Borussias U23 vor dem Saisonfinale

U23 vor dem Saisonfinale: Stabilität wiedergefunden

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Lang und gut - Jordi Bongard ist im Seniorenbereich angekommen (Foto: Fotostand / imago images)

Auf der Zielgeraden der langen Regionalliga-Saison mit insgesamt 40 Partien hat die U23 der Borussia die Stabilität wiedergefunden und mit dreizehn Punkten aus den letzten sechs Partien den Abwärtstrend eindrucksvoll gestoppt und sogar umgekehrt. Mit Marcel Benger schafft wieder ein bei Borussia ausgebildeter Spieler den Weg in die Bundesliga.

Wenn Heiko Vogel und seine Spieler sich Anfang Juni in die Sommerpause verabschieden, liegen 40 Partien hinter der U23 von Borussia Mönchengladbach. Während die Amateurfußballer vielerorts mit den Hufen scharren, um in Mannschaftsstärke wieder trainieren und spielen zu können, befindet sich die Spielzeit in der Regionalliga West derzeit auf der Zielgeraden.

Während es im März und Anfang April Niederlagen in Serie für das Team von Trainer Heiko Vogel gab, schaffte die junge Mannschaft Mitte April ergebnistechnisch den Turnaround und verbuchte danach vier Siege in Folge. Vergangene Woche gab es beim Nachholspiel in Lippstadt, das erstmals wieder mit Zuschauern ausgetragen wurde, zwar eine unglückliche 0:1-Niederlage in letzter Minute, auf diese folgte am Wochenende mit dem 1:1 im heimischen Grenzlandstadion gegen die beste Mannschaft der Rückrunde (Preußen Münster) allerdings direkt wieder ein Achtungserfolg.

Jordi Bongard ist im Senioren-Bereich angekommen

Insgesamt zeigt sich die Mannschaft nach der Rückkehr eines Teils der verletzten Spieler wieder viel stabiler als in den Wochen zuvor. Jordi Bongard unterstrich gleich in seinen ersten Partien im Senioren-Bereich in der Verteidigung, warum man am Borussia-Park große Stücke auf den baumlangen ehemaligen Kapitän der U19 hält. Im Mittelfeld brachten Marcel Benger und Conor Noß stabil und zuverlässig ihre Leistungen und mit Famana Quizera ist die Offensive sichtlich um einen Künstler bereichert. Dennoch sind die 46 geschossenen Tore in bisher 38 Partien in der kommenden Saison (mit neuem Personal) noch spürbar ausbaufähig. Weiter fehlen Trainer Heiko Vogel auch im Saisonfinale sechs verletzte Spieler.

Mit den Partien am kommenden Freitag zuhause gegen den Nachbarn vom FC Wegberg-Beeck und Anfang Juni beim Traditionsverein Rot-Weiß Oberhausen schließt der Nachwuchs der Borussia die Spielzeit in der Regionalliga West ab. Mit 52 Punkten belegt man derzeit den zwölften Tabellenplatz, aktuell sind es jedoch auch nur drei Punkte bis Rang Sieben. Ein einstelliger Tabellenplatz wäre dabei sicher ein versöhnlicher Abschluss einer Saison mit Höhen und Tiefen.

Mannschaft wird weiter verjüngt

Von den drei Spielern über 23 Jahren, die derzeit im Kader der U23 von Borussia stehen (dürfen), bleibt nach aktuellem Stand nur Kapitän Michel Lieder erhalten. Nach Thomas Kraus (zur U21 vom 1.FC Köln) muss auch der zweite erfahrene Spieler, Markus Pazurek (32), die Mannschaft verlassen und mit Phil Kemper und Lamin Touray werden zwei sehr junge Spieler dem Kader im Sommer hinzugefügt. Kemper ist ein 19-jähriger Linksverteidiger der aus der U19 von Bayer Leverkusen an den Niederrhein wechselt und der sprintstarke und fußballerisch beschlagene Mittelfeldspieler Lamin Touray (18) wechselt von der U19 von Viktoria Köln nach Mönchengladbach.

Zu den bereits feststehenden fünf externen Zugängen werden sicher einige weitere Spieler aus der U19 in den Kader der U23 aufrücken, wobei beispielsweise im Fall von Mika Schroers dies aufgrund des Abbruchs der U19-Bundesliga teilweise bereits vorgezogen worden ist. Jedoch sind auch weitere externe Neuzugänge angedacht.

Benger schafft den Sprung in die Bundesliga, Steinkötter in die 3. Liga

Auch wenn der Weg nach „oben“ für talentierte Nachwuchsspieler bei Borussia Mönchengladbach zuletzt aufgrund der enormen Qualität im Profi-Kader sehr schwer geworden ist, entwickeln die Verantwortlichen und Trainer rund um Nachwuchskoordinator Roland Virkus weiter Spieler für den Profi-Fußball in Deutschland. Ein Beispiel ist Justin Steinkötter, der als U19-Spieler vor 2.5 Jahren aus Münster nach Mönchengladbach wechselte und in knapp 90 Regionalliga-Spielen bisher 23 Treffer für die Elf vom Niederrhein erzielte. Nun bekommt Steinkötter beim 1. FC Saarbrücken die Gelegenheit, sich in der 3. Liga zu beweisen.

Dazu verlässt mit Marcel Benger ein Junge vom Niederrhein, der seit 2017 in Borussias Jugendabteilung ausgebildet wurde, die Regionalliga, um sein Glück in der Bundesliga zu versuchen. Der 22-jährige defensive Mittelfeldspieler hatte in den letzten Wochen merklichen Anteil an der Stabilisierung der U23 und entwickelte sich in den zurückliegenden Jahren in insgesamt knapp 100 Einsätzen für die zweite Mannschaft von Borussia zu einem absoluten Leistungsträger. Da bei Borussias Profis die Konkurrenz in diesem Mannschaftsteil weiter groß ist, versucht Benger es nun beim ambitionierten Zweitligisten Holstein Kiel, der mit etwas Glück noch über die Relegation den Weg in die Bundesliga finden könnte. In Mönchengladbach dürfte man – nicht nur wegen Benger – den Kielern die Daumen drücken.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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