Bedeutender Sieg in Bremen

Einfach wichtig

Created by von Marc Basten
Christoph Kramer setzt sich energisch gegen seinen Buddy Max Kruse durch (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Christoph Kramer setzt sich energisch gegen seinen Buddy Max Kruse durch (Foto: Martin Rose / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach hat die Einfachheit des Fußballs (wieder-)entdeckt. In Bremen gelang ein wichtiger Auswärtssieg mit simplen, aber effektiven Mitteln.

In der Rückschau auf die Partie im Bremer Weserstadion wird niemand von einem Fußballfest sprechen. Borussia Mönchengladbach holte sich den zweiten Auswärtssieg in Folge mit einfachen Zutaten: großer Laufbereitschaft (fast 120 Kilometer, 4 mehr als Werder), mannschaftlicher Geschlossenheit in der Arbeit gegen den Ball und Konterfußball.

Der Ballbesitz, einstmals Borussias Markenzeichen, lag nur bei 42 Prozent, die Passquote war mit 73 Prozent fast um 10 Prozent schlechter als die von Werder. Und doch steht am Ende ein verdienter Auswärtssieg.

Natürlich darf man kritisieren, dass bei den eigenen Angriffen die nötige Konsequenz im Abschluss abging. Bei dem, was Werder anbot, hätte Borussia frühzeitig das zweite Tor nachlegen können oder sogar müssen. Wäre es am Ende schief gegangen, wären den Borussen die Nachlässigkeiten am und im Bremer Strafraum auf die Füße gefallen.

Mischung aus gesunden Basics und schlichtem Fußball

Doch so wurde es ein normaler Auswärtssieg, wie es ihn jede Woche in der Liga gibt. Nur bislang eben nicht für Borussia, die sich auf fremden Plätzen im Versuch dominanten Fußball zu spielen, oftmals selbst ein Bein stellte. In Bremen reichte eine Mischung aus gesunden Basics und schlichtem Fußball für den Erfolg.

Der dritte Sieg in Folge in der Liga bringt Borussia einen großen Schritt weiter. Der Abstand nach unten auf den Relegationsrang beträgt 10 Punkte. Das gibt eine gewisse Sicherheit, weil nun nicht mit jeder Niederlage automatisch ein Sturz an die Abstiegszone verbunden ist. Und es stärkt natürlich das Selbstvertrauen, was für die englischen Wochen benötigt wird.

Dieses Programm zu bewältigen, wird für Borussia eine echte Herausforderung. Lucien Favre bezeichnete es immer als »unmögli(is)ch«, im Donnerstag-Sonntag-Rhythmus in nahezu gleicher Besetzung Laufleistungen von 120 Kilometer abzuspulen. Dieter Hecking wird also ein gutes Händchen brauchen, um so zu rotieren und zu variieren, dass die Mannschaft das zuletzt gezeigte Niveau halten kann. Auch unter diesem Aspekt ist es wichtig, dass Hecking bislang fast nur Volltreffer bei seinen Entscheidungen landete. Das wird die nächsten Wochen vereinfachen.

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