Diskussionen um Marco Rose

Pressekonferenz am Mittwoch - mit Marco Rose

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Marco Rose vom Liebling zur Perona non grata? (Foto: Stuart Franklin / Getty Images)

Nach der Bekanntgabe des Abgangs von Marco Rose zum Saisonende ranken sich die Spekulationen nicht nur um den Nachfolger, sondern auch um eine mögliche sofortige Ablösung von Rose. Darauf deutet aber nichts hin.

Die Nachricht, dass sich Marco Rose für ein Engagement bei Borussia Dortmund entschieden hat und Borussia Mönchengladbach quasi auf halber Strecke schon wieder verlassen wird, hat bei den Gladbachfans für erwartet viel Frustration und Enttäuschung gesorgt. Man hatte Marco Rose als eloquenten Sympathieträger ins Herz geschlossen und war angetan von seiner Idee, wie er Fußball spielen lassen möchte.

Dass er dieses Projekt nicht weiterführen will und sich stattdessen ausgerechnet in Richtung des ›heißgeliebten‹ BVB orientiert, ist ein Schlag ins Gesicht jedes Gladbachfans - selbst wenn das Ganze nun wirklich nicht überraschend gekommen ist. Offensichtlich hat aber nicht nur bei den Anhängern, sondern auch bei den sportlich Verantwortlichen um Max Eberl eine gewisse Hoffnung bestanden, dass Rose den Verlockungen aus Dortmund widerstehen könne. Diese Wünsche haben sich nun endgültig zerschlagen.

Rose sofort entlassen oder auf seine Professionalität vertrauen?

Reflexartig werden nun die Forderungen laut, man solle Rose direkt vom Hof jagen. Weil er die gemeinsame Sache verraten hat, aber auch, weil die Konstellation mit Dortmund so brisant ist. Schließlich spielt Gladbach nicht nur im Viertelfinale des Pokals gegen den BVB, sondern befindet sich auch in der Liga im direkten Konkurrenzkampf um einen Startplatz in der Champions League. Soll man sich da abhängig von einem Trainer machen, der Mönchengladbach in wenigen Monaten nur noch im Rückspiegel betrachtet?

Oder tut man Rose Unrecht, wenn man ihm unterstellt, er wäre nicht professionell genug, das voneinander zu trennen? Wo doch alle in Mönchengladbach eins mit Bestimmtheit erkannt haben müssten: Marco Rose ist ein Vollprofi. Die Verantwortlichen bei Borussia scheinen Rose offensichtlich das Vertrauen schenken zu wollen. Und bei näherer Betrachtungsweise hat sich Rose ja auch nichts zuschulden kommen lassen. Es ist alles andere als verwerflich, eine Vertragsklausel in Anspruch zu nehmen, die beide Seiten in Kenntnis aller damit verbundenen Szenarien einvernehmlich vereinbart haben.

Pressekonferenz mit Cheftrainer Marco Rose

In der offiziellen Stellungnahme am Rosenmontag wird Max Eberl zitiert, dass »wir mit Marco gemeinsam alle Kräfte mobilisieren, um unsere Ziele zu erreichen«. Dass dies auch nach der Sitzung mit dem Präsidium am Montagabend die Marschrichtung sein wird, darauf deutet die Einladung zu einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag (9.30 Uhr) hin. Zwar beraumt Borussia die Spieltags-PK einen Tag früher als üblich an, doch wie immer werden als Teilnehmer Sportdirektor Max Eberl und Cheftrainer Marco Rose genannt.

 


von Redaktion TORfabrik.de

 

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