Max Eberl über die Transferplanungen im Winter

»Es gibt keine Überlegungen, jemanden zu verpflichten«

von Max Eberl über die Transferplanungen im Winter

Max Eberl am Montag auf der Pressekonferenz im Borussia-Park (Foto: TORfabrik.de)

Am Montag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg war Sportdirektor Max Eberl erstmals nach seiner krankheitsbedingten Pause wieder zugegen. Er äußerte sich zu den Transferplanungen im Winter.

Max Eberl ist wieder im Dienst. Am Montag bei der Pressekonferenz nahm er erstmals nach seiner Pause an einem offiziellen Termin teil. Ob er gegen Nürnberg wieder auf der Bank sitzen wird, oder ob noch Schonung angesagt ist, darauf wollte sich der Sportdirektor nicht festlegen. Hinsichtlich etwaiger Transferaktivitäten äußerte er sich jedoch relativ deutlich.

»Es gibt keine Überlegungen, jemanden zu verpflichten«, sagte Eberl. »Der Kader ist für das ganze Jahr und nicht nur für eine halbe Saison aufgestellt. Was wir bisher in der Hinrunde mit dem Quäntchen Glück und guter Arbeit positiv gestalten konnten, nämlich kaum Verletzte zu haben, hat sich in den letzten zwei, drei Wochen ein bisschen verschlechtert. Aber es ist nicht so, dass wir Angst haben müssen, dass damit monatelange Ausfälle verbunden sind.«

Einzig Raffael wird nach seinem Schlüsselbeinbruch noch länger fehlen. Bis »Mitte, Ende Februar«, so Eberl, werde es dauern, bis Raffael wieder mitmischen kann. »Alle anderen Spieler werden mit Beginn der Vorbereitung wieder zurück sein«. Somit ergibt sich kein dringender Handlungsbedarf, zumal ein neuer Spieler auch die unter normalen Umständen ohnehin schon gewaltige Konkurrenzsituation verschärfen würde. »Unser Kader ist von der Quantität und Qualität her groß aufgestellt. Einen Spieler dazuzunehmen, hat auch in der Chemie der Kabine eine Folge. Das darf man nicht außer Acht lassen. Stand heute ist nichts geplant.«

»Es ist momentan auch kein Gedanke da, irgendjemanden abzugeben«

Natürlich bedeutet das nicht, dass Eberl & Co definitiv die Füße stillhalten werden. »Dass man immer schaut und man eine Chance, die sich ergeben kann, nutzen könnte – das ist so«, räumte Eberl ein. Doch im Moment gibt es keine Anzeichen, dass sich irgendwo eine derartige Gelegenheit auftut. Aber im Fußballgeschäft kann es bekanntlich rasend schnell gehen.

Das gilt auch für Überlegungen in die andere Richtung. Spieler wie Herrmann oder Drmic könnten sich möglicherweise im Winter neu orientieren wollen. Aber auch hier tritt Eberl zunächst auf die Bremse. »Es ist momentan auch kein Gedanke da, irgendjemanden abzugeben. Wenn alle wieder da sind und der eine oder andere eine Option hat, dann werden wir uns mit dem Spieler und seinem Berater hinsetzen und eine Lösung finden. Aber erstmal wollen wir natürlich unseren Erfolg nicht gefährden. Dieter und ich haben heute nochmal darüber gesprochen: Wir wollen eigentlich mit dem Kader durch die Saison gehen, den wir haben.«


von Marc Basten

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