Nach den beiden Toptransfers

Die Hausaufgaben gemacht

von von Marc Basten
Kann zufrieden sein - Max Eberl (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Kann zufrieden sein - Max Eberl (Foto: Norbert Jansen / Fohlenfoto)

Borussia Mönchengladbach hat mit der Verpflichtung von Christoph Kramer und Jannik Vestergaard die Hausaufgaben in Sachen Transfers gemacht. Beide sind ›Soforthelfer‹ und bringen Qualität und Perspektive mit.

Es ist Sommerpause und doch war die zurückliegende Woche bei Borussia Mönchengladbach äußerst betriebsam. Zwei Pressekonferenzen wurden einberufen, bei denen die Gladbacher mit unverkennbarem Stolz zwei Toptransfers verkündeten: Die Rückkehr von Weltmeister Christoph Kramer (25) aus Leverkusen und die Verpflichtung des dänischen Nationalspielers Jannik Vestergaard (23) von Werder Bremen.

Beide Transfers machen aus vielerlei Hinsicht Sinn. Zunächst einmal ging es profan darum, die durch die Abgänge entstandenen Planstellen im defensiven Mittelfeld und in der Innenverteidigung zu besetzen. Angesichts der gewachsenen Ambitionen sollten die Neuzugänge gewisse Qualitäten mitbringen, was Kramer und Vestergaard zweifellos tun.

Beide haben nachgewiesen, dass sie eine Mannschaft verstärken. Wichtig zudem, dass sie die Bundesliga kennen, Kramer sogar die Borussia. So werden beide kaum Eingewöhnungszeit benötigen, was angesichts der wichtigen Spiele im August ein bedeutsamer Faktor ist.

Sowohl Kramer als auch Vestergaard sind in einem perspektivisch hoch interessanten Alter. Sie verfügen über eine gewachsene Basis und sind gleichzeitig noch entwicklungsfähig. Fußballerisch und spieltaktisch, aber auch und besonders als Persönlichkeit. Mit Xhaka und Stranzl hat Borussia prägende Köpfe verloren - Kramer und Vestergaard bringen die Anlagen mit, auch neben dem Platz in diese Rollen zu wachsen und diese für mehrere Jahre zu gestalten.

Dass für beide Toptransfers ordentlich Geld in die Hand genommen werden musste, war nicht zu vermeiden. Doch zum einen sind die Ablösebeträge teilweise deutlich geringer als kolportiert, zum anderen hat Borussia gerade durch den Verkauf von Granit Xhaka Geldmittel zur Verfügung, die wie angekündigt in die Mannschaft investiert werden können. Mit Sinn und Verstand hat man einen Teil der Xhaka-Millionen eingesetzt.

Dass Borussia sich so viel Geld erwirtschaftet hat und gleichzeitig eine überaus attraktive Adresse für ambitionierte Profis im besten Alter geworden ist, zeigt die imposante Entwicklung, die der Verein in den letzten Jahren genommen hat.

Borussia ist für gestandene Spieler reizvoll und bleibt gleichzeitig eine verlockende Adresse für Nachwuchsspieler. Alsbald wird der hoch veranlagte Mamadou Doucouré als Neuzugang verkündet werden, weitere Perspektivverpflichtungen sind in der Pipeline.

Natürlich ist im Fußball nicht alles planbar. Doch so wie es aktuell aussieht, haben Max Eberl und sein Team die Hausaufgaben gemacht.

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