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Gegneranalyse | Forechecking: 1.FC Köln

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Markus Gisdol bewegt sich mit dem FC auf dünnem Eis (Foto: Lars Baron / Getty Images)

Das nächste Geister-Derby im Borussia-Park steht am. Die Kölner kommen mit Abstiegssorgen und einem negativen Pokal-Erlebnis nach Mönchengladbach.

Die Vorzeichen vor dem 103. Rheinderby könnten unterschiedlicher nicht sein. Während man in Gladbach sportlich erfolgreich ist und unter der Woche den Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale klar machen konnte, erleben die Kölner ein Auf und Ab über die gesamte Saison hinweg. Das Pokalspiel bei Zweitligist Regensburg war dabei ein Sinnbild des bisherigen Verlaufs.

Nach einer ansprechenden Leistung zu Beginn der Partie und der 2:0 Führung verspielte man die gute Ausgangsposition in der zweiten Hälfte und schied am Ende im Elfmeterschießen aus. Doch zur ganzen Wahrheit gehört auch, dass die Domstädter das Glück in dieser Partie nicht auf ihrer Seite hatten. Ein aberkanntes Tor nach einer strittigen Entscheidung und ein verschossener Elfmeter komplettieren die höchst ärgerliche Situation um den FC.

Der FC kommt mit Max Meyer und Emmanuel Dennis

Doch nicht nur im Pokal gibt es einige negative Erlebnisse. In der Bundesliga schaffte man es über die gesamte Spielzeit hinweg nicht, Konstanz in die Leistung zu bekommen. Durchweg hält sich das Team von Trainer Markus Gisdol in den Rängen der Abstiegszone auf. Ein Durchatmen findet immer nur phasenweise statt. Scheinbar reicht die Qualität des Kaders nicht für mehr aus.

Auch deswegen wurde Manager Horst Heldt im Winter auf dem Transfermarkt aktiv. Mit Stürmer Emmanuel Dennis (FC Brügge) und Max Meyer (Chrystal Palace) konnte man in der Offensive nachlegen. Gleichzeitig verließ der ehemalige Local-Hero Antony Modeste die Domstadt auf Leihbasis in Richtung Saint-Étienne.

Traut sich Gisdol die Dreierkette in Gladbach?

In die Saison ging man in Köln mit einer Viererkette in der Abwehr als Grundformation. Doch nach dem der erste Abschnitt mit wenig Punkten beendet wurde, wechselte Markus Gisdol die Formation. Von nun an schickte der ehemalige Hoffenheimer Fußballlehrer sein Team mit Dreierkette auf den Platz. In vielen Spielen wurde die Dreier- zur Fünferkette und Gisdol wollte damit die Unsicherheit in der Defensive stärken. Teilweise konnten die Kölner somit auch gegen den Ball davon profitieren. So auch in den letzten Spielen auf Schalke und zu Hause gegen Arminia Bielefeld. In beiden überlebenswichtigen Spielen ging man als Sieger hervor und verschaffte sich mit etwas Luft im Abstiegskampf.

Gerade gegen Bielefeld zeigten die Kölner, dass es an Einstellung und Überzeugung nicht hapert. Der FC übernahm die Initiative und gestaltete das Spiel aktiv. Das ist nicht immer der Fall in Köln, zeigt aber, dass in der Mannschaft mehr Potenzial steckt, als sie über einen Großteil der Saison zeigen konnte.

Kölner Aufbau und Torgefahr

Mit Ball hat der FC mehrere Muster, wie es nach vorne gehen kann. Eine immer wiederkehrende Variante ist die Seitenverlagerung per Crossball auf einen der nachrückenden Außenbahnspieler. Dieser versucht sehr hoch zu stehen, um so das Spielfeld auseinanderzuziehen. Bleibt Köln in Ballbesitz, geht es danach zumeist mit einem Flankenball weiter. Hier liegt der Fokus nicht immer auf dem Sturmzentrum, sondern wie gegen Bielefeld oft zu sehen, auf dem nachrückenden Außenbahnspieler der anderen Seite. So konnte Marius Wolff zwei Treffer erzielen. Der FC versucht, die Außenbahnen möglichst immer doppelt zu besetzen.

Auch wenn es den Domstädtern im Zentrum schwerfällt Kreativität zu zeigen und Lücken zu finden, sind sowohl Elvis Rexhbecaj und Ellyes Skhiri immer wieder für ein Tor gut. Beide zentralen Mittelfeldspieler sind mit jeweils drei Treffern die besten Torschützen ihres Teams.

Fragezeichen hinter Bornauw und Wolff

Trainer Gisdol bangt vor dem Spiel in Gladbach noch um Innenverteidiger Sebastian Bornauw, der zuletzt aufgrund von Rückenproblemen ausfiel. Auch Marius Wollf konnte nach seinen beiden Treffern gegen Bielefeld am Mittwoch im Pokal wegen einer Verletzung am Sprunggelenk nicht mitwirken. Bei beiden gilt es abzuwarten, ob sie fit werden. Katterbach und Schmitz würden als Ersatz ins Team rücken.

Offensiv muss der FC weiter auf Stürmer Sebastian Andersson verzichten. Neuzugang Emmanuel Dennis konnte jedoch schon im Pokal seine Treffsicherheit unter Beweis stellen. Der Nigerianer verfügt über eine gute Qualität im Eins-gegen-Eins, hat ein ordentliches Tempo und weiß, wo das Tor steht.

Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln:

T. Horn – Mere, Czichos, Horn – Schmitz, Rexhbecaj, Skhiri, Katterbach – Duda, Jakobs - Dennis

 


von Niklas Kirchhofer

 

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