstagabend gegen Partizan Belgrad. Bislang moderierte Trainer Baumgart die Belastungssteuerung gut und gab fast jedem Spieler im Kader die Möglichkeit auf Einsatzminuten. Klar auch, dass das nicht immer gelingen wird und so merkte man am Donnerstagabend deutlich, dass die zweite Reihe über eine andere Qualität verfügt als die eigentliche Stammelf.

Defensive Schwächen mit Comeback Qualitäten

Auch auf internationaler Bühne zeigten die Kölner immer wieder Probleme im Defensivspiel. Partizan kam mehrfach zu guten Gelegenheiten und wurde teilweise durch Ungenauigkeiten im Aufbauspiel eingeladen. Eine Schwäche, die Köln häufig zeigt. Im Angriffspressing tief in der gegnerischen Hälfte sieht dies anders aus. Hier zeigt der FC eine gute Ordnung und ein starkes Pressing. Schafft man es, die erste Kölner Pressinglinie mit mutigen Fußball zu überspielen, bieten sich Gegner viele Räume und Möglichkeiten zum Kontern.

Baumgart wählt fast immer eine Grundformation mit Viererkette, im Mittelfeld variiert die Aufteilung von Spiel zu Spiel. In dieser Saison wurden mehrere Varianten ausprobiert. 4-4-2, 4-2-3-1 oder im letzten Spiel auch mal mit Raute. Die Art und Weise, wie Baumgart Fußball spielen lässt, wirkt recht simpel, ist am langen Ende aber erfolgreich. Erfolgreich vor allem deswegen, weil Köln auch mental eine Stärke entwickelt hat. Vor allem wird dies sichtbar bei Rückständen wie zuletzt im Heimspiel gegen Dortmund, wo man die Partie am Ende noch drehen konnte und die drei Punkte einfuhr.

Im Aufbauspiel geht alles zunächst über die beiden Innenverteidiger. Die offensiven Mittelfeldspieler oder aber der zentrale Stürmer werden gesucht und angespielt, dabei schieben die Außenbahnspieler hoch und versuchen, Räume auf der Außenbahn zu suchen. Mit Flankenbällen wird viel versucht und auch oft der Abschluss gefunden.

Rotation zurück im Derby

Nach dem Spiel am Donnerstagabend wird Trainer Baumgart zurück rotieren. Vor allem wird dadurch mehr Erfahrung auf dem Platz stehen als noch in der Conference League. Weiterhin nicht dabei sind Sebastian Andersson, Julian Chabot, Jan Thielmann und Tim Lemperle. Im Sturm dürfte Steffen Tigges den Vorzug vor Eigengewächs Florian Dietz erhalten.

Der Österreicher Florian Kainz ist der Dreh- und Angelpunkt im Kölner Offensivspiel. Der 29 Jahre alte quirlige Außenspieler ist nicht nur bester Vorlagengeber (4, sondern auch der Top-Torschütze seiner Mannschaft mit drei Treffern. Neben ihm sorgt ein weiterer Landsmann für Furore. Dejan Lubicic schaffte schon im letzten Jahr den Durchbruch und zeigt in dieser Saison, über was für Qualität der gebürtige Wiener verfügt.

Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln:

Schwäbe - Schmitz, Kilian, Hübers, Hector - Skhiri - Ljubicic, Duda, Maina, Kainz - Tigges

 


von Niklas Kirchhofer

 

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