Gruppenzweiter

‚Borussia‘ Schweiz im Achtelfinale

von von Marc Basten
Granit Xhaka und Paul Pogba im Duell (Foto: Franck Fife / AFP / Getty Images)

Granit Xhaka und Paul Pogba lieferten sich ein intensives Duell. Am Ende trennten sich die Schweiz und Frankreich mit einem torlosen Remis. Beide stehen im Achtelfinale (Foto: Franck Fife / AFP / Getty Images)

Durch das torlose Remis gegen Gastgeber Frankreich hat sich die Schweiz den zweiten Platz in Gruppe A gesichert und steht damit im Achtelfinale. Ein Duell mit Deutschland ist möglich.

Die Schweizer haben es geschafft: Ein Sieg und zwei Remis reichten den Eidgenossen, um das Achtelfinale perfekt zu machen. Dort treffen sie am 25. Juni in St. Etienne gegen den Zweiten der Gruppe C – der deutschen Gruppe!

Im letzten Gruppenspiel bekamen es die Schweizer am Sonntagabend in Lille mit Gastgeber Frankreich zu tun. Mit Yann Sommer und Granit Xhaka standen wieder zwei Borussen auf dem Paltz, Nico Elvedi blieb auch im dritten Spiel des Turniers nur der Platz auf der Bank.

Es entwickelte sich eines der ansehnlicheren Spiele dieser Europameisterschaft. Frankreich war zu Beginn sehr druckvoll und stellte die Schweizer Defensive vor einige Probleme. Yann Sommer reagierte einmal gegen einen Schuss von Pogba hervorragend, ließ allerdings einen weiteren Abschluss des Mittelfeldstars von Juventus über die Handschuhe flutschen und hatte Glück, dass der Ball knapp über das Tor flog.

Bei einer Ecke im Luftduell sah Sommer ebenfalls nicht souverän aus und einem weiteren Pogba-Schuss an die Latte konnte er nur beste Wünsche hinterhersenden. Doch nach und nach verpuffte der Angriffswirbel der Franzosen und die Schweizer schafften es, die Partie offen zu gestalten. Granit Xhaka schwang sich wieder zum überlegten Ballverteiler auf. Arsène Wenger auf der Tribüne wird sich nochmal selbst auf die Schulter geklopft haben – Xhaka hinterlässt bei diesem Turnier richtig Eindruck.

Und das nicht nur, weil er während der Partie sein Trikot tauschen musste. Wie beim Kollegen Mehmedi überstand das Jersey die Zerreißprobe nicht. Xhaka hatte gleich zwei zerfetzte Trikots zu beklagen. Dass Puma den Leiter Qualitätssicherung noch in der Nacht in die Wüste schickte, blieb allerdings ein unbestätigtes Gerücht.

Im zweiten Durchgang zog sich Frankreich deutlich weiter zurück und überließ den Schweizern die Spielgestaltung. Xhaka war nun der Herrscher im Mittelfeld, aber der künftige Ex-Borusse ging kein übermä0ßiges Risiko ein. Im Bewusstsein, dass den Schweizern ein Remis fürs Weiterkommen reicht, blieb Kontrolle das oberste Gebot.

Dennoch hatten die Franzosen die besseren Gelegenheiten. Zunächst entschärfte Sommer mit einer Klasse-Reaktion einen Schuss von Griezmann, eine Viertelstunde vor Schluss hatte Borussias Schlussmann dann das Glück des Tüchtigen. Nach einem blitzsauberen Konter der Equipe tricolore zimmerte der eingewechselte Payet den Ball an die Unterkante der Latte.

Obwohl den Schweizern in der Schlusssequenz noch ein Elfmeter verweigert wurde, freuten sie sich letztlich über das torlose Remis und den damit verbundenen Achtelfinaleinzug. Anschließend wurde Yann Sommer zum ‚Man of the match‘ gekürt. Bei den ersten beiden Spielen erhielt übrigens jeweils Granit Xhaka diese Auszeichnung. ‚Borussia‘ Schweiz sollten Jogi Löw und seine Mannen besser aus dem Weg gehen und Gruppensieger werden ...

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