Die Saison des FCH verläuft bislang mehr als schwierig. Das Hinspiel entschied Gladbach mit 3:0 für sich, seitdem hat sich die Situation für Heidenheim weiter verschärft. Trotz einzelner stabiler Phasen gelingt es der Mannschaft zu selten, über 90 Minuten konstant zu agieren. Das 3:3 gegen Leverkusen zuletzt zeigte zwar die vorhandene Moral, gleichzeitig unterstreicht die lange Sieglosserie die aktuelle Problematik.
Direkt und klar ausgerichtet
Unter Frank Schmidt bleibt Heidenheim seiner klaren Spielidee treu. Die Mannschaft agiert meist aus einer 4-3-3-Grundordnung, die stark auf Direktheit, Zweikampfführung und zweite Bälle ausgelegt ist. Die letzte Linie verteidigt kompakt, das Mittelfeld arbeitet vor allem über Laufintensität und Zugriff.
Im Ballbesitz sucht Heidenheim selten lange Aufbauphasen, sondern schnelle Lösungen nach vorne. Vertikale Pässe, frühe Flanken und direkte Wege in die Spitze prägen das Spiel. Gegen den Ball wird situativ Druck aufgebaut, vorwiegend auf den Außenbahnen. Nach Ballgewinnen schaltet die Mannschaft schnell um. Gleichzeitig bleibt die Balance ein Thema, da die Absicherung nach Ballverlusten nicht immer sauber organisiert ist.
Schöppner fehlt gesperrt
Personell muss Heidenheim im Mittelfeld umbauen. Jan Schöppner fehlt nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt, zudem steht Kevin Kaufmann aufgrund muskulärer Probleme nicht zur Verfügung. Dadurch verliert die Mannschaft im Zentrum an Stabilität und Präsenz. Ibrahimovic gilt als wahrscheinlichste Alternative in der Startelf.
Marvin Pieringer ist aktuell einer der auffälligsten Offensivspieler und zeigte zuletzt mit zwei Treffern gegen Leverkusen seine Qualität. Eren Dinkci bringt Tempo und Tiefe ins Spiel, vorrangig in Umschaltsituationen. In der Defensive bleibt Patrick Mainka der zentrale Fixpunkt, der über Zweikampfstärke und Organisation die Struktur zusammenhält.
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Heidenheim:
Ramaj – Busch, Gimber, Mainka, Behrens – Kerber, Dorsch, Ibrahimovic – Dinkci, Pieringer, Conteh
von Niklas Kirchhofer

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