Reaktionen nach dem Spiel gegen den 1.FC Köln

Derbypleite – »Das fühlt sich scheiße an«

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»Das fühlt sich scheiße an« - Christoph Kramer nach der Derbyniederlage (Foto: Sascha Steinbach / Pool / Getty Images)

Nach der Derbyniederlage gegen den 1. FC Köln, sah man bei Borussia Mönchengladbach viele hängende Köpfe. Die Enttäuschung saß bei allen Beteiligten tief. Die Stimmen zum Spiel.

Lars Stindl: Es war sehr ärgerlich, dass wir schon wieder einem frühen Rückstand hinterherlaufen mussten. So machen wir uns das Leben selber schwer. Hinten raus haben wir es dann auch besser gemacht, hatten mehr Ballbesitz und auch die eine oder andere Halbchance. Aber nicht wirklich etwas Zählbares. Da sind wir zutiefst enttäuscht. Es lag heute nicht an der Rotation, eher an den Kleinigkeiten, die wir nicht gut gemacht haben. Wir haben im Moment viele Spiele und alle Jungs haben es verdient, auf dem Platz zu stehen. Wir sind überzeugt von unserem Kader, nicht nur von einzelnen Spielern.

Christoph Kramer: Die Gegentore sind für den Kopf scheiße, weil du das Gefühl hast, dass du jetzt unbedingt was machen musst. Dann wirst du hektisch, unsauber und kannst dein Spiel nicht mehr richtig durchbringen. Köln stand sehr tief und hat es vernünftig verteidigt. Wir hatten im Kopf, dass wir drei Punkte holen müssen, dass wir hier zu Hause gegen Köln unbedingt gewinnen müssen, um was für die Tabelle zu tun. Dann kommst du zwei Mal so in die Halbzeiten rein, mit zwei Toren, die du so nicht bekommen darfst. Es ist natürlich ein ganz gebrauchter Tag, wenn man dann auch noch die Kölner in unserem Stadion mit unserer Eckfahne feiern sieht. Das fühlt sich scheiße an. Wenn wir was aus diesem Tag lernen können, dann dass wir jeden Gegner so angehen müssen, als wäre es Champions League. An der Rotation heute lag es aber nicht. Wir haben unter Marco Rose schon immer viel rotiert und das hat uns immer richtig gutgetan. Heute ist es dann halt einmal schiefgegangen.

Marco Rose: Köln hat heute so gespielt und gekämpft, wie man es im Derby machen muss. Sie waren in den Zweikämpfen einfach galliger und griffiger als wir. Meine Jungs sind zwar viel gelaufen, aber in den entscheidenden Situationen haben wir zu oft das Nachsehen gehabt. Dann muss man aber auch sagen, dass wir zwei Gegentore bekommen, die wir so nicht hätten kassieren dürfen. Dann liegst du 2:1 zurück und läufst hinterher. Mit acht Torschüssen hatten wir leider auch nicht gerade viele Abschlüsse. Die Leistung hat heute nicht gereicht, um das Spiel zu gewinnen. Ich glaube nicht, dass wir wegen der Rotation das Spiel verloren haben. Es ging in Teilbereichen um das Thema Haltung, wo uns die Kölner in diesem Derby voraus waren.

 


von Nadine Basten

 

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