Start in die Bundesligasaison

Vor dem Auftakt gegen Hoffenheim: »Ein guter Start ist immer wichtig«

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Daniel Farke bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel gegen Hoffenheim (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Für Borussia Mönchengladbach geht es am Samstag zur besten Anstoßzeit um 15.30 Uhr mit der neuen Bundesligasaison los. Für Trainer Daniel Farke ist es die Premiere in der höchsten deutschen Spielklasse und die Gelegenheit, gemeinsam mit der Mannschaft ein erstes Ausrufezeichen zu setzen.

Wenn bei Borussia Mönchengladbach zu Pressekonferenzen geladen wird, muss man neuerdings viel Zeit einplanen. Der neue Trainer Daniel Farke ist niemand, der sich mit kurzen und knappen Statements zufrieden gibt. Selbst wenn er sagt, dass er über dies oder jenes nicht so gerne spricht, folgt meistens doch noch ein ausführlicher Monolog.

Dass Farke sich so viel Zeit nimmt, bestätigt seinen Ruf, ein kommunikativer Mensch zu sein. Auch am Donnerstag bei der PK vor dem ersten Bundesligaspiel erzählte der 45-Jährige viel, ohne dabei allerdings viel Neues zu verraten, nachdem die Personalsituation zügig abgearbeitet war. Demnach wird nur Lars Stindl (Muskelverletzung im Oberschenkel) definitiv ausfallen und hinter Luca Netz (gesundheitliche Gründe) steht ein großes Fragezeichen.

Farke bei Sommer »sehr zuversichtlich«

Dagegen wollte Farke selbst Marvin Friedrich nicht vollends abschreiben, der bislang nur individuell trainiert hat. Hannes Wolf und vor allem Manu Koné und Jordan Beyer könnten auf dem Spielberichtsbogen stehen. Dort wird aller Voraussicht nach auch Yann Sommer erscheinen, der die Mannschaft in Abwesenheit von Lars Stindl als Kapitän auf den Platz führen wird. Zwar ist Sommers Einsatz noch nicht völlig sicher, aber Farke zeigte sich »sehr zuversichtlich«.

Mit welcher Besetzung der Coach sein erstes Bundesligaspiel angehen und wie genau er den Ausfall von Lars Stindl kompensieren wird, ließ Farke offen. Insoweit unterscheidet er sich also nicht von seinem Vorgänger Adi Hütter, der seine Personalplanungen stets für sich behielt. So darf man also gespannt sein, wie Farke die Startelf ohne Lars Stindl formieren wird. Es gibt ein paar Variationsmöglichkeiten, doch allgemein kann man davon ausgehen, dass weder Auf- noch Einstellung der Borussen für extreme Überraschung sorgen werden.

Eine faire Chance für einen Neustart

Farke betonte, dass die Mannschaft vor allem die Basics abrufen soll. Vereinfacht ausgedrückt: In Mönchengladbach soll wieder ehrlicher Fußball gespielt werden, mit dem sich die Fans identifizieren können. Und der dafür sorgt, dass der Klub als Ganzes wieder eine Einheit bildet und so auch schwierige Phasen überstanden werden können. Sportdirektor Roland Virkus bat in diesem Zusammenhang um Geduld und hofft, dass nicht nach ein paar Niederlagen gleich alles infrage gestellt wird.

Die Bereitschaft im Umfeld scheint soweit da zu sein, dem Duo Farke & Virkus sowie der Mannschaft eine faire Chance auf einen Neustart zu geben. Wobei klar ist, dass alles auf sehr wackeligen Füßen steht, was vor allem mit der endgültigen Kaderbesetzung zu tun hat. Dass noch Abgänge von fest eingeplanten Basisspielern möglich sind, angedachte Vertragsverlängerungen vielleicht nicht zustandekommen und die Suche nach einem Embolo-Nachfolger nicht von Erfolg gekrönt sein könnte, verkompliziert die Lage. »Ein guter Start ist immer wichtig«, sagt Daniel Farke mit Blick auf das Hoffenheim-Spiel. Unter den gegebenen Umständen ist er sogar besonders wichtig.

 

von Marc Basten

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