Die Saison der Kölner verläuft bislang wechselhaft. Im Hinspiel stand der FC noch vor Borussia in der Tabelle, inzwischen hat sich das Bild gedreht. Zuletzt blieb Köln über mehrere Spiele hinweg ohne Sieg und hat dabei trotz ordentlicher Phasen zu wenig Konstanz in die Ergebnisse gebracht. Das Derby kommt damit in einer Phase, in der Stabilität und Effizienz eine zentrale Rolle spielen.
Direkt und vertikal
Unter Lukas Kwasniok agiert Köln meist aus einer 4-2-3-1 Grundordnung. Die Viererkette steht kompakt, davor übernimmt die Doppelsechs eine klare Rollenverteilung zwischen Absicherung und Vorwärtsbewegung. Im Ballbesitz setzt der FC weniger auf lange Ballzirkulationen, sondern auf schnelle, direkte Abläufe. Ziel ist es, mit wenigen Kontakten in die Tiefe zu kommen und Anschlussaktionen im letzten Drittel zu erzeugen.
Gegen den Ball arbeitet Köln situativ mit hohem Druck, vor allem wenn sich Gelegenheiten für Ballgewinne ergeben. Häufig wird versucht, den Gegner auf die Außenbahnen zu lenken und dort Zugriff zu entwickeln. Nach Ballgewinnen schaltet die Mannschaft schnell um und sucht direkte Wege in die Spitze. Diese Spielweise bringt Tempo und Dynamik, geht aber auch mit Phasen einher, in denen die Restverteidigung nicht immer sauber organisiert ist.
Defensiv gefordert
Personell muss Köln mehrere Ausfälle auffangen. Mit Sebulonsen und Simpson Pusey fehlen zwei Optionen gesperrt, zudem stehen Castro Montes, Hübers, Schmied und Kilian nicht zur Verfügung. Das schränkt die personelle Tiefe vor allem in der letzten Linie deutlich ein. Gleichzeitig gibt es vor dem Derby Entwarnung bei Said El Mala und Jakub Kaminski, die einsatzbereit sein sollen. Dadurch dürfte Kwasniok trotz der personellen Probleme zumindest sein offensives Topduo wieder zusammen aufbieten können.
Eric Martel bleibt im Zentrum ein wichtiger Stabilitätsfaktor, da er viele zweite Bälle sichert und die Übergänge im Spiel organisiert. Said El Mala bringt mit Tempo und Eins-gegen-eins-Aktionen eine klare Dynamik ins Offensivspiel, während Jakub Kaminski über die Flügel für Tiefgang und direkte Wege in gefährliche Räume sorgt. Diese Achse ist entscheidend für die offensive Durchschlagskraft des FC.
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln
Schwäbe – Krauß, van den Berg, Özkacar, Lund – Johannesson, Martel – Maina, Kaminski, El Mala – Ache
von Niklas Kirchhofer

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