Borussen müssen sich nicht Grämen

Ein paar Ungenauigkeiten zuviel beim Rasenschach

von Einwurf nach dem Dortmund-Spiel

Die geschlagenen Borussen nach dem 1:2 im Westfalenstadion (Foto: Patrik Stollarz / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach hat in Dortmund verdient verloren. Grämen müssen sich die Gladbacher nicht, denn sie haben keineswegs enttäuscht oder sich gar vorführen lassen. Insgesamt waren da ein paar Ungenauigkeiten zuviel.

Für den neutralen Zuschauer wird das Topspiel zwischen dem Tabellenführer und dem Zweiten nicht ganz das gehalten haben, was man sich davon versprochen hat. Nach der Partie sprachen Dieter Hecking und Lucien Favre unisono von einem ›Schachspiel‹, was das Geschehen auf dem Platz durchaus treffend umschreibt.

Beide Teams hatten viel Respekt voreinander, niemand wollte sich die Blöße geben, weil beide um die Gefährlichkeit des jeweils anderen wussten. Die Wertschätzung der Dortmunder hatten sich die Gladbacher durchaus verdient, doch letztlich waren sie es, denen beim Rasenschach ein paar Ungenauigkeiten zuviel unterliefen.

Borussia hat sich das Überwintern auf einem Champions-League-Platz verdient

Die wenigen, aber entscheidenden Fehler des ansonsten starken Jordan Beyer, die schlechten ersten Kontakte von Hazard und Plea sowie die eine oder andere falsche Entscheidung bei Neuhaus, Zakaria oder Kramer waren in der Summe gegen einen solchen Topgegner zuviel. Dass die etatmäßigen Innenverteidiger nicht spielen konnten, war genauso ein Faktor wie das Fehlen von Lars Stindl, der mit seiner Fähigkeit Bälle zu verarbeiten, gerade in dieser Konstellation sehr gutgetan hätte.

Doch es ist und bleibt Jammern auf hohem Niveau. Borussia geht mit 33 Punkten in die Winterpause, steht auf einem Champions-League-Platz und hat sich mit guten Leistungen verdient in diese hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde gebracht. Die Mannschaft wirkt stabil, was auch das Spiel in Dortmund unter wirklich nicht einfachen Bedingungen gezeigt hat. Darauf kann im neuen Jahr aufgebaut werden.


von Marc Basten

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