Bensebaini und Jantschke weiter kein Thema

Derby: Für Christoph Kramer wird es wohl nicht reichen

von Vorbereitung auf das Derby

Christoph Kramer erwischte es in Leipzig einmal mehr am Kopf (Foto: Maja Hitij / Bongarts / Getty Images)

Borussia Mönchengladbach wird im Derby gegen den 1.FC Köln am Sonntag aller Wahrscheinlichkeit nach auf Christoph Kramer verzichten müssen. Der Weltmeister erlitt in Leipzig eine Gehirnerschütterung.

Der Zusammenprall von Christoph Kramer mit Timo Werner war heftig. Im realen Ablauf sah es weniger schlimm aus, die Fernsehbilder zeigten jedoch deutlich, wie Werner - völlig unabsichtlich - den Kopf von Kramer traf. Der war völlig benommen, als er vom Platz geführt wurde. Es war offensichtlich, dass es den 28-Jährigen schwer erwischt hatte.

Die offizielle Diagnose lautet “leichte Gehirnerschütterung”. Das wird im Sport, vor allem im Fußball, landläufig als Lappalie abgetan. Doch das ist es keinesfalls, wie Experten immer wieder betonen. Kopfverletzungen im Fußball sind ein ernstzunehmendes, aber immer noch unterschätztes Problem. Die Wahrscheinlichkeit, dass Folgeschäden entstehen, ist groß. Erstrecht bei einem Christoph Kramer, der bereits mehrfach Kopfverletzungen davongetragen hat.

Bis Freitag hat der Weltmeister von 2014 Sportverbot. Danach könnte er theoretisch wieder loslegen und wäre damit am Sonntag im Derby gegen den FC ein Thema. Doch Marco Rose trat am Dienstag schon mal vorsorglich auf die Bremse. »Wahrscheinlich sind zwei Tage bis zum Spiel zu wenig.« Die Gesundheit geht vor und hier gilt es bei allen Beteiligten richtige Prioritäten zu setzen.

László Bénes ist wieder beschwerdefrei

Weniger problematisch in Bezug auf Langzeitfolgen sind die Verletzungen von Tony Jantschke und Ramy Bensebaini. Die beiden Defensivspieler laborieren jeweils an einem Muskelfaserriss. Beide sind im Reha-Training, konnten aber am Dienstag weiterhin nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Frühestens im Auswärtsspiel am übernächsten Wochenende in Düsseldorf könnten sie wieder eine Option sein.

Derweil konnte László Bénes, der am Samstag in Leipzig aufgrund muskulärer Probleme kurzfristig nicht im Kader stand, die anderthalb Stunden Auftakttraining in die Derbywoche voll mitmachen. Der Slowake ist nach einem starken Herbst etwas ins Hintertreffen geraten und hat deutlich weniger Einsatzzeiten bekommen. Da Marco Rose zuletzt vor allem im Mittelfeld auf den Gegner angepasste Formationen wählte, darf sich der 22-Jährige dennoch Hoffnung auf einen Einsatz gegen den FC machen.

In der langen Trainingswoche gibt es noch genügend Gelegenheit für die Spieler, sich für einen Platz im Derby-Kader zu empfehlen. Klar ist, dass Marco Rose im Sturm Veränderungen vornehmen muss, weil Topscorer Alassane Plea nach seinem viel diskutierten Platzverweis gesperrt fehlen wird. Breel Embolo wäre ein logischer Kandidat, um den Franzosen zu ersetzen. Aber es ergeben sich durchaus noch andere interessante Optionen, den Fohlenangriff zu besetzen. Marco Rose und sein Trainergespann werden etwas austüfteln - ein paar Tage Zeit haben sie noch.

 


von Redaktion TORfabrik

 

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