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Gegneranalyse | Forechecking: 1. FC Heidenheim

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Hat beim FCH alles im Griff: Frank Schmidt (Foto: Norbert Jansen - Fohlenfoto)

Am 26. Spieltag gastiert Borussia Mönchengladbach bei Aufsteiger Heidenheim. Der FCH ist trotz zuletzt ausgebliebener Siege in ruhigem Fahrwasser. 

Der 1. FC Heidenheim steht in der Tabelle gar nicht weit entfernt von Borussia Mönchengladbach. Heidenheim ist aktuell auf Platz 11, mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf den kommenden Gegner. Und doch liegen gefühlstechnisch Welten zwischen beiden Vereinen. Der Grund dafür ist relativ einfach und hat vor allem mit der Erwartungshaltung zu tun. In Gladbach ist man nach dem Aus im Pokal und einer verkorksten Saison in der Liga bis jetzt definitiv unter den Erwartungen geblieben. Ganz anders sieht das in Heidenheim aus. Als Aufsteiger und von vielen als direkter Abstiegskandidat gehandelt, spielt das Team von Trainer Frank Schmidt eine überraschend starke Saison. 

Kontinuierlich haben sich die Heidenheimer in der Liga verbessert. In der Tabelle konnte man einen immer größer werdenden Abstand zu den Abstiegsplätzen aufbauen. Zwischenzeitlich stand man sogar auf einem hervorragenden neunten Tabellenplatz. Doch aus den letzten fünf Begegnungen konnte man nur einen Sieg und ein Unentschieden erzielen. Drei Niederlagen standen dem gegenüber und führten zum Abrutschen auf Tabellenplatz 11. Und trotz dieser Niederlagen ist Heidenheim aktuell im Soll und kann am Samstag ohne große Sorgen gegen die Fohlen vor heimischem Publikum antreten. 

Ungeschlagen über drei Monate

Zwischendurch konnte das Team von Frank Schmidt sogar eine Serie starten. Von Dezember 2023 bis Mitte Februar 2024 blieben die Heidenheimer ohne Niederlage. Eine Phase, in der viele Spieler an ihr Leistungsmaximum gegangen sind und wodurch man wichtige Punkte holen konnte. Punkte, die einem zum Ende der Saison den Rücken freihalten und dem Team Sicherheit geben. 

Vor allem in Heimspielen ist Heidenheim ein maximal unangenehmer Gegner. So einige Mannschaften haben dies schon in dieser Saison zu spüren bekommen. Der VfB Stuttgart und der SC Freiburg wurden im heimischen Stadion besiegt und auch gegen den BVB konnte man einen Punkt einfahren. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der FCH nur fünf der zwölf Spiele zu Hause für sich entscheiden konnte. In diesen 12 Spielen konnte man 20 Tore erzielen und musste 19 Tore hinnehmen. 

Laufstarke Mannschaft 

Mit 34 Toren weist Heidenheim keinen überragenden Wert bei den bisher erzielten Treffern auf. Für einen Aufsteiger ist dies jedoch ordentlicher Wert. Zu den Stärken im Heidenheimer Spiel gehören aber vor allem die Leistungs- und Laufbereitschaft. Bei Sprints, intensiven Läufen und der Laufdistanz ist Heidenheim ganz vorne dabei. Diese Eigenschaft führt dazu, dass es keinem Team leicht fällt, gegen Heidenheim zu bestehen. 

Mit Blick auf die Taktik fällt schnell auf, dass Trainer Schmidt seine feste Formation hat und an dieser auch nicht viel verändert. Mal gibt es kleine Anpassungen in der Ausrichtung, aber wie sich die Spieler auf dem Feld positionieren und wie mit und gegen den Ball agiert wird, ist klar. Bei Heidenheim steht eine Mannschaft auf dem Platz, die sich kennt, die füreinander kämpft und wo Laufwege einstudiert sind. Manch einer war skeptisch, ob trotz ausbleibender Neuverpflichtungen die Leistung in der Bundesliga erbracht werden kann. Das Team um Kapitän Patrick Mainka stellt genau dies unter Beweis. 

Ohne Gimber gegen Gladbach

Trainer Frank Schmidt plagen vor der Partie am Samstag einige Personalsorgen. Klar ist, dass Innenverteidiger Benedikt Gimber aufgrund einer Gelbsperre nicht zur Verfügung steht. Für den Defensivspieler dürfte Tim Siersleben in die Startelf rücken. Bei Beck und Maloney bleibt abzuwarten, ob sie fit werden. Auch hinter dem Einsatz von Offensivmann Marvin Pieringer steht aktuell noch ein Fragezeichen. 

Keine Fragezeichen gibt es dafür beim erfolgreichsten Spieler in dieser Saison. Jan-Niklas Beste glänzt sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde. Mit sieben Toren und zehn Vorlagen ist Beste in beiden Kategorien auf Platz eins. Die Leistungen sind auch Nationaltrainer Julian Nagelsmann nicht verborgen geblieben. Beste wurde unter der Woche als erster Heidenheimer überhaupt für die Nationalmannschaft nominiert.

Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Heidenheim:

Müller - Traoré, Mainka, Siersleben, Föhrenbach - Schöppner - Sessa - Dinkci, Dovedan, Beste -Kleindienst

 


von Niklas Kirchhofer
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